Fringe: Jacksonville (2×15)

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In einem der mittlerweile berüchtigten Fringe-Horror-Teaser sehen wir, wie ein Officegebäude in Manhattan von einem Erdbeben erschüttert wird; zwischen den Ruinen erwacht ein Office-Mitarbeiter (Ted Pratchett) mit mehr Körperteilen als gewöhnlich. Außerdem ist seine Schulter Teil einer Trägersäule des Gebäudes, und aus seinem Bauch ist … ein Kopf gewachsen! Sein eigener! Als das Fringe-Team eintrifft, braucht Walter (John Noble) nicht lange, um das Kernproblem zu benennen: Dank Thomas Newtons (Sebastian Roche) Versuchen, die „Tür“ zu öffnen, ist besagtes Gebäude samt Inhalt aus dem anderen Universum eingetroffen und mit „unserem“ kollidiert – oder besser gesagt: ineinander geschmolzen.

Walter erklärt uns die physikalische Beschaffenheit von Paralleluniversen: Wenn ein Gegenstand auf „die andere Seite“ bewegt wird, muss ein ähnlicher von drüben ihn ersetzen, um die Balance wiederherzustellen. Für das Fringe-Team bedeutet das, dass sie es identifizieren und evakuieren müssen. Frage: wie macht man das?

Hier kommt Olivia (Anna Torv) ins Spiel. Denn Walters Worten zufolge (und auch Bells, oder „Bellies“, wie ihn Walter nennt) war sie das einzige Kind, das Objekte von der anderen Seite identifizieren konnte: sie sah sie schimmern („glimmer“). Das Fringe-Team fährt zu Bells (Leonard Nimoy) und Walters altem Experimentiernest in Jacksonville, um Olivias Fähigkeiten zu reaktivieren.

Es folgt eine von Olivias Reisen ins Unbewusste, wo sie in einem Wald auf sich selbst als kleines Mädchen trifft. Aber Anderes als Abscheu und Vorwurf gegenüber Walter und seinen damaligen Experimenten an den Kindern fördert diese Reise nicht zu Tage. Walter findet heraus, dass Olivia einfach keine Angst mehr hat beziehungsweise haben will: Ihre damalige Angst hat sie in Wut verwandelt, und dies ist die Ursache dafür, dass sie zu ihren Fähigkeit keinen Zugang mehr findet. Nachdem wir Charakterdrama-artiges in den letzten Episoden fast nur zwischen Peter (Joshua Jackson) und Walter erlebt haben, gehören die starken Momente in Jacksonville Olivia und Walter.

Doch auch die Fans, die sich schon seit der ersten Staffel nach einer Annäherung zwischen Peter und Olivia sehnen, bekommen hier ihren kleinen Moment: Als Olivia das Gebäude nicht identifizieren kann und der Behördenapparat mit all seinen „herkömmlichen“ Suchmöglichkeiten auch zu scheitern scheint, fühlt sie sich schuldig. Sie sagt zu Peter, sie hätte versagt. Als er tröstend ihre Wange streichelt, kommt es fast zu einem Kuss, aber – und: natürlich – in dem Moment realisiert sie, dass die Angst und das „kleine Mädchen“ in ihr wieder da sind.

Anschließend schafft sie es, die Menschen zu retten, bevor das Gebäude nach „Drüben“ verschwindet. Die Episode endet mit Peter und Olivia, die etwas trinken gehen wollen. Und… man sah es schon die ganze letzte Viertelstunde (wenn nicht schon früher) kommen: Olivia sieht Peter schimmern – er ist von „drüben“! Walter: „Please don’t tell him.“

Was wird Olivia tun? Werden die Dreiecksbeziehungen unseres Trios weiterhin auf Lügen basieren? Außerdem frage ich mich: Gelten die physikalischen Gesetze der Paralleluniversen so, wie sie Walter erklärt hat, auch für Personen? Was ist dann passiert, als Walter Peter holte?

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One response »

  1. Ich schaue gerade die komplette Serie nochmal und lese dazu nach jeder Folge deinen Blog!:)
    Also das mit dem Gleichgewicht bezieht sich glaube ich nicht auf Menschen, da das Hotel ja evakuiert wurde und somit ja demnach theoretisch das Gleichgewicht noch nicht wieder hergestellt wurde, wenn kein Mensch zu Schaden gekommen ist.

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