Sons of Anarchy: Firinne (3×10)

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In Belfast spitzen sich die Ereignisse zu. Es wird Zeit, lose Enden wieder zusammenzubinden. Wird Jax Abel finden und gleichzeitig sein Versprechen gegenüber Stahl halten können?

Firinne erfüllt so manche Hoffnung der Sons of Anarchy-Fans, was Sambel betrifft: O’Neill und McGee bekommen, was sie verdient haben. Jax erfährt endlich die Wahrheit über Trinity und den Verbleib von Abel. Aber eine glückliche Familienzusammenführung wird nicht aus der ganzen Geschichte.

Im Laufe dieser dritten Staffel hatte man die dunkle rote Linie um John Teller, seinen Sohn und den Club zwischenzeitig fast verloren geglaubt – aber Firinne überzeugt uns vom Gegenteil. Eine sehr wichtige Episode, wie mir scheint: nicht nur weil sie Einiges enthüllt und die Sambel-Führung auflöst, sondern weil sie fast unbemerkt den Grundstein für die zukünftige Entwicklung legt. Einen sehr großen Beitrag zur emotionalen Wucht dieser Episode leisten die Schauspieler, allen voran Charlie Hunnam und Ron Perlman.

Dank Cherry gelingt es Samcro, den flüchtigen O’Neill  zu finden, aber die Information holen Gemma und vor allem Maureen aus Cherry raus. In der Szene zwischen den drei Frauen wird noch einmal deutlich, dass Gemma und Maureen mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist… Sogar eine weitere Gemeinsamkeit müssen die Mütter lüften, nämlich die Verwandtschaft zwischen Jax und Trinity. Sie tun das mehr oder weniger im letzten Moment – oder, wie Jax es ausdrückt: Two more minutes and I will be dancing in Tig territory!

Die zwei Mutter-Kind-Szenen der Wahrheitsverkündung könnten unterschiedlicher nicht sein. Zoe Boyle (Trinity) wurden bisher nicht viele Möglichkeiten gegeben zu glänzen, aber in dieser stillen Szene mit Maureen spielt sie sehr überzeugend und mit Anmut das Wechselbad der Gefühle von Neugier bis zu tiefster Demütigung. Von Jax wiederum kommt keine große Reaktion – und ich wundere mich, wie die Autoren die Bruder-Schwester-Beziehung handhaben wollen: War dies das große Geheimnis von John Teller? Unwahrscheinlich – denn es ist zwar eine Enthüllung für die Figuren, aber nicht für uns Zuschauer!

Vielleicht erfahren wir die ganze Wahrheit, bevor die Sons Belfast verlassen. Da bis Ende der Season nur noch zwei Episoden bleiben, rückt die Heimreise nach Charming in greifbare Nähe. Außerdem haben die Sons in Belfast nichts mehr zu tun.

Sie liefern der IRA den Beweis für Jimmys Verrat, den sie O’Neill unter brutaler Folter entlockt haben. Ab diesem Punkt überstürzen sich die Ereignisse; Jimmy gerät sogar für ein paar Sekunden in die Hände von Samcro, nur um wieder fliehen zu können: dank McGee. Den enthebt Clay seines Amtes und tötet ihn in einer emotionsgeladenen Szene über den Dächern von Belfast – Ron Perlmans Verdienst!

Diese Szene erinnert uns daran, was es heißt, ein Mitglied des Clubs zu sein, und dass für Verräter keine Gnade gibt. Das ist insofern wichtig, als wir ja wissen, welch gefährliches Spiel Jax hinter dem Rücken des Clubs mit Stahl treibt.

In Charming spitzt sich die Situation zu. Wir erfahren nicht nur, was es mit Margarets Tattoo auf sich hat, sondern auch Salazars Pläne. Tig & Co. brauchen ausgerechnet Alvarez’ Hilfe, um das Problem zu lösen. Jax’ Problem scheint wiederum kaum lösbar. In einer der bisher besten Szenen Charlie Hunnams in der gesamten Serie erfährt er von Father Ashby, dass dieser nie vorhatte, Abel zurückzugeben. “Your father knew the patch was a mistake, and so do you.”

Auf grausame Art und Weise will Ashby ein Versprechen halten, das er einst seinem alten Freund gegeben hatte: Wenn Jax aus diesem Leben schon nicht mehr herauszuholen ist, dann soll mindestens Johns Enkel ein normales Leben führen und gerettet werden! Jax zwingt zwar Ashby, Abels Location zu verraten, aber die Frage bleibt: Was wird er tun – und wie will er sein Kind retten? In der letzten Minute der Episode, als Jax allein im Clubhaus sitzt, sehen wir die ganze Wut, den Schmerz und den Zweifel, die in ihm stecken!

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