Unforgettable: Review der Pilotenepisode

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Wenn man sich an jedes Detail aus der Vergangenheit erinnern kann und in jeder Situation nichts übersieht, dann ist ein Job bei der Polizei doch das Richtige? Die neue CBS-Serie liefert die Antwort. 

Die neue CBS-Serie basiert auf der Story von J. Robert Lennon namens “The Rememberer”. Die Umsetzung von Ed Redlich und John Belucci erinnert uns Zuschauer nur an eine Tatsache: dass es in den letzten Jahren mehr als genug Procedurals gab und gibt, deren Hauptfiguren – seien es Mediziner oder Detectives – über besondere Fähigkeiten verfügen.

In diesem Fall leidet Ex-Detective Carrie Wells (Poppy Montgomery, Without A Trace) an einem sehr seltenen Zustand: Sie erinnert sich an alles, was sie jemals erlebt hat, an jedes kleine Detail, an jedes Datum, an das Wetter an jedem Tag. Nur an eines kann sie sich nicht erinnern: wer nämlich, als sie noch ein Kind war, ihre große Schwester Rachel tötete. Wir bekommen mehrere Flashbacks zu sehen, die im Vergleich zu den anderen farbloser und verschwommener gehalten werden. Die Kombination aus der Unmöglichkeit, etwas zu vergessen – all die schrecklichen Bilder, die sie während ihres Dienstes sah – und der Unmöglichkeit, sich an Rachels Mörder zu erinnern, haben Carrie dazu bewegt, die Mordkommission, ihren Freund Detective Al Burns (Dylan Walsh) und die Stadt zu verlassen.

Jetzt also lebt Carrie in New York. Tagsüber hilft sie in einem Altenheim aus, wo auch ihre anscheinend an Alzheimer erkrankte Mutter wohnt; nachts zieht sie durch die Casinos, um beim Black Jack abzuräumen. Aber als ihre Nachbarin getötet wird und sie als erste am Tatort eintrifft, kommt alles wieder zurück: in Gestalt von Detective Burns, der inzwischen auch in New York arbeitet. Man braucht Carries Fähigkeiten, um den Mord aufzuklären, aber sie will nur dieses eine Mal als Beraterin aushelfen und dann gehen. Vielleicht kann Burns sie zum Bleiben überreden?

Ich persönlich werde nicht zu den Zuschauern gehören, die dabei bleiben, um zu sehen, was mit Carrie passiert. Auch wenn die Serie solide gemacht ist, fehlt das Besondere, das gewisse Etwas, um das Projekt aus der Fülle ähnlicher gestrickter Serien herauszuheben. Sprüche wie „Gotta love CSI. Everybody’s an expert now“, mittlerweile “in” bei allen Procedurals, heben Unforgettable nicht hervor, sondern beschreiben den Zustand im Procedural-Land: Alle wollen sein wie CSI: Crime Scene Investigation in seinen glorreichen Anfangszeiten, aber sehr wenigen gelingt es. Die meisten – wie vermutlich auch Unforgettable – geraten sehr schnell in Vergessenheit.

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