Sons of Anarchy: Turning and Turning (3×05)

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Für die Probleme der Sons ist kein Ende in Sicht. Oder doch? Kann Jax eine Lösung finden – oder werden seine Entscheidungen dem Club noch mehr schaden? 

Nach dieser Episode, deren Titel aus William Butler Yeats’ “The Second Coming” stammt, sieht es so aus, als würden Sutter & Co. ein langes, kompliziertes Spiel in Bewegung setzen – über die Grenzen der dritten Staffel hinaus. Turning and Turning gibt dem Zuschauer das Gefühl, Jax (Charlie Hunnam) könnte Abel bald wieder sehen, Gemma könnte wieder frei sein – aber steht dahinter nicht ein Deal mit dem Teufel?

Sehr gut gefällt mir am Verlauf der dritten Staffel, dass die Serie zu ihrem Kernproblem zurückkehrt: der moralisch-politischen Grundidee hinter dem Club, die von Jax’ Vater, John Teller, stammt. Zwar bekommen die Sons es wieder mit mehreren Gegnern zu tun, aber vor diesem Hintergrund demonstriert die Serie, welchen Schaden der Club auf diesem Weg nimmt und schon genommen hat – dem Weg, auf den ihn Gemma (Katey Sagal) und Clay (Ron Perlman) gepusht haben.

Zu dem Geheimnis um John Teller kommen wir unausweichlich, wenn Jax nach Belfast geht. Das sagt auch Gemma zu Clay. Sie liegt im Krankenhaus und erholt sich von ihrem Herzinfarkt – mit Handschellen ans Krankenhausbett gekettet. Sie und Clay wirken wie zwei müde Shakespearesche Könige, zu abgekämpft, um ihr Königreich weiter zu regieren. Werden sie aufgeben?

Gemma wird. Die Nachricht von Abels Entführung raubt ihr die letzten Kräfte, und sie lässt sich ein auf einen Deal mit Stahl. Nun: wie man Stahl kennt, gibt es einen Haken bei der Sache – und prompt steckt Gemma in einer unmöglichen Situation, in der sie alles verlieren kann.

Gemma Teller, Maureen Ashby und June Stahl (Ally Walker): um dieses Frauendreieck ist Turning and Turning aufgebaut, und in seiner Mitte befindet sich Jax. Seine Interaktion mit jeder dieser Frauen – wenn auch mit Maureen nur telefonisch – bringt Bewegung in die Ereignisse und stellt Jax vor die vielleicht bisher wichtigste Entscheidung. Eine Entscheidung, die er treffen muss, um seine Familie zu retten.

Auch er macht am Ende der Episode einen Deal mit Stahl: IRA und Waffenhandel gegen Familie (Club, Mutter, Sohn). Damit begibt sich Jax auf den gefährlichsten aller möglichen Wege – findet so aber als einziger eine Lösung, bevor er sich auf den Weg nach Belfast macht.

Währenddessen schlagen sich die Sons in Charming mit Problemen herum: nicht nur mit Salazars Leuten, sondern auch mit Charming selbst. Oder es ist eigentlich anders herum: wenn der Club Probleme hat, dann hat auch Charming welche? Jemand kauft die Stadt mehr oder weniger auf, Geschäft für Geschäft, Straße für Straße. Wie Bobby letzte Woche anmerkte, sind ja die Sons eigentlich Charmings „good guys“. Sie können es aber nur dann sein, wenn Charming von ihnen profitiert.

Ich vermute, die nächsten Episoden werden uns endlich nach Belfast führen und die Geheimnisse um Jax’ Vater und den Club lüften. Apropos Geheimnisse: Jax ist auf der