Lights Out: Sucker Punch (1×12)

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Lights’ Familie bekommt überraschenden Besuch, der vor allem seine Geschwister komplett durcheinander bringt. Kann Lights die Familie zusammenhalten? 

Willkommen zur leider vorletzten Lights Out-Episode. Wie wir alle wissen, wird die FX-Serie keine zweite Staffel erhalten. Nichtsdestotrotz ist Sucker Punch eine Episode, die man vielleicht mitten in einer Erzählung positionieren sollte – und nicht an ihrem Ende. Aus diesem Grund wirkt sie ein bisschen deplatziert und überraschend.

Anstatt die Intensität vor dem großen Kampf zu steigern, präsentiert die Episode eine Art Stillstand. Das jedenfalls ist mein subjektiver Eindruck. Man könnte das Ganze auch die buchstäbliche Ruhe vor dem Sturm nennen. Sucker Punch ist bei Leibe keine schlechte Episode, aber das plötzliche Auftauchen von Lights’ Mutter bringt keine neue Bewegung in die Erzählung. Aus diesem Grund denke ich, dass sich Sucker Punch in der Mitte der Staffel gut gemacht hätte: Sie liefert Hintergrund-Infos über Lights’ Familiengeschichte und zieht sehr schön den Vergleich zu seiner derzeitigen Familiensituation. Wird Teresa Lights aus demselben Grund verlassen, aus dem seine Mutter damals die Leary-Familie verließ: weil sie deren Geschäft nicht ertragen kann?

Auch ohne die Präsenz der Mutter hängt diese Frage über den Köpfen der Protagonisten – schon seit den ersten Sekunden der Serie. Jetzt, da der große Kampf naht, bleibt für solche Fragen keine Zeit mehr. Doch nach den bemerkenswerten Gastauftritten von Eamonn Walker und David Morse betritt nun Valerie Perrine als Mae, Lights’ Mutter, die Bühne. Ihr plötzliches Auftauchen entblößt das emotionale Durcheinander in den Gemütern aller Beteiligten. Während Lights’ Vater sie immer noch liebt, wollen Margaret und Johnny nichts von ihr wissen. Lights ist derjenige, der die Familie zusammenzuhalten versucht.

Und hierin liegt die Leistung von Sucker Punch: Trotz Gastdarstellern wird der Fokus auf die Hauptfigur Patrick Leary (Holt McCallany) gerichtet, so dass sich die Zuschauer an seine Reise erinnern, die nicht nur das Erklimmen des Pfads zur eigenen Ehre umfasst, sondern das Zusammenhalten der Familie – ganz egal, was die einzelnen Mitglieder getan haben. Immer wieder jedoch stößt Patrick auf Hürden, die unüberwindbar scheinen. Welches Spiel treiben Brennan und Barry wirklich?

Geht es Brennan nur darum, Barrys Position einzunehmen? Hat er selbst den Mordanschlag auf Brennan inszeniert, bei dem es beinah Margaret erwischt hätte, oder herrscht wirklich Krieg zwischen Barry und Brennan, wie sie Lights glauben lassen?

Sucker Punch wirkt wie eine Luftholen-und-anhalten-Episode kurz vor dem Finale, in dem alles entschieden wird und mit dem wir hoffentlich einen runden Abschluss einer grandiosen Serie serviert bekommen.

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