Author Archives: Vladislav Tinchev

About Vladislav Tinchev

screenwriter, tv-critic and poker player

Warehouse 13: Love Sick (3×03)

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Warehouse 13 lässt mit dieser Episode nahezu alle Beteiligten in eine romantische Falle tappen – für manche entwickelt sich diese zu einer nahezu tödlichen. Einzig und allein Steve wird auf Eis bzw. auf Bronze gelegt, aber da er noch keinen „love interest“ hat, ist das verständlich. Love Sick ist im Großen und Ganzen eine Artie-Episode. Er bekommt wieder Gelegenheit, etwas für sein romantisches Leben zu tun, nämlich den nächsten Schritt bei dem Spaziergang, den er und Warehouse-Doktor Vanessa letzte Staffel begannen.

In Salt Lake City sterben mehrere junge Frauen, und die Ärzte können sich die Ursachen nicht erklären. Die Opfer verwandeln sich buchstäblich in Erde, in Lehm. Vermutlich steckt ein Artefakt dahinter, und das ruft Vanessa auf den Plan, die hier als CDC-(Center for Desease Control-) Mitarbeiterin auftritt. Sie holt Artie dazu, was für hochgezogene Augenbrauen in seinem Team sorgt. Nicht unbedingt die Tatsache, dass Arties Kompetenz gefordert wird, sondern seine Vorbereitungen auf das Treffen mit Vanessa, die sogar Parfüm involvieren… Claudia stellt sich freiwillig an seine Seite, um die möglichen Liebesverwicklungen aus nächster Nähe zu  verfolgen.

Und der Rest des Teams? Myka (Joanne Kelly) und Pete (Eddie McClintock) wachen nackt zusammen in Arties Bett auf. Bevor man als Zuschauer denselben Schock bekommt wie die beiden Figuren, realisiert man, dass Mykas Haare blond sind. Ein Paralleluniversum? Oder spielen die Hormone der beiden nach dem Wiedersehen verrückt? Eigentlich ja, aber gleichzeitig auch nein: Es erweist sich, dass Pete und Myka mit zu vielen Artefakten gespielt haben. Alles fing harmlos an, mit typischen Pete-Scherzen Richtung Steve wegen seines Coming-Outs. Aber wie gerieten beide ins Bett? Haben sie tatsächlich miteinander geschlafen? Arties Zahnbürste unter dem Bettlaken und die Tatsache, dass Pete mitten in der Nacht bei ihm Pizza zu bestellen versuchte, fügen dem Ganzen noch mehr faden Beigeschmack hinzu.

Alles begann mit einem Artefakt, das Menschen betrunken macht und für Erinnerungslücken sorgt (W.C. Fields juggling balls). In Rückblenden verfolgen die beiden die eigenen Spuren, bis sie die komplette Geschichte rekonstruiert haben und Mykas neue Haarfarbe mit… Marilyn Monroes Haarbürste erklären können! Die blonde bzw. rote Linie der beiden: Sie würden nie miteinander schlafen wollen, denn sie sind ja nur Freunde und Kollegen. Gute Entscheidung der Warehouse 13-Autoren, nach der Wiedervereinigung mit Myka die so genannte ungelöste sexuelle Spannung spielerisch anzusprechen und gleichzeitig zu zeigen, dass die Partnerschaft wieder völlig intakt ist.

Und wie steht es um mit der Partnerschaft zwischen Claudia und Artie? Dieses Mal versucht Claudia Artie in romantischen Angelegenheiten zu unterstützen. Es scheint so, als würde das Wiedersehen mit Vanessa zum richtigen Ende führen… bis Hugo (Rene Auberjonois) auftaucht. Man erinnere sich an die 13.1-Episode, den Crossover mit Eureka, in der Hugos Alter Ego, der Computer Hugo One, das Warehouse in Schach hielt. Artie & Co. retteten damals Hugo. Nun ist er an der Reihe, den Gefallen zu erwidern: Ein Artefakt hat dafür gesorgt, dass ein Computer-Virus  in Menschen eindringen und menschliche DNA so verändern kann, dass sich die Betroffenen in einen Haufen Erde verwandeln. Der Hintergrund: die Geschichte über den Golem!

Aber nicht nur ganze Menschenleben stehen auf dem Spiel, sondern auch seine Dimensionen – etwa Arties Liebesleben. Es erweist sich, dass Hugo und Vanessa eine gemeinsame Vergangenheit teilen und das Wiedersehen alte Gefühle erweckt. Werden die beiden diese Gefühle mit ins Grab nehmen? Denn sowohl Hugo als auch Vanessa werden infiziert, und nun ist es an Artie, sein eigenes Leben für die beiden und alle anderen Infizierten zu riskieren. Nun, an Claudia ist es auch. Sie kann den Hacker Tyler überreden, ihr seine Artefakt-Kette zu geben. Alle werden gerettet… und Vanessa will ihr Date mit Artie doch haben! Und Hugo? Artie: Going back to Eureka? Hugo: No. Enough of that town.

