Lie to Me: In the Red (3×01)

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The Lightman Group steckt in Schwierigkeiten, aus welchen sie nur ihr Chef herausholen kann.

Als Ergebnis der Programmänderung bei FOX kommen die Zuschauer in diesem Jahr früher in den Genuss von Lie to Me. Die dritte Staffel sollte so etwas wie Neuanfang werden – und das merkt man. In the Red knüpft nicht an den Cliffhanger vom Finale der zweiten Staffel an, sondern stellt den Zuschauer vor bereits vollendete Tatsachen.

The Lightman Group hat nichts mehr mit dem FBI zu tun und ist auf sich allein gestellt.

Viele Fans haben sich gefragt, welchen Einfluss dies auf die Fälle und ihre Erzählung ausüben würde. Mein Eindruck: In the Red fühlt sich wirklich anders an als die Episoden der zweiten Staffel. Natürlich bleibt der Fokus auf Cal Lightman: wenn ein Schauspieler wie Tim Roth die Hauptrolle spielt, geht das ohnehin nicht anders. Aber: die fehlende Bindung an eine Behörde öffnet Türen für alle möglichen Verwicklungen – und für alle möglichen Herangehensweisen an einen Fall.

Sagen wir: es gibt jetzt niemanden mehr, der Cal hinterfragen und ihn auf Gesetze oder Zuständigkeiten hinweisen würde. Das könnte die bessere Lösung sein angesichts der Arbeit, die Lightman & Co. machen: sie beruht ja auf dem direkten, zwischenmenschlichen Kontakt.

Ganz verschwunden sind die Bindungen zur Exekutive übrigens nicht. Für Agent Reynolds betritt die Bühne Detective Sharon Wallowski (Gabriela Curnen), die wir in der letzten Staffel kennen gelernt haben, als sie in Cals Haus eine Menge Spray in die Augen bekam. Ich muss gestehen, dass mich ihr Auftritt in der Episode etwas verwirrt hat: sie scheint gute Beziehungen zu Cal zu pflegen, als würden sie einander blind verstehen, als hätten sie schon häufig zusammen gearbeitet. Habe ich etwas verpasst?

Auf jeden Fall schafft es Cal dank seiner großartigen Undercover-Leistung, den Job zu erledigen, will sagen: einen Banküberfall zu verhindern. Wie ist er überhaupt an den Job gekommen? Durch Zufall. Da Cal seinem Verleger ein neues Buch versprochen hat und die Deadline nicht einhalten kann, drohen der Firma finanzielle Konsequenzen. Sogar Gillian (Kelli Williams) mischt sich deswegen ein, worauf Cal sehr empfindlich reagiert: „The Lightman Group was built on my sweat. I don’t see anyone’s name on the front door, nor on the book jacket for that matter. You mess with my finances again, you and I are through. Now you are the language expert, you tell me. Do I mean that?“

Zur Beruhigung der Fans kommt es jedoch nicht zu größeren Auseinandersetzungen. Cal bewegt sich auch diesmal auf Messers Schneide, als er die Bankräuber während eines ganz normalen Bankbesuchs ausmacht und sich mit ihnen zusammentut, um den Überfall zu verhindern. Währenddessen scheint Eli (Brendan Hines) sich immer noch nicht sicher zu sein, ob er bei Lightman bleiben soll oder nicht. Sucht er tatsächlich nach einem neuen Job – oder ist die Therapie, in der er sich zurzeit befindet, für sein Benehmen verantwortlich?

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Teammitglied verabschiedet werden soll. Was denkt ihr? Und wie gefällt euch die etwas abgewandelte Robin-Hood-Prämisse?

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