Fringe: The Plateau (3×03)

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Roter Vorspann. Wir sind drüben – und hören, was Walternate (John Noble) mit Olivia (Anna Torv) vorhat. Er erzählt Broyles, was wir eigentlich schon wussten: Olivias Fähigkeiten, zwischen Universen hin- und herzureisen, sollen ihm den Sieg im Kampf der Welten sichern. Bis es allerdings soweit ist, kann Olivia ihrem Job bei der Fringe-Division nachgehen. Denn da drüben gibt’s auch einen Fall der Woche – wie in der “normalen” Fringe-Welt.

The Plateau erzählt von Milo (Michael Eklund), einem Mann, an dem Drogenexperimente durchgeführt wurden, um seine Intelligenz zu steigern. Nun: die ist so exorbitant gestiegen, dass er Ereignisse vorhersagen kann. Nein – das stimmt nicht ganz: Milo kann die Zukunft berechnen. Er weiß, an welchem Zeitpunkt er eine Kette von Ereignissen auslösen muss, damit sie mit einem tödlichen Unfall endet. Er berechnet alle Variablen. Ist das möglich?

Alt-Astrid sagt: Nein. Aber die tödlichen Unfälle geschehen weiterhin. Milo lässt diejenigen Wissenschaftler, die an seinem Experiment teilgenommen haben, einen nach dem anderen sterben. Dieser Fall wirkt wie ein Echo der Geschichte um die Cortexiphan-Kinder in Jacksonville. Um alles in Bewegung zu setzen, benutzt Milo einen Kugelschreiber – einen Gegenstand, der drüben sehr selten ist, wie wir erfahren. Dieses kleine Detail gehört zu den Dingen, die Fringe so faszinierend machen, genauso wie die Aufnahme von Olivia, die in den Spiegel schaut, während sie über ihre Schwester spricht. Die Kamera zeigt zwei Paar Augen in der Spiegelung. Es gibt von allem zwei – aber welches ist echt?

Der zweite Charlie (Kirk Acevedo) hegt Zweifel wegen Olivia: „What if it’s not the real her?“ Kirk Acevedos Rückkehr zu Fringe scheint mir auf jeden Fall eine echte Bereicherung. Ob damals, während des großen Theaters um seine Kündigung bei der FOX-Produktion, alle Beteiligten wussten, dass er zurückkehren würde – bis auf die ahnungslosen Fans natürlich? Wie dem auch sei: Olivia und Charlie schaffen es letztendlich, Milo zu stoppen, weil er einen Fehler macht. Mit Olivia als einer Anderen nämlich rechnet er nicht – und nicht mit ihren Emotionen.

Es ist wie in Isaac Asimovs Reihe The Foundation, in der ein Mathematiker die Bewegungen des gesamten Universums vorhersagt: Die menschliche Komponente, das Individuum als Einzelnes mit seinen Emotionen, bildet die störende Variable.

Zum wiederholten Mal “besiegt” bei Fringe die Emotion die Wissenschaft, den Verstand. Kann aber Olivias Unbewusstes sie aus ihrem Alt-Olivia-Traum wecken? In dieser Episode erscheint ihr Peter (und einmal auch Walter) als Vision: er spricht zu ihr, versucht sie wachzurütteln. „You are not real“, sagt sie. „Real is just a matter of perception“, antwortet er.

Kann der Verlust von etwas zum Wiedergewinnen der eigenen Identität führen?

Peter ist für Olivia die Verbindung zu ihr selbst, genauso wie die Pferde-Spielfigur für Milo: eine Repräsentation dessen, was man verloren hat.

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