Tyler aber scheint mit diesem Fall der Woche nicht von der Oberfläche zu verschwinden, denn der angebliche Polizist (Sasha Roiz), der ihn wegführt, arbeitet mit der FBI-Agentin von letzter Woche zusammen… für den Mann im Schatten, den unbekannten Gegner, dessen Pläne immer noch unklar sind. Aber Warehouse 13 bleibt genug Zeit, um sie zu entblößen. Wie gefielen euch die Episode, Mykas blonde Haare und die Geschichte mit Artie und Vanessa?

Warehouse 13: Trials (3×02)

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Trials ist eine durch und durch emotionale Episode, die zwar manchmal ein wenig ins Melodramatische abzugleiten droht, aber unterm Strich Mykas Rückkehr und die diesbezüglichen Gefühle der Beteiligten sehr gut abhandelt. Die Warehouse 13-Episode eröffnet mit dem Fall der Woche, in dem mehrere Menschen plötzlich anfangen, sich zurück zu entwickeln: vom Erwachsenen zum Jugendlichen und dann zum Kind, bis sie alles aus ihrem Leben vergessen haben – und schließlich vergessen, wie man atmet.

Mykas Voice Over, mit dem Trials nach dem Teaser beginnt und mit dem die Episode auch endet, hadert mit Mykas Entscheidung, das Warehouse zu verlassen, und den Konsequenzen. Kann sie ihre Position in der Warehouse-Familie wieder so einnehmen, wie sie sie hinter sich ließ? Hat sie überhaupt alles hinter sich gelassen? Haben die anderen Myka hinter sich gelassen? Können sie und Pete wieder ein Team sein, wie früher? Überzeugend stellt Joanne Kelly diese Zweifel und Unsicherheiten dar, als ihre Figur alle am Tisch sitzend beobachtet und feststellt, dass ein Stuhl fehlt. Ihr Stuhl.

Aber wie man am Hauptfall der Woche sieht, ist es nicht nur Myka, die Unsicherheit verspürt. Pete sagt zu ihr, dass alles „Double Rainbow, All the Way“ sei (Nathan Fillion lässt grüssen!); als er jedoch durch das Artefakt zurück in seine Kindheit versetzt wird, erfährt sie von ihm, wie sehr ihr Weggang ihn getroffen hat. Genauso wie Familienmitglieder den kleinen Pete damals nach und nach verließen, verließ Myka nun den erwachsenen Pete und zog ihm damit gleichsam den Boden unter den Füßen weg. Myka realisiert das und bittet ihn letztendlich um Vergebung.

Während die beiden zu ihrer früheren Partnerschaft zurückzukehren versuchen, machen sich Claudia und Steve (Aaron Ashmore) daran, eine neue zu bilden. Und wie es die Redensart so schön sagt: Partnerschaft basiert auf Vertrauen! Damit man einander vertrauen kann, muss man Einiges voneinander wissen. Dass Artie (Saul Rubinek) das Team in zwei Paare aufteilt, gibt Claudia und Steve die Möglichkeit, einander näher zu kommen, während sie ein Artefakt – ein altes Messer – zu bergen versuchen. Steves Coming Out – er sei schwul – kam mir etwas zu plötzlich, aber diese Entscheidung der Autoren sorgt dafür, dass zwischen den beiden tatsächlich „nur“ eine Freundschaft enstehen kann – was angesichts ihrer komplizierten Vater-Tochter-Beziehung mit Artie und der ‚ungelösten sexuellen Spannung‘ zwischen Pete und Myka der Team-Dynamik gut tun könnte.

Am Ende der Episode stellt Myka unter Beweis, dass sie mit Leib und Seele wieder dabei ist. Es gelingt ihr, die Rückwärts-Entwicklungen der Betroffenen – inklusive Pete – wieder umzukehren, indem sie die passenden Artefakte ausfindig macht. Ein gezielter Schuss – und Myka ist wieder da, wo sie war: aber dieses Mal mit mehr Glauben und Vertrauen, mehr Vertrauen in sich selbst.

Warehouse 13: The New Guy (3×01)

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To be (a Warehouse-Agent) or not to be? Das ist die Frage, mit welcher Warehouse 13 die dritte Staffel eröffnet. The New Guy jedoch ist nicht wirklich selbst Shakespearesches Drama, sondern benutzt es eher als Mittel zum Zweck. Oder besser gesagt: zu zwei Zwecken. Zweck Nummer eins: die schon erwähnte Frage und die Fortsetzung des Myka-Dilemmas. Zweck Nummer zwei: die Erweiterung des Warehouse-Teams um einen neuen Agenten. Warehouse 13 hält sich weiterhin an die Struktur aus vorherigen Staffeln und setzt den Nebenplot der Woche ein, um gewissen  Beziehungsproblematiken zwischen den Figuren den metaphorischen Spiegel vorzuhalten.

