Blue Bloods: Review zur Pilotenepisode (1×01)

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Blue Bloods versetzt die Zuschauer auf New Yorks Straßen, wo es viele Verbrechen zu bekämpfen gibt. Aber das ist nicht alles, was die Serie anbietet.

Wenn eine neue Serie an einem Freitag ausgestrahlt wird, denkt man an solche Sachen wie “Unter Ausschluss der Öffentlichkeit” und dass der Sender kein Vertrauen in sein Produkt hat. Aber die Freitagprogrammierung von CBS mit CSI: New York und der neuen Cop-Serie Blue Bloods beweist das Gegenteil.

Also Procedurals über Verbrechensbekämpfung funktionieren doch noch. Natürlich muss man die Zahlen der kommenden Wochen abwarten, aber es scheint so, als würde sich CBS den Freitag sichern. Was zeichnet denn Blue Bloods aus? Die Serie hat eine Top-Besetzung und die als Hauptfiguren Beteiligten spielen Mitglieder derselben Familie. Alle bis auf eine Ausnahme arbeiten bei der New Yorker Polizei. Stichwort New York: Die von Mitchell Burgess und Robin Green kreierte Serie wurde in New York gedreht und nicht nur der Soundtrack mit New York, New York vermittelt die Atmosphäre der Metropole, sondern jedes einzelne Bild.

Regie führte Michael Cuesta (Dexter), der zusammen mit seiner Crew es geschafft hat, den Bildern eine Art stolze Ausstrahlung abzugewinnen. New Yorker Stolz. Der ursprüngliche Showrunner Ken Sanzel (Numb3rs) bevorzugte seinen Stolz zu behalten und verließ die Serie nach Differenzen mit Star Tom Selleck. Dieser wiederum füllt mit der nötigen Größe die Rolle des Polizeichefs Frank Reagan, der in politischen Intrigen verwickelt ist und das eine oder andere Geheimnis hat. Dazu muss er sich mit den Differenzen innerhalb der eigenen Familie tagtäglich schlagen, denn obwohl alle auf derselben Seite arbeiten, sind ihre Herangehensweisen unterschiedlich.

Danny (Donnie Wahlberg), Franks ältester Sohn ist Detectiv, für den der Zweck die Mittel heiligt. Das beweist er eindrucksvoll in der Pilotfolge, als Danny den Kopf von einem Kinderschänder und Mörder ins Klo steckt. So erfährt er den Aufenthaltsort eines entführten Mädchens. Seine Schwester Erin (Bridget Moynahan) ist Assistentin der Staatsanwaltschaft und sieht es nicht gern, wenn ihr Bruder die Regeln biegt, um seine Ziel zu erreichen. Um die Beiden baut die Serie die Diskussion über moralisch-ethische Fragen der Verbrechensbekämpfung. Jamie (Will Estes), der jüngere Bruder kommt frisch aus der Akademie, wie wir in der ersten Szene sehen, und nimmt seinen Job als Streifenpolizist auf.

Die ältere Generation wird durch Henry (Len Cariou), Franks Vater, repräsentiert, dem anscheinend zu seiner Zeit das Mundwerk im Weg stand, um selbst Polizeichef zu werden. Er steht bei den Diskussionen innerhalt der Familie definitiv auf Dannys Seite. Danny ist die Figur im Piloten, mit der wir wegen des Entführungsfalls die meiste Zeit verbringen und Wahlberg überzeugt in der Rolle. Über Danny erfahren wir noch, dass er mit einem Traumata aus seiner Irak-Zeit zu kämpfen hat.

Jamie wird gegen Ende des Piloten von Internal Affairs um Hilfe gebeten: Es handelt sich um Korruption innerhalb der New Yorker Polizei – und der Fall könnte Klarheit über den Mord an seinem und Dannys Bruder schaffen. Aber will Jamie das und wie ist der Rest der Familie in der Sache involviert?

Blue Bloods legt hiermit den Stein für einen handlungsübergreifenden Erzählstrang und liefert insgesamt eine sehr abgerundete Performance, die vermutlich die Zuschauer zum erneuten Einschalten bewegen wird.

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