Fringe: Momentum Deferred (2×04)

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Die Glocken klingelten in dieser Episode für alle: Für Olivia (sie erinnerte sich), für Walter (in Herzensangelegenheiten) und für Charlie Francis (endgültiger Abschied).

Broyles (Lance Reddick): „Why are shape shifting soldiers from another universe stealing frozen heads?“ Sehr gute Frage, die prompt eine genauso gute Antwort erhält: Sie wollen einen bestimmten Kopf, der in William Bells (Leonard Nimoy) Worten den Schlüssel zum „last great storm“ enthält. Bell zu Olivia (Anna Torv): „this side has designed the First Wave“ (auch Filmzitat!), eine Serie von Hybriden, die teils menschlich, teils Maschinen sind und die Reise zwischen den Welten überstehen können. Was lässt er Olivia (oder Livi, wie er sie nennt) noch wissen? Sie sei die stärkste von allen gewesen, die Auserwählte. Nun: da könnte sie sich Rat bei Jennifer Garner (Alias) holen. Ich finde es schön, wenn Frauen auch die Auserwählten sein dürfen!

Mit der Bitte, Peter (Joshua Jackson) den griechischen Satz mitzuteilen, und den Worten „Physics is a bitch!“ schickt Bell Olivia zurück.

Ja, William Bell (Leonard Nimoy) ist endlich wieder da: Bell is there to ring a bell. Sehr geschickt handhabt Fringe seine Möbiusschleifen-Erzählung – ganz egal, ob Experimente und Wissenschaft so möglich sind oder nicht. Oft sind es die kleinen Details, die Großes bewirken. Denn natürlich sind Bells Name – das englische Wort für Glocke, bell – und das Erscheinen dieser Glocke in beiden Parallelwelten alles andere als Zufall: Beide, Bell und Bishop, greifen so in den Parallelwelten zu derselben Glocke. Und noch etwas Schönes aus dem Fringe-Universum: die Unterhaltung zwischen Peter und Olivia – über die „Invasion of the Body Snatcher“-Filme (im 1978er-Film spielte Leonard Nimoy mit!) und Peters Kindheitsangst, im Schlaf ersetzt zu werden, ausgetauscht, was technisch gesehen ja auch geschehen ist. Beeindruckend!

Bell erklärt uns, worum es im Ganzen geht – aber können wir seiner Geschichte trauen? Auf Olivias Aufforderung, die Wahrheit zu sagen, antwortet er jedenfalls nur: „The truth will come out!“ Was denn noch, Mr. Bell?

Sehr kopflastige Episode! Und das meine ich … natürlich zweideutig, denn Momentum Deferred sparte nicht mit erschütternden Aufnahmen menschlicher Köpfe – man denke nur an die allerletzte, die uns Zuschauer fast kopflos machte.

Theresa Russells Performance als Rebecca, die Frau, an der Walter und William mit LSD experimentierten, um an ihre Visionen vom Anderen und den Anderen zu kommen, war großartig und diente eher dazu, Walter emotional in Erscheinung treten zu lassen, als einen Formwandler zu identifizieren. Das aber kriegt Massive Dynamics hin: In letzter Sekunde klingeln die Glocken, und Olivia besiegelt Kirk Acevedos Abschied mit ein paar Kugeln.

Warum nun wollen die Anderen die (unsere) Parallelwelt angreifen? „Because of different choices we made?“ – um eine Paraphrase von Bell zu benutzen…

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