So auch in The New Guy. Die Erzählung um die sich buchstäblich in Lichtblitzen materialisierende Spannung zwischen den Zeus- und Hera-Statuen im Warehouse ist an sich langweilig, aber sie zeigt in erster Linie, wie (auf ihre Art und Weise) harmonisch  Claudia und Artie (Saul Rubinek) als Team funktionieren. Außerdem referiert man damit, wie schon erwähnt, auf die Spannung zwischen Pete (Eddie McClintock) und

Myka – und die, in welche alle Fans versetzt wurden, als Myka das Warehouse verließ. Wird sie zurückkehren oder nicht?
Nun, die Frage wird relativ schnell beantwortet, indem nämlich Joanne Kellys Name in den Credits am Anfang der Episode zu sehen ist. Aber in welcher Rolle wird sie auftauchen? Als die nerdige Bibliothekarin Myka, die nicht nur eine überdimensionale Brille trägt, sondern sich auch bestens mit dem Shakespeareschen Drama auskennt. Kommt genau richtig, wenn Morde mit Hilfe eines verfluchten Buchs aus der Zeit des großen britischen Dramatikers begangen werden! Die Verwendung des Falls der Woche, um Myka wieder an Bord zu holen, ist nicht gerade großes Drama, aber solche Ansprüche hat Warehouse 13 auch nie an sich gestellt. Außerdem fehlt es, um Mrs. Frederics (CCH Pounder) Versprechen einer “invitation to endless wonder” einzulösen, nach wie vor nicht an Imagination, sondern an Budget. Andernfalls wären Warehouse 13 keine Grenzen gesetzt beim Zugang zu der gesamten Geschichte der Menschheit.

Dieses Mal ist es Jimmy Hendrix’ Gitarre, die am Anfang der Episode für Probleme sorgt – und auch dafür, dass das Warehouse-Team auf den AFT-Agenten Steve Jinks (Aaron Ashmore) trifft, eine Art menschlicher Lügendetektor. Die Serie verschwendet keine Zeit, um mehr über seine Gabe zu erzählen, aber das Material will man sich wohl für später aufsparen. Seine Einführung dient hier eher der schnellen Erklärung der Warehouse 13-Welt für potentielle neue Zuschauer.

In dieser Welt ist alles beim Alten – abgesehen von Claudias dazu gewonnener Selbstsicherheit und Petes Verlust seines Kulturelle-Referenzen-Humors. Nur Myka kann Petes Lachen zurückbringen, und das geschieht auch am Ende der Episode. Nichtsdestotrotz funktioniert in meinen Augen das Zusammenspiel zwischen Ashmore und McClintock sehr gut. Vielleicht wird ja eine durch Steve veränderte Teamdynamik (Pete als eine Art Mentor für Steve) die Albernheit – vor allem Petes – zurückschrauben, die in der zweiten Staffel manchmal etwas zu viel des Guten war?
Gut funktionierte in der zweiten Staffel der handlungsübergreifende Plot um H.G. Wells (Jaime Murray). Und Wells bzw. ein Wells-Hologramm bewegt nun Myka dazu, ins Warehouse zurückzukehren.

Das Ganze wirkt etwas plump, aber man kann es Warehouse 13 verzeihen, denn ein Abgang von Joanne Kelly hätte der SyFy-Serie wirklich nicht gut getan! Ob Jaime Murray in der dritten Staffel weitere Auftritte absolvieren wird, bleibt fraglich, denn das Gerücht eines H.-G.- Wells-Spinoffs macht seit einiger Zeit die Runde. Außerdem scheint das Team einen neuen Gegner gefunden zu haben. Von dem weiß es aber noch nichts! Er bleibt auch für uns Zuschauer vorerst der Mann im Schatten. Unser Wissensvorteil gegenüber den Figuren betrifft die Rolle der FBI-Agentin, mit der sich Pete in dieser Episode etliche verbale Schlachten liefert. Sie scheint die rechte Hand des Bösewichtes zu sein, und die beiden haben es auf die Warehouse-Familie abgesehen. Alles in Allem: ein gelungener Auftakt, gemessen an Warehouse 13-Standards.

Bones: The Maggots in the Meathead (6×03)

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Wenn man zu viel Party macht, läuft man Gefahr, als undefinierbare Masse mit Maden darauf zu enden! Das ist die Lektion dieser Episode, in der Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) den Mord an Richie the V. aufklären müssen. Aber bis auf Bones’ amüsanten (yo!) anthropologischen Ausflug in die Subkultur New Jerseys (The Guido Tribe), beschäftigt sich The Maggots in the Meathead mehr mit den romantischen Verwicklungen zwischen den Figuren.

