Terriers: Asunder (1×10)

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Als dritte Episode in Folge trennt Asunder Hank (Donal Logue) und Britt (Michael Raymond-James) hinsichtlich des Falls voneinander und verbindet sie zugleich auf emotionaler Ebene. Allzu weit entfernt voneinander befinden sich die beiden diesmal allerdings nicht: Britt und Katie (Laura Allen) gehen zu Gretchens (Kimberly Quinn) und Jasons (Loren Dean) Hochzeit, während Hank alles Mögliche versucht, um dem Ereignis fern zu bleiben und nach 543 Tagen Trockenheit nicht Trost in einer Whiskey-Flasche zu suchen.

Wirklich nüchtern aber wird Hank, als sich, durch eine für Terriers typische Verkettung von Zufällen, wie aus dem Nichts ein neuer / alter Fall ergibt: Es handelt sich um den zwielichtigen Anwalt Zeitlin (Michael Gaston), der sich im selben Hotel aufhält, wo die Hochzeit stattfindet. Wie ist nun aber Hank dorthin geraten? Er muss Britt aus der Not helfen und ihm ein frisches Hemd bringen, da jemand seines mit Wein begossen hat.

Wein ist das Stichwort dieser Episode, vor allem was Katie und Britt betrifft. Sehr geschickt lassen die Terriers-Autoren die Hochzeit im Hintergrund laufen und stellen sie zu keinem Zeitpunkt ins Zentrum der Ereignisse. Trotzdem hängen die Geschichten der beiden Protagonisten eng mit ihr zusammen. Britt leistet Detektiv-Arbeit bezüglich Katies potentieller Schwangerschaft – und obwohl sie zunächst verneint, verraten sie die Übelkeitsanfälle. Letztendlich bestätigt sie Britt die Schwangerschaft – und als er wissen will, warum sie gelogen hat, flüstert sie ihm etwas ins Ohr. Er rennt verzweifelt hinaus.Diese kleine Szene demonstriert prägnant die Qualität von Terriers: Die Serie benötigt keine großen Reden und mehrminütige Dialogszenen, um ein großes Drama zu entfachen. Zugleich bleibt durch diese kleine Geste (das Flüstern ins Ohr) das Gefühl der Intimität erhalten, das Britts und Katies Beziehung charakterisiert und das Britt kurz zuvor schon angesprochen hat – Katie gegenüber äußert er den Wunsch, bei ihrer Hochzeit auf Aufwand und Übertriebenheit zu verzichten und statt dessen in persönlicher und entspannter Atmosphäre zu feiern.

Natürlich muss sich eine Produktion darauf verlassen können, dass die betreffenden Schauspieler eine solche Szene umsetzen können. Laura Allen und Michael Raymond-James gelingt das großartig. „I never want to see you again“, lauten Britts letzte Worte an Katie.

Während sich dieses Drama abspielt, läuft im Hotel ein anderes Spiel: ein Spiel um Leben und Tod. Denn Zeitlin und Burke (Daren Scott) bedrohen subtil, aber eindeutig die Bloggerin Laura Ross (Alison Elliot), die Zeitlins Immobiliengeschäfte untersucht. Hank kann alles mit Hilfe der drei Nerds abhören und Laura aus der ausweglosen Situation heraushelfen.

Es bleibt die spannende Frage, ob alles auf eine Zusammenarbeit hinaus läuft, um Zeitlin zu überführen. Denn auch die Bösewichte in „Terriers“ sind nur das, was wir alle sind: Menschen, die Fehler machen…

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