Eleventh Hour: Review zum Staffelfinale (1×18)

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Jeder, der vergessen hatte, dass die erste Staffel nur 18 Episoden hat, hat mit Sicherheit auch nicht realisiert, dass es am vorletzten Donnerstag das Staffelfinale zu sehen gab. Obwohl die Autoren uns mit „Maeda“ eine etwas untypische Episode lieferten, konnte ich persönlich zu keiner Sekunde erkennen, dass es hier um den Abschluss dieser ersten Season ging. Es gab keine Cliffhanger, keine offenen Fragen, keine Überraschungen für den Zuschauer und auch keine Antworten. Worauf sollte es auch Antworten geben?

Bisher hielt sich die Serie so strikt an den Vorgaben eines absolut reinen Proceduralformats, dass wir als Zuschauer uns fragen müssen – worauf dürfen wir, wenn es dann zweite Staffel gibt, hoffen, worauf sollen wir uns freuen, was sollen wir ungeduldig erwarten? Keine Antwort. Es war wirklich keine gelungen Entscheidung ein Staffelfinale so zu gestalten.

Natürlich war es wichtig die Beziehung zwischen Rachel (Marley Shelton) und Jacob (Rufus Sewell) neu zu etablieren, indem diesmal er ihr das Leben rettete, aber der Rest war einfach eine Geschichte unter anderen. Der einzige Lichtblick an Kreativität war endlich mal die FBI-Chefetage Gestalt annehmen zu lassen.

Kurz zusammengefasst: Jacob fängt auf eigene Faust eine Untersuchung gegen den FBI Deputy Director Ray Wynne an. Nach den Aussagen von Sophia Lyons, die am Anfang der Episode aus Verzweiflung Wynnes Familie in der Anwesenheit von Rachel und Jacob attackiert, war Ray ihr heimlicher Geliebter und Vater ihres Kindes. Nach der Geburt ließ er sie in eine psychiatrische Klinik einweisen und nahm ihr das Kind weg.

Natürlich sagt sie die Wahrheit. Dabei wäre es viel interessanter, wenn am Ende Jacob sich doch getäuscht hätte. Aber, wie schon erwähnt, sind die „Eleventh Hour“-Autoren ziemlich „straight“ in ihrem Job. Also keine Überraschungen: Mit Hilfe von Felix, der seit seiner gelungenen Einführung, als Figur ziemlich vernachlässigt wurde, deckt Jacob die Wahrheit auf, überführt Wynne und rettet Rachel, die von Sophia mit einem Pfeil angeschossen und anschließend gefangen gehalten wurde.Auf Jacobs halbherzigen Vorschlag, dass sie sich überlegen soll den gefährlichen Job als seine Beschützerin hinzuschmeißen, antwortet sie natürlich mit einem klaren „Nein“. Und das war es schon. Schade, von dieser Serie, bei der die Chemie zwischen den Hauptdarstellern vom Anfang an stimmte, hatte ich mir mehr versprochen. Anscheinend haben das auch die CBS-Verantwortlichen, denn im Moment ist die Zukunft der Serie ungewiss. Mitte der Staffel sah es noch gut aus, aber jetzt wird es knapp.

CBS hat ein paar Serien im Programm, die langsam aber sicher den Geist aufgeben und manche davon werden vermutlich abgesetzt, um Plätze frei zu machen. Das Schicksal von „Eleventh Hour“ hängt ziemlich eng mit der Entscheidung zusammen. Die Kandidaten auf der Abschussliste sind „The New Adventures of Old Christine“, „Gary Unmarried“, „The Unit“, „Cold Case“, „Without A Trace“, „Worst Week“, während die Freitag-Serien wie „Flashpoint“, „Ghost Whisperer“, „Numb3rs“ zwar niedrige Zuschauerzahlen aufweisen, aber dafür auch niedrigere Erwartungen zu erfüllen haben und deswegen sich ihrer Verlängerung sicher sein können.

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