Nicht nur haben mittlerweile fast alle (Booth, Cam, Hanna) erfahren, dass Angela schwanger ist, sondern Hanna zieht zu Booth – auf sein Angebot hin! Bones nimmt es augenscheinlich gelassen, aber unter der Oberfläche brodelt es. Sie bittet Hanna zwar darum, Booths Herz nicht zu brechen, aber man entnimmt ihren Worten und ihrer Ausstrahlung, wie verletzt sie ist… und dass sie ihre Entscheidung gegen eine Beziehung mit Booth vielleicht doch bereut?

Auch Sweets (John Francis Delay) hegt Bedenken, was Hannas Einzug bei Booth betrifft. Aber wir hören, dass Hanna definitiv beabsichtigt, bei Booth zu bleiben. Anscheinend befindet sich ihre Karriere im Aufwind, wenn sie zum Frühstück ins Weiße Haus eingeladen wird. Trotzdem bezeichnet sie sich selbst als Nomadin, und man sieht am Ende der Episode, wie wenig sie besitzt – ein paar Taschen nur. Kann sich eine Nomadin niederlassen?

Auf diese Frage werden wir bestimmt demnächst eine Antwort bekommen. Bis dahin können wir uns mit einem weiteren Ereignis beschäftigen, das viel Screentime beansprucht: Fisher is back! Der neurotische Laborant ist wieder zurück, nachdem er in psychiatrischer Behandlung war. Aber es scheint, dass die Therapie, die auf Selbstsicherheit und Selbstbestätigung abzielte, nicht wirklich Früchte getragen hat. Wir erfahren, dass Fisher zwanzig Tage lang jeweils zwanzig Stunden pro Tag geschlafen hat und deswegen in die Therapie ging – nicht etwa, weil er Selbstmord begehen wollte. Nach wie vor jedoch hat er ein obsessives Verhältnis zum Tod. Wer hätte das nicht, der tagtäglich mit Maden und Skeletten umgeht? Es ist amüsant zuzuschauen, wie Hodgins (TJ Thyne) jedes Mal aufschreckt, wenn Fisher während der Arbeit anfängt zu gähnen…

The Maggots in the Meathead kommt als solide Bones-Episode daher, die sehr gut zwischen Slapstick und emotionalen Momenten balanciert und mit einer schönen Szene endet, die sich zweifellos für die Bones-Booth-Augenblicke-Reihe qualifiziert. Yo!

Bones: The Couple in the Cave (6×02)

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Willkommen beim Liebesdreieck in Bones! Die Einführung von Booths (David Boreanaz) neuer großer Liebe Hanna (Katheryn Winnick) überschattet die Ereignisse. Die wiederum drehen sich um den Fund zweier Leichen in den Bergen. Man findet die Skelette eines Paares, fest umarmt. Wie sind sie gestorben? War es wahre Liebe, die nicht einmal der Tod scheiden konnte?
Die Fragen nach der Liebe stellt diesmal Bones (Emily Deschanel) höchstpersönlich. Obwohl die blonde Hanna als „hot“ dargestellt wird, dient The Couple in the Cave als Bühne für die brünette Emily Deschanel – die sie auch nutzt.

Als Bones und Booth in ihrem Lieblingsdiner sitzen und ausgerechnet über wahre Liebe und über Beziehungen sprechen, taucht Hanna auf, Booths Fernbeziehung. Später in der Episode gibt er zu: Nachdem er Afghanistan verlassen habe, sei er davon ausgegangen, Hanna nie wiederzusehen. Sie jedoch ließ sich seinetwegen nach Washington versetzen, wo es ja Skandale und heiße Themen genug gibt für eine gnadenlose Reporterin… vor allem aber einen „heißen“ Booth.

Apropos „heiß“: Laborant Clark ist zurück, nimmt sofort seine Arbeit auf – und fordert alle anderen auf, dasselbe zu tun. Denn: das komplette Team ist damit beschäftigt, die Bones-Booth-Beziehung zu analysieren anstatt der beiden Skelette. Clark redet sich im Zuge seiner Arbeitsmoralpredigt derart in Hitze, dass er plötzlich selbst auf die unübersehbare Anziehung zwischen Bones und Booth zu sprechen kommt – und es tatsächlich „heiß“ wird …

Ganz gleich, wie sich Bones in Lachanfällen und übertriebener Strenge gegen ihre Kollegen ergeht: sie kann nicht verbergen, wie getroffen sie von Booths Beteuerungen ist, er würde Hanna von ganzem Herzen lieben. Absolut glaubwürdig und treffend spielt Emily Deschanel Bones’ Durcheinandersein. Genauso treffend wie Angelas Rekonstruktion des männlichen Opfers, die zum netten Running Gag der Episode wird, denn die Zeichnung zeigt… George Clooneys Gesicht.

Werden uns die Bones-Autoren die von Hanna angekündigte Ladies’-Night mit Bones zeigen? Was denkt ihr über Hanna? Passt sie zu Booth? Sind die Rollen jetzt vertauscht? Wird jetzt Bones um Booth kämpfen?

