Fringe: Northwest Passage (2×21)

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Hört ihr auch in euren Köpfen die halluzinatorische Musik von Angelo Badalamenti? Wer hat Laura Palmer getötet? Oder soll ich besser sagen: Wer hat Krista getötet? Es ist ziemlich eindeutig, dass Northwest Passage eine Hommage an und eine Mischung aus Twin Peaks und The X-Files ist. Der Arbeitstitel von Twin Peaks war ja “Northwest Passage”.

Es ist, abgesehen von den inhaltlichen Referenzen, sehr interessant, dass Fringe sich zwei Meilensteinen der TV-Geschichte widmet, die mehr oder weniger zu ihrer Zeit den Weg für eine Welle an innovativen TV-Produktionen ebneten. Sieht sich Fringe in derselben Tradition? Die FOX-Produktion hat die Zeit zweier Parallelwelten, um das zu beweisen.

Nach Brown Betty und der Darstellung von Walters Gemütszustand ist eigentlich der nächste logische Schritt, uns Peters Zustand vor Augen zu führen. Es kann sein, dass manche Fringe-Fans hungrig auf den Krieg der Welten sind oder die letzten zwei Episoden als eine Art Aufschub oder als so genannte Lückenfüller-Episoden betrachten, aber man darf nicht vergessen, dass hier die Geschichte von zwei Spiegelbildfamilien erzählt wird, die für den kommenden Zusammenprall verantwortlich sind.

Und der verlorene Sohn (buchstäblich) Peter (Joshua Jackson) steht im Zentrum des Ganzen. Die Frage ist, ob sich seine Wichtigkeit nur aus dem Konflikt der zwei Väter ergibt? Mit anderen Worten: Ist er nur das Problem oder auch die Lösung? Vermutlich sind es die Gedanken, die in Peters Kopf herumschwirren auch ähnliche, als er in Noyo County, Washington einen Zwischestop macht und die nette Kellnerin Krista Manning kennenlernt, die ihren guten Kunden immer eine CD mit einer Musikauswahl brennt, damit sie bei der Fahrt nicht einschlafen und gut gelaunt bleiben. Und sieh’ einer an, Peter verabredet sich mit Krista für ein Date. Dazu kommt es aber nicht, weil sie entführt wird.

Und Peter bekommt einen mysteriösen Anruf in seinem Motelzimmer, der uns an die Geräuschkulisse (Interferenzstörungen) aus The Man from the Other Side erinnert. Ja, es ist Newton, den Peter in der Menschenmenge am Tatort erblickt. Apropos, Tatort: An dieser Stelle betreten wir den X-Files-Bereich, denn Peter nimmt an der Untersuchung teil und arbeitet zusammen mit dem lokalen Sheriff Mathis (Martha Plimpton). Sie ist nicht nur ein The X-Files-Fan, sondern wirklich willig Peters unzuverlässigen Erklärungen über seinen FBI-Job Glauben zu schenken.

Währenddessen leidet Walter (John Noble) in Boston immer mehr unter Peters Verschwinden, was zu einem Zusammenbruch im Einkaufsladen führt: „Delicious, strawberry-flavored death!“ Olivia (Anna Torv) und Astrid versuchen Walter in den Griff zu bekommen, aber können eigentlich nur Schadensbegrenzung betreiben. Walter ist außer Rand und Band, während Walter1 oder Walternate (wie die Fans ihn nennen) gelassen und selbstsicher erscheint.

Ja, Peter lernt seinen leiblichen Vater kennen. Nachdem sich überraschenderweise herausstellt, dass der Mord an Krista die Tat eines “einfachen” lokalen Serienmörders ist, ist Peter fast davon überzeugt, dass er selbst Newton halluziniert hat. Aber während er am Ende auf dem Bett liegt und das Lied (von Kristas CD) “Is There A Ghost” von Band Of Horses hört, tauchen plötzlich Newton und The Secretary auf. In diesem Moment musste ich an den Comicbuchausschnitt denken, den Peter auf der Brücke findet:

Joe: „I think my parents want me to stop using instant messages and get back to my homework.“

Mort: „What makes you say that, Joe?“

Joe: „You can’t get there from here!!“

Oh doch:

„Hello, son“, sagt Walternate (aka The Secretary) zu Peter.

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