Fringe: Of Human Action (2×07)

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Zwei Männer haben den Sohn eines führenden Massive Dynamics Wissenschaftlers entführt. Und da sie anscheinend „mind control“ benutzen, pflastern Leichen ihren Weg: Sie zwingen vier Polizisten dazu, sich gegenseitig umzubringen und in einer Drogerie einen Mann sich den heißen Kaffee über den Kopf zu gießen. Das waren heftige Szenen, aber von Fringe erwartet man ja nichts anderes.

Tyler, der entführte Junge, ist nicht so „entführt“ wie es für ganze zwei Sekunden den Anschein hatte. Nach und nach (und ziemlich langsam für den munteren Zuschauer, der relativ schnell Bescheid weiß) kommt die Wahrheit heraus: Taylors Vater Dr. Carlson arbeitet zusammen mit der „Drogendivision“ (nennt sich aber „pharmaceutical divison“) bei Massive Dynamics an einem „mind control“-Projekt und hatte ein paar Pillen (Proben) mit nach Hause genommen.

Der vernachlässigte Sohn, der auch noch herausfindet, dass seine Mutter noch am Leben und nicht wie von seinem Vater behauptet tot ist, beginnt sein eigenes Projekt. Taylor, der angeblich heimlich die Pillen nahm, verwandelt sich in ein Mind Control-Monster.

Nachdem Olivias (Anna Torv) Team beim ersten Versuch (wo man noch komischerweise denkt, der Junge sei das Opfer) die Sache in den Griff zu bekommen, scheitert, kommen wir zum eigentlichen Sinn und dem Zweck der Episode. Peter (Joshua Jackson) wird von Taylor entführt und beide machen sich auf den Weg (Peter hat ja keine Wahl) zu Taylors Mutter. Ja, es geht hier um die Parallelen zwischen den beiden: Sohn erfüllt nicht die hohen Erwartungen des Vaters, Mutter geht weg etc.

Und wir sehen einen traurigen Walter (John Noble), der von dem Gedanken, Peter erneut zu verlieren, absolut paralysiert ist. Aus seinem „eingefrorenen“ Zustand holen ihn Olivia und Nina Sharp heraus, so dass er letztendlich Taylor stoppen kann. Aber nicht bevor es kollaterale Schäden gibt – der kontrollierte Peter schießt Broyles (Lance Reddick) an. Damit sind zwei Premieren in dieser Episode zu feiern: Broyles im Außeneinsatz (Olivia scherzt am Ende darüber) und Walter bei Massive Dynamics. Übrigens liebe ich die Gesprächsinszenierungen innerhalb der Massive Dynamics-Räumlichkeiten. Sie bieten ein unbegrenztes Feld für visuelle Gestaltung einer Szene.

Walters Bewunderung dafür, was sein Kollege Bell (Leonard Nimoy) zustande gebracht hat, ruft gleichzeitig die Gedanken über das eigene „Versagen“ („Ich schätze, William konnte nicht warten!“) auf die Tagesordnung, beruflich und privat. Man könnte sagen, das war eine Episode über Walter und Peter. An sich tolle Sache, aber man muss tiefer graben! Das Ende, als Nina William Bell eine Nachricht schickt, dass das Experiment als Erfolg gewertet werden darf, während wir sehen, wie Dr. Carlson Taylors Leiche (?) zu anderen solchen (anderen Taylors?) befördert, reicht für die Sweeps-Wochen nicht! Bitte mehr Parallelwelten und Parallelerzählungen!

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