Bones: The Mastodon in the Room (6×01)

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Im Finale der fünften Staffel gingen alle auseinander, aber Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) haben sich für ein Treffen ein Jahr später verabredet. Nun, wie wir in den ersten Minuten erfahren, sind gerade sieben Monate vergangen und beide müssen schon zurück. Warum müssen? Weil Cam (Tamara Taylor) in Schwierigkeiten steckt. Als einzige allein gelassen zwischen Wissenschaft und Verbrechensbekämpfung droht sie unter dem Druck von mehreren Seiten zusammenzubrechen und ihren Job zu verlieren. Ich finde es sehr gute Idee der Autoren ausgerechnet Caroline Julian (Patricia Belcher) als diejenige zu wählen, die keine Halb-Wahrheiten scheut, um alle zusammen zu trommeln.

So sehen wir Bones und Booth an dem verabredeten Treffpunkt, dem Reflecting Pool. Reflecting? Pool? Reflexionen, Wasser (Tränen)? Wenn man beide Wörter nimmt, kann nicht besser die emotionale Beschaffenheit der Staffelpremiere beschreiben werden. Es handelt sich um eine Reflexion über die vergangenen sieben Monate, darüber was die Figuren gemacht haben und wie sie eigentlich einander und das Team als Ganzes vermissen. Die Reflexion und das Zusammenfinden aller Teammitglieder sorgen für mehrere „den Tränen nah“-Momente, die im Grunde die Fälle der Woche um das tote und das vermisste Kind komplett in den Hintergrund verdrängen.

Dazu kommen noch die Nachrichten, dass Angela (Michaela Conlin) schwanger ist, was nur wir, Bones und Hodgins (TJ Thyne) wissen, und Booth in eine blonde Journalistin verliebt ist. Move on – das ist Booths Satz der Episode, den er auch Sweets (mit Hut, so etwas wie Bart, Klavier spielend) bezüglich Daisy (Carla Gallo) gibt. Daisy kommt mit Bones zurück aus Indonesien und will die Bezeihung mit Sweets wieder aufnehmen. Ob er bereit dafür ist? Die Szene vor dem Fahrstuhl bietet eine tiefe Einsicht. Bones scheint am Anfang nicht bereit zu sein, das Team neu zu gründen, aber Caroline sagt zu ihr:  We had a good thing going, bevor Bones aus Egoismus das Tuch warf.

Aus Egoismus, aus emotionalen Gründen, mit welchen sie nicht umgehen konnte? Vielleicht ein bisschen von allem. Aber Szene für Szene, sieht sie welche emotionalen, aber auch finanziellen Schläge mit der Teamauflösung anderen verpasst wurden. Wendell (Michael Grant Terry), der als Mechaniker sein Geld verdienen muss, ist das beste Beispiel dafür. Durch Booths Versprechen gegenüber Parker nicht mehr wegzugehen und die Neuigkeit über Angela und Hodgins verstärken die Autoren auch die Bedürfnis nach Zusammenhalt, nach Familie für alle Beteiligten.

Diese Episode ist eine Art Liebeserklärung der Bones-Autoren an die Gruppen- und Familiendynamiken, die über mehrere Staffeln entstanden sind. Dafür ist das Ende, als sie das Jeffersonian wieder betreten, und in der Halle ein Riesenmammut finden, eine metaphorische Frage danach wie es weiter geht. Wird Bones’ und Booths romantische Zuneigung der berüchtigte „Elephant in the Room“ bleiben?

Homeland: In Memoriam (2×11)

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Genauso wie in der letzten Episode Waldens Tod zu einer der besten Szenen führte, ist Abu Nazirs Abschied von der Serie eine Art Auslöser für eine Reihe an hervorragenden Momenten. Schon im letzten Review habe ich darüber gesprochen, wie Homeland es gar nicht nötig hat, klassische Action-Klischees zu bedienen. Aber die Autoren wollten anscheinend Abu Nazir zu einer Art Monster aus dem Dunklen machen und vermischten Horror- und Action-Dramaturgie der einfachsten Sorte zu einem misslungenen ersten Teil der Episode.

Sobald Abu Nazir getötet wurde, ging es bergauf. Das nimmt nicht Wunder, denn der ganze Plot um Walden und Abu Nazir diente nur als Mittel zum Zweck, um emotionalen Druck auf alle Beteiligten auszuüben. Im zweiten Teil der Episode werden wir Zeugen der Erleichterung. Obwohl Erleichterung ist es nicht wirklich, sondern Entspannung, die bei manchen für klaren Kopf sorgt und bei anderen zu einer Konfrontation mit ihrer ausweglosen Situation führt.

