Fringe: Peter (2×16)

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Peter, die sehsüchtig von den Fans erwartete Fringe-Episode, ist für mich der Beweis, dass die Serie sozusagen die Kurve gekriegt hat. Was meine ich damit? Peter ist der Punkt, an dem das Fringe-Universum vollständig, begreiflich und um so begeisternd erscheint. Das Konzept der Serie, das zu manchem Zeitpunkt unklar erschien, ist jetzt abgerundet und bietet aufgrund seiner Beschaffenheit unbegrenzte Möglichkeiten, Handlungsstränge zu flechten und Figurengeschichten zu erweitern. Vor allem wenn man ganze zwei Welten als Spielplätze zur Verfügung hat und Zeit als solche eine überwindbare Schranke ist.

Also: Back to the Past. Wie hätte Fringe vor 20 Jahren ausgesehen? Der Vorspann gibt uns die Antwort. Sehr schöne Idee seitens der Autoren entsprechend Walters (John Noble) Erzählung – vor Olivia (Anna Torv) – über die Vergangenheit einen Vorspann der Vergangenheit mit dem passenden Music-Score zu konstruieren. U.S. Army Research Headquarters in Manhattan, ca. 1985. Der junge Walter ist dabei die Technologie des anderen Universums hochrangigen Militärmitgliedern zu präsentieren: Handys, wie wir sie kennen und einen Blick in die Parallelwelt. Durch einen Spiegel, wohlgemerkt. Im Zusammenhang mit den Box-Office-Ergebnissen von „Alice in Wonderland“ scheinen Zuschauer sich nach diesem Blick in eine andere phantastische Welt zu sehnen, nach dem Blick durch den Spiegel, der vielleicht eine bessere Version des Selbsts finden wird?

Aber Faszination und Imagination können nicht nur mit Freude, sondern auch mit Trauer und Gefahr verbunden sein. Freude und Trauer sind die zwei Seiten derselben Münze. Die Münze über die Finger laufen zu lassen, ist das sich wiederholende Motiv in dieser Episode. Es ist nicht nur eine Metapher über das Hin und Her der Gefühle, dass John Noble als Walter Bishop Emmy-reif spielt, sondern gleichzeitig ein Hinweis auf den Unterschied, auf die Verschiedenheit, auf diese minimale Abweichung/Verschiebung, die alles verändern kann und anscheinend alles verändert hat, als Walter Peter-2 holte. Sogar unser Lieblingsobserver muss in das Schicksal eingreifen, weil ausgerechnet er unwillentlich in das Schicksal eingegriffen hat: „The boy is important“ (über Peter). „He has to live.“ Warum?

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