Firefly: Heart of Gold (1×13)

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Bühne frei für die glorreichen Sieben. Heart of Gold ist eine Western-Episode, auch wenn Laserpistolen zum Einsatz kommen. Und der Titel der Episode ist nicht nur der Name des Bordells, um das sich die Handlung dreht, sondern bezieht sich auf mehrere Herzen: auf Mals, Inaras und Nandys. Nandy (Melinda Clarke) ist die Besitzerin des Bordells. Melinda Clarke wurde interessanterweise um die Zeit (der Firefly-Produktion) durch eine ähnliche Rolle berühmt, nämliche die der Domina Lady Heather in CSI, wo sie dem CSI-Chefermittler Gil Grissom,CSI (William Petersen) den Kopf verdrehte.

Hier schafft sie es, Mal den Kopf zu verdrehen – als nämlich die Serenity-Crew ihrem Hilferuf folgt und die unabhängig arbeitenden Prostituierten – sie gehören nicht der Gilde an – vor dem chauvinistischen Landlord verteidigt. Interessanterweise entscheidet sich Mal, nicht des Geldes, sondern Inaras wegen zu helfen, da Nandy eine alte Freundin von Inara ist und selbst Companion war.

Heart of Gold ist in ihrem Herzen eine weitere Episode über die Beziehung von Mal und Inara, die eigentlich keine ist und werden will. Übrigens dürfen wir Morena Baccarin mit lockigen Haaren bewundern, da Heart of Gold vor The Message gedreht wurde. Weitere kleine feine Details, die uns auffallen: Mal gibt allen die Anweisung, nicht auf die Pferde zu schießen – wohingegen im Piloten er derjenige war, der auf die Pferde schoss. Außerdem trägt er dieselben Klamotten, mit welchen er in Shinding zum Ball ging. Vermutlich kein Zufall – denn das sind die Episoden, wo der Cowboy die Ehre der Dame verteidigt (bzw. der Prostituierten). Was wiederum Jayne in die Euphorie treibt:
Jayne: „Don’t know these folks. Don’t much care to.
Mal: „They’re whores.
Jayne: „I’m in.

Und tatsächlich: mit Herz, Händen und Waffen ist Jayne dabei. (Und muss nicht mal in his bunk zwischendurch…) Mal wiederum kommt, glaube ich, erstmals in dieser Episode der Gedanke, dass Inara auch ein Herz für ihn hat.

Dafür ist der Landlord herzlos, was Frauen betrifft: „Let us remember right here and right now, what a woman is to a man!“ Wie man es von Joss Whedon kennt, bleiben solche Aussagen in The Verse nicht unbestraft. Als der patriarchale Leader Burgess, dessen Kind die Prostituierte Petaline mit Simons Hilfe zur Welt bringt, Heart of Gold angreift, eskalieren die Ereignisse. Obwohl – was die Gefühle betrifft, eskalierte alles bereits in der Nacht davor, als Nandy Mal verführte und mit ihm schlief: „Well, lady, I must say you’re my kind of stupid.“ Beide passen in gewissem Sinne tatsächlich zusammen, denn sie lieben und verteidigen das, was sie haben – ihre Häuser und Familien, Serenity und Heart of Gold. Inara findet heraus, was passiert ist… und bricht in einem einsamen Moment in ihrem Zimmer unter Tränen zusammen.

Großartige Leistung von Nathan Fillion in der letzten Szene, als Inara ihm mitteilt, dass sie gehen wird. Sein Gesichtsausdruck spricht, wie man es so schön sagt, Bände. Dasselbe gilt für zwei weitere Szenen, die ich zum Abschluss erwähnen möchte: Die Aufnahmen von der Serenity-Crew mit einem langsamen Schwenk von links nach rechts: The Magnificent Eight marschieren Richtung Heart of Gold… und das Gespräch zwischen Zoe und Wash, aus dem wir erfahren, dass Wash derjenige ist, der keine Kinder haben möchte.

Aber – und das gilt für vieles hier: wenn man/frau zu lange wartet, kann es zu spät werden …

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