Als Brody die Nachricht über Abu Nazirs Tod bekommt, kommen ihm die Tränen, Tränen der Erleichterung, Tränen der Trauer. All das geschieht im Stillen, ohne große Worte und ohne große Gesten. genauso wie die lange Szene mit Brody und Jessica in dem Auto. Beide reden zum ersten Mal ruhig und entspannt miteinander. Vor allem Jessica hat er nicht mehr nötig zu kämpfen und Wahrheiten zu wissen, die sie eigentlich nicht wissen will. Der Augenblick, als er ansetzt, um ihr alles zu gestehen, ist eine sehr schöne Inszenierung von Jessicas Position. Sie will und muss es nicht wissen. Es betrifft sie nicht mehr. “You must really love her” sagt sie und macht Brody damit klar, dass Carrie die einzige ist, deren Job darin besteht, über Brody zu wissen. Liebt er Carrie wirklich so sehr, wie sie ihn liebt? Brody wurde permanent nach allen Seiten hin gezogen und ihm wurde gesagt, was er zu tun hat. Jetzt sind Abu Nazir und Walden nicht mehr da. Problem gelöst? Eigentlich kann man Brodys Problem nicht lösen.

Er bleibt gefangen, gefangen in seiner Vergangenheit. Er kann sie nicht wirklich bewältigen und ohne sie zu bewältigen kann er eigentlich nicht weiter machen. Bleibt ihm nur den einen Ausweg? Wird Quinn den Abzug drücken? Wenn es nach Estes geht, muss man komplett aufräumen. Angefangen vielleicht mit Saul.

Aber Saul ist eine harte Nuss bzw. die Schale ist hart, um den weichen Kern zu schützen. Die Szene mit dem Lügendetektor arbeitet im Grunde nur auf diesen einen Augenblick hin, als die Frage danach kommt, ob Saul Aileen die Waffe für ihren Selbstmord bereit stellte? Sauls Gesichtsausdruck spricht Bände. Er spricht vor allem darüber, was Homeland ausmacht, nämlich solche Momente zu kreieren. Hat Saul Aileen die Waffe gegeben? Ja. Aber als Waffe? Nein. Ja. Vielleicht. Homeland schafft es jede einzelne Figur zu einem Punkt zu führen, an dem sie anfängt zu zerbrechen… Genau dort finden sie zueinander, wie Carrie und Brody und versuchen das “Gebrochensein” miteinander zu teilen.

Homeland: Broken Hearts (2×10)

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Mit Sicherheit hat diese Episode die Herzen derjenigen Zuschauer gebrochen, die die Handlung vor der Emotion bevorzugen. Obwohl ich im Review zur letzten Episode geschrieben habe, dass ich meistens nicht nach Plausibilität in Plotdetails suchen mag, ist die zehnte Episode voller überraschender Plot-Ereignisse im negativen Sinne.

Wenn man eine Action-Serie (wie “24″) schauen würde, in der die Protagonistin den Ober-Bösewicht mit einem Stück Rohr angreifen will, dann ist alles ok. Aber in Homeland? Homeland ist selbst daran schuld, bei den Zuschauern für hoch gezogene Augenbrauen zu sorgen, denn die Showtime-Serie hat uns die ganze Zeit von ihrer Art die Probleme anders anzugehen überzeugt. An zwei hervorragenden Szenen kann man sehen, was Homeland ausmacht.

Die erste ist das Treffen zwischen Saul und dem (nicht wirklich) ehemaligen Agenten Dar Adal. Adal wirft Saul vor, dass er zu sensibel und zu emotional für das Spiel ist. Saul glaubt an das Gute in dem Menschen und das macht ihn in Adals Augen verletzlich. Dabei geht es um Brody und um die Anweisungen an Quinn, ihn zu beseitigen.

Auch wenn keiner es wirklich ausspricht, ist für Saul alles klar und er konfrontiert Estes auf vehemente Art und Weise. Im Grunde lässt ihm Saul keine Wahl und findet sich schnell in einer Zelle wieder. So kann er nicht Carrie zur Hilfe eilen, die nach einem Autocrash von Abu Nazir entführt und gefangen gehalten wird. So kommen wir zur zweiten angesprochenen Szene, in der Carrie und Abu Nazir ein Wortgefecht über die Richtigkeit ihrer Handlungen und Motiven führen, nur um festzustellen, dass sie sich im gewissen Sinnen ziemlich ähnlich sind.

Abu Nazir lässt Brody entscheiden: Entweder stirbt Carrie oder Walden. Vielleicht erscheint Abu Nazirs Rache an Walden “zu persönlich”, aber das Persönliche ist eben, worum es hier geht. Das Töten aus der Distanz via Herzschrittmacher, so sehr es als Masterplan nicht plausibel erscheinen mag, ist auf emotional-persönlicher Ebene nur zu logisch. Abu Nazirs Sohn wurde auch aus der Distanz via Technik getötet. Unpersönlich.

