Fringe: Snakehead (2×09)

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Die Fringe-Episode Snakehead lebt nicht so sehr von den Parallelen zu „Alien“, „Invasion of the Body Snatchers“ und den traumatischen Bildern der schlangenartigen Würmer, die aus dem menschlichen Körper ausbrechen, sondern von John Nobles schauspielerischem „Ausbruch“.

Natürlich ist niemandem entgangen, was für einen grandiosen Schauspieler Fringe mit ihm an Bord hat. In den letzten Episoden wurde John Noble jedoch viel zu wenig Raum und Zeit gegeben, seine Fähigkeiten voll auszuschöpfen; seine Figur wurde auf humorvolle Einlagen reduziert. Diesmal aber, während Olivia (Anna Torv) mehr oder weniger in den Hintergrund trat und die Observer und die Parallelwelten eine Pause machten, war das Zusammenspiel zwischen Walter und Peter (Joshua Jackson) sowie zwischen Astrid und Walter das Bewundernswerte innerhalb der Episode, deren unappetitliche Bilder uns die Zucht von überdimensionalen Würmern zeigten. Diese Würmer werden von den Triaden und einem chinesischen Doktor Frankenstein, der mich an den chinesischen Arzt aus Alias erinnert, hergestellt und zu Heilzwecken für teueres Geld verkauft. Dafür werden Dutzende Unwissende als Wirte für den Parasiten geopfert. Sogar Peter bekommt fast einen Wurm zum Abendessen. Glücklicherweise schießt Olivia seit einigen Episoden nicht mehr daneben und beendet Dr. Frankensteins Leben. Das FBI schafft es zwar nicht, den Triaden-Boss Jon Soo zu verhaften, aber dafür ist die süße kleine Tochter von Mai Lyn, der einzigen Überlebenden der ersten „Fracht“, gerettet. Nett.

Apropos nett: Kommen wir zum richtig netten und gleichzeitig wichtigen Teil der Episode. Snakehead handelte im Grunde von der Beziehung zwischen Peter und Walter und Walters Wunsch, wieder ins Leben einzusteigen. Er will nicht länger ein großes, altes Kind sein, sondern selbstständig werden. Für mich war die beste Szene die, in der Walter in Chinatown verloren geht, nachdem er sich von Astrid „befreit“ hat. John Noble schafft es, alle Emotionen, die in solchen Sekunden möglich wären, darzustellen: zuerst Schadenfreude und Vergnügen, dann Angst, Trauer, Selbstmitleid. Die Szenen wirken herzzerreißend, vor allem aufgrund der Tatsache, dass Peters Nummer, an die er sich nicht erinnert, einfach in seiner Tasche steckt. Die nächste rührende Szene erleben wir zwischen Walter und Astrid: Im Labor angekommen realisiert er, dass sie zusammengeschlagen wurde, weil sie ihn in Chinatown begleitete, während er die falschen Sachen bei den falschen Leuten zur Sprache brachte.

Außerdem als positiv anzumerken sind Peters Selbstständigkeit und seine wachsende Wichtigkeit für die Handlung. Wir sehen ihn immer öfter die Aha-Entdeckungen machen und die Initiative ergreifen. Die Autoren halten das Versprechen, das sie Peter Broyles (Lance Reddick) machen ließen: „Sie sollten ab jetzt agieren und nicht reagieren.“

Am Ende der Episode sagt Walter zu Peter, dass er sich als Kompromisslösung für seinen Versuch, die Selbstständigkeit wiederzuerlangen, einen „tracking device“ implantiert hat: „So you can find me.“ Nice, Mr. Noble.

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