Fringe: August (2×08)

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Fringes Sci-Fi-Mix wurde gestern Abend eine weitere Komponente hinzugefügt, die man so nicht kommen sah: Eine Liebesgeschichte! Schon die Eröffnungssequenz glänzte mit ungewöhnlichen Bildern. Und damit ist nicht die Anwesenheit des Observers im Bild gemeint, sondern sein Eingreifen in die Geschehnisse.

Wie wir aus dem bisherigen Verlauf der Geschichte wissen, ist der Observer in der Rolle des neutralen Beobachters da. Oh, ich hab das falsch ausgedrückt: Nicht der Observer, sondern ein Observer. Es gibt davon mehrere! In den ersten Sekunden dachte ich, wie schlecht man das Make-Up von unserem und Walters (John Noble) alten Bekannten hinbekommen hat, aber tatsächlich war dieser Observer nicht der Observer, den wir bisher beobachtet haben, und der in Peters (Joshua Jackson) zwischendimensionalen Transfer involviert war.

Also doch nicht das erste Mal, dass ein Observer sich einmischt. Der neue Observer (namens August, wie wir erfahren – interessant, ob die restlichen Observer auch ihre Namen den Kalendermonaten verdanken?) entführt ein Mädchen. Dabei benutzt er nicht nur seine Waffe, sondern wir sehen, dass er Kugeln einfach mit der bloßen Hand fangen kann! Seit den Zeiten der „Matrix“ wissen wir, dass Kugeln nicht so schnell sind, wie wir denken und dass Zeit ein problematischer Begriff ist.

O.k. hier kommt es: Die Observer machen nicht wirklich Zeitreisen, sondern sie beobachten die Zeit selbst! Mindestens ist das die Theorie des Massive Dynamics Wissenschaftlers, der, wie sich im Laufe von Olivias (Anna Torv) Untersuchung erweist, schon seit Langem an der Observer-Geschichte arbeitet.

Interessant, dass trotz großer angeblicher Hilfsbereitschaft, Nina Sharp nie von alleine zu Olivias Team kommt und ihre Erkenntnisse anbietet. Sie antwortet, nur wenn man sie fragt. Keine schlechte Idee die teilnehmenden Parteien differenzierter zu gestalten, Mr. Abrams!

Also zusammengefasst: Die Observer sind auch auf jahrhundertealten Gemälden zu sehen, immer wenn ein (welt-)bewegendes Ereignis eintrat, wie The Boston Massacre, Marie Antoinettes Hinrichtung, der Mord an Franz Ferdinand etc. Das Problem ist, dass im Vergleich zu diesen vereinzelten Auftritten, sie alleine in den letzten drei Monaten 26 Mal gesichtet wurden (und Fringe befindet sich gerade in der achtundzwanzigsten Episode, Zufall?). Wegen Augusts, für einen Observer irrationaler, Handlung bekommen wir die „Observer-Crew“ zu sehen, die gemütlich in einem indischen (?) Restaurant sitzend, darüber berät, wie der angerichtete Schaden zu reparieren sei. Denn Christine, das entführte Mädchen, sollte an Bord eines Flugzeugs sein, das später verunglückte – wobei alle Passagiere starben.

Also August rettete das Leben der jungen Dame. Oh, die Observer verpflichten einen Auftragsmörder, Donald. Nach seinen Handlungen zu urteilen, ist es nicht das erste Mal, dass er von diesen Kunden aufgesucht wird! Das hat mich übrigens etwas gewundert – Wie oft haben dann Observer doch in Ereignisse eingegriffen? Sind sie menschlich? Und mit dieser Frage kommen wir zum zentralen Punkt dieser Episode, der Liebe. Es erweist sich, dass August auch dabei war als vor Jahren Christines Eltern bei einem Erdbeben starben und seitdem begleitet er die junge Frau, da er das Gefühl hat, sie sei „special“.

Warum genau, kann er erstmals nicht erklären. Von dem Observer-Gespräch im Restaurant erfahren wir, dass Walter und Peter „special“ sind, und deswegen ihnen damals geholfen wurde (als Walter den Wagen in einen eiskaltes Gewässer fuhr und Peter zu ertrinken drohte). Heißt das, in dem zwischendimensionalen Krieg haben die Observer eine Seite gewählt? August sucht nach Hilfe bei Walter, um Christine vor Donald zu bewahren, da Seinesgleichen ihm nicht glauben, sie sei wirklich „special“. Walters Rat: „MAKE her special.“

August befolgt Walters Rat auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Er lässt sich mehr oder weniger von Donald erschießen (den Peter mit der Waffe des Observers anschließend erledigt, um Olivias Leben zu retten). Als Walters-Observer ihn mit dem Auto abholt, erzählt ihm August, dass Christine deswegen „special“ war, weil er Gefühle für sie hatte. Dann stirbt er und Walters-Observer bestätigt, Christine sei jetzt besonders, weil sie indirekt für den Tod eines Observers verantwortlich ist. Unerwartete, aber schöne Wendung. Kann sein, dass viele Fans hier mehr erwartet haben, mehr Mythologie, aber der Verlauf passte zur Episode und vielleicht war doch wichtig für die Fringe-Mythologie?

Am Ende beobachten wir wie Olivia mit ihrer Nichte Achterbahn fährt. Beide sind glücklich und lachen. Ich wollte bei der Szene auch lachen, aber das Lachen ist mir schnell vergangen, als ich feststellte, dass wir Zuschauer nicht die einzigen sind, die Olivia beobachten. Der Chef-Observer und Walters Observer (ich nenn sie mal so, zur Unterscheidung) sind auch da. Chef-Observer: „Look how happy she is. It’s a shame things are about to get so hard for her.“

Schon wieder mehr Fragen als Antworten, aber trotzdem schöne Episode: Die Ruhe vor dem Sturm! Was denkt ihr, wissen wirklich jetzt mehr über den Stand der Dinge und die Beschaffenheit der Observer?

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