Interessanterweise macht ausgerechnet Brodys Präsenz den Unterschied. Er ist bei Walden als dieser stirbt. Brody drückt ihn nach unten, damit Walden das Telefon nicht erreicht kann. Wir sehen Brody in diesem Augenblick emotional “nackt”. Er macht es persönlich! Brody teilt Walden mit, wie er wirklich fühlt und worum es hier geht.

Diese Szene ist so wichtig, denn sie drückt alles auf einmal aus: Die Wut, die Zerrissenheit, die Verzweiflung und … die triumphale Genugtuung. Es ist der einzige Sieg, der Brody in dieser Staffel gegönnt wird und gleichzeitig seine größte Niederlage.

Auch wenn Homeland manchmal übertriebene oder in den Augen vieler Zuschauer nicht plausible Ereignisse bietet, macht es die Showtime-Serie vor allem, um uns zu zeigen, wie die Figuren damit umgehen, wie sie in einem Wechselbad der Gefühle zu ertrinken drohen. Weit und breit ist kein Rettungsring zu sehen…

Homeland: Two Hats (2×09)

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Viele Zuschauer haben sich die Frage gestellt, wie es wohl Abu Nazir gelungen ist, amerikanischen Boden zu betreten? Die Frage ist: Das ist absolut irrelevant. Homeland ist keine Dokumentation über Terroristen, sondern eine fiktionale Erzählung. Andererseits – im “normalen” Leben sind schon Sachen geschehen, die sich ein Autor nie getraut hätte, als fiktionale Ereignisse niederzuschreiben, weil niemand es glauben würde. Der Logik zu folgen ist natürlich wichtig, aber man muss der Logik der Serie selbst folgen. Homeland hat uns erzählt, dass Abu Nazirs Organisation viel mächtiger ist, als ähnliche Organisationen im “realen” Leben. Aus diesem Grund braucht man keine Zeit vergeuden, um sich nach Abu Nazirs Ankunft Gedanken zu machen. Die Auswirkungen dieses Ankunft sind wichtig und die Frage, die sie aufwirft: Wie viel kann man über einen Menschen wissen, wenn man ihn auf Schritt und Tritt beobachtet? Alles?

Was ist, wenn er eine Rolle spielt? Und wenn diese Rolle ein Teil von ihm selbst ist? Erkennt man dann “das Spielen”? Wir als Zuschauer sehen auch Homeland Episode für Episode und versuchen herauszufinden, was das “Endgame” ist? Wissen wir alles über die Figuren und ihre Rollen? Nicht wirklich. Jeder ist ein Terrorist, bis das Gegenteil bewiesen ist. Das Thema der Überwachung beschäftigt die Menschheit seit langer Zeit, aber man stellt selten die Frage nach der Überwachung als Norm und nicht als Ausnahmesituation. Damit ist die Gesellschaft gemeint, in der Aufnahme und Übermittlung von bewegten Bildern Alltag ist, normal ist. Die Menschen sind sich ständiger Überwachung bewusst. Um zu Homeland zurückzukehren: Wenn Menschen damit rechnen, beobachtet und überwacht zu werden, verraten sie dann ihre wahren Ziele? Natürlich nicht.

Damit sind wir wieder an dem Punkt angelangt, mit dem Homeland so gern arbeitet: Paranoia. Verhandlungsexperten sagen, dass er unnötig ist mit einem paranoiden Menschen Freundschaft schließen zu wollen. Solche Menschen erwarten nie Gutes und versuchen immer herauszufinden, wie das Gegenüber sie über den Tisch ziehen will. Wenn eine Sportmannschaft vor dem Spiel im Stadion einen Kreis bildet, damit die Spieler sich gegenseitig anfeuern, ist der paranoide Mensch im Publikum derjenige, der denkt – die Sportler bilden einen Kreis, um über ihn heimlich zu reden.

Saul, Carrie, Quinn und Estes reden über Brodys Geschichte mit Abu Nazir, aber sie können sich trotz Carries Behauptungen nie wirklich sicher sein, was in Brody vorgeht und was wirklich war. Wir als Zuschauer glauben es zu wissen, aber haben wir nicht auch nur Ausschnitte gesehen?
Darin besteht die Arbeit von Saul und Carrie, nämlich solche einzelne Teile des Puzzels zusammenzustellen, so dass sie einen Sinn ergeben. Hier führt das Puzzeln zur Verhaftung von Roya und ihren Komplizen, aber Abu Nazir bleibt da draußen.

Roya gehörte im Prinzip zu der Reihe an Fragezeichen, was ihre Rolle im ganzen Spiel betrifft. Wie es aussieht, haben sich die Autoren doch dazu entschieden, keine Wendungen und Drehungen für Roya zu benutzen, bis vielleicht auf den kleinen Augenblick der Täuschung während des Verhörs.

