Lie to Me: Black and White (2×22)

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Lie to Me verabschiedet sich mit Opfern und mit einer Enthüllung seitens Emily, die Cal Lightman nicht viel Spaß bereitet. 

Vermutlich wurde das Lie to Me-Finale gedreht, bevor man wusste, dass Mekhi Phifers (FBI-Agent Reynolds) Vertrag aufgelöst wird. Denn anders kann man sich die Tatsache nicht erklären, warum Cliffhanger und Spannung in Black & White ausbleiben. Ich meine, die Episode ist nicht schlecht, aber ein Seasonfinale? Die Serie kann es definitiv besser, wie im Verlauf der zweiten Staffel klar unter Beweis gestellt wurde. Vor allem die letzten Episoden ab Mitte der Staffel werden dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben.

Aber nicht dieses Finale, in dem Cal (Tim Roth) persönliche Verluste erfahren und das Erwachsenwerden von Emily verdauen muss. Cal findet die Leiche einer guten Bekannten von ihm, nachdem sie ihm eine Nachricht hinterlässt, dass sie seine Hilfe braucht. Sie ist eine Journalistin, die einen korrupten Politiker zu überführen versucht hat. Dieser Politiker ist gleichzeitig das Ziel einer FBI-Untersuchung und an diesem Punkt kommen sich das FBI und Cal in die Quere.

Cals Freundin sollte einen Mann (gespielt von Breaking Bads Giancarlo Esposito) treffen, der Beweise für den versuchten Auftragsmord an dem größten Gegner des Stadtrates hat. Am Ende erweist es sich, dass ausgerechnet dieser Gegner hinter allem steckt. Es ist trotzdem zu spät, denn im Zuge der Untersuchung wird Reynolds niedergeschossen. Ob er es überleben wird, weiß keiner.

Ich schätze, dass dieses Ereignis der große Knall im Finale werden sollte, aber durch die Ankündigung, Phifer sei in der dritten Staffel nicht mehr dabei, verpufft der Effekt. Denn jetzt interessiert keinen Zuschauer mehr, was mit ihm geschieht. Obwohl die Figur gut ins Team passte, bekam Phifer von den Autoren viel zu selten die Möglichkeit, etwas mehr als nur Mittel zum Zweck zu sein.

Tim Roth liefert wieder eine ausgezeichnete Performance im Finale, vor allem in der Szene, als er im Stil eines Ringrichters die beiden Verdächtigen einander gegenüberstellt. Trotzdem ist seine persönliche Involvierung in den Fall etwas zu kurz geraten, denn sein Kummer über die Journalistin/Freundin setzt eine engere Bindung mit ihr voraus, die er auch Foster gegenüber bestätigt. Aber es kommt für meinen Geschmack zu plötzlich und ist deshalb schwer für den Zuschauer, seine Betroffenheit nachzuvollziehen.

Dasselbe gilt für den Schock mit Emily und ihrem Freund, die Cal zu Hause erwischt. Man versucht zwar ein emotional bewegendes Thema aus der Sache mit dem Verlust der Jungfräulichkeit (laut Emily: zwei Freunde davor!) und Cals Reaktion darauf zu machen, aber wie so Einiges in diesem Finale wirkt es halbherzig.

Letztendlich ist es Kritik auf sehr hohem Niveau und zum Glück dauert es nicht lange, bis wir wissen, wie es mit Lightman & Co. weitergeht.

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