Das andere große Fragezeichen ist Quinn gewesen. Und auch in diesem Fall bekommt man Klarheit. Quinn ist ein Profi-Killer, der Brody ausschalten muss, nachdem dieser nicht mehr gebraucht wird. Diese Tatsache bringt mehrere Probleme mit sich, wenn Saul mit Carrie seine Erkenntnisse teilen würde oder sie es von allein herausfindet. Der Versuch ihn umzubringen, könnte Brody wiederum zurück in die Arme von Abu Nazir schicken. Aber will er ihn wirklich zurück oder braucht er ihn nur für seinen Plan? Egal welche Entscheidung Brody trifft, ist er nicht einmal in Carries Armen sicher… Aber, um wieder zu den Anmerkungen vom Anfang des Reviews zurückzukehren, wir wissen nicht wirklich, was passieren wird, obwohl wir aufmerksam betrachten. Dazu lädt uns letztendlich Homeland ein, zu beobachten – Brody, Carrie, Saul, David, Quinn – in dem Versuch herausfinden, was in ihnen vorgeht…

Supernatural: The Born-Again Identity (7×17)

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Es ist soweit: Cas ist wieder da! Die Supernatural-Fans dürften weltweit gejubelt haben, denn Castiel wurde schmerzlich vermisst. Ich muss gestehen, dass die Kombination aus Castiel und  Luzifer diese Episode absolut sehenswert gemacht hat. Castiels Schusseligkeit und Luzifers zynische Bemerkungen wissen zu amüsieren. Aber wenn man die Episode aus einem ernsten Blickwinkel betrachtet, werden in ihr die Winchester-Brüder endgültig von der Vergangenheit eingeholt. Nicht nur Luzifers Präsenz, sondern auch Megs und Castiels (und vielleicht Bobbys?) zwingen sowohl Dean als auch Sam dazu, sich mit Gefühlen auseinanderzusetzen, die sie hinter sich lassen wollten, aber nie konnten.

Ich werde nicht so weit gehen zu sagen, dass jeder der Brüder die Episode im Grunde mit seinem jeweils “besten” Freund verbringt, obwohl ich mich versucht fühle. Sagen wir: Luzifer ist nicht als der Teufel Sams Freund, sondern da er nur in Sams Kopf ist, begegnet Sam sich selbst als seinem einzigem Freund. Zwar wird Dean immer Sams großer Bruder und Freund bleiben – aber wenn man es genau bedenkt, teilt Sam mit niemandem das, was Dean mit Castiel teilte. Wie ein Kritiker von AV-Club sehr zutreffend anmerkte, ist die Tatsache sehr interessant, dass Sam Luzifer in ähnlicher Bekleidung imaginiert, wie er selbst und sein Bruder sie tragen. Natürlich sieht er Luzifer so, wie man ihn das letzte Mal in menschlicher Gestalt sah. Trotzdem kreiert das eine gewisse Nähe, die von Luzifers zynischer “Zuwendung” ins Extreme getrieben wird. Man könnte fragen: Bestraft Sam sich selbst? Besteht seine Art des Umgangs mit der Vergangenheit darin, aufzugeben, bis zum Tod dahinzuvegetieren – im Kontrast zu Deans gelegentlichen selbstmörderischen Aktionen? Die Ausgangsposition ist die gleiche: Beide haben nichts zu verlieren. Wir haben keine Freunde, sagt Dean zu Sam. Vielleicht doch?

Ich muss gestehen, dass ich schon beinahe melancholisch werde, wenn Dämonen auftauchen. Und in dieser Episode gibt es etliche davon, die nach einem Mann mit Heilkräften suchen. Auf den wird auch Dean hingewiesen: Er sei die einzige Hoffnung für Sam, der in der Psychiatrie sitzt und langsam, aber sicher seiner Schlaflosigkeit zu erliegen droht. Woher bekommt Dean den Hinweis? Aus dem Heft mit den Telefonnummern, das plötzlich vom Tisch auf den Boden fällt. Bobby? Das bleibt vorerst unserer Vorstellungskraft überlassen.

Dean sucht also den mysteriösen Heiler Emanuel und findet… Castiel, der sich an nichts mehr erinnert. Die Szenen zwischen Dean und Cas hatten es in sich – und auch die zwischen Dean und Meg, die mit den Winchesters gemeinsame Sache gegen den Teufel und die Welt machen will. Nachdem Castiel seine Erinnerungen wiedererlangt hat, wiegt die Schwere der Schuld fast vernichtend – genauso wie bei Dean und Sam. Castiel beschließt, sich zu opfern und den Teufel der Schuld in sich selbst einzulassen: Er nimmt Luzifer aus Sams Kopf heraus – und damit die Qual. Die Winchester-Brüder müssen ihren einzigen Freund zurücklassen (in Megs Händen!), um weitermachen zu können. Aber wie und gegen wen? Wenn man mich fragt: Nach dieser Episode wüsste ich nicht zu sagen, wohin sich Supernatural mit den letzten Episoden dieser Staffel bewegt. Und das ist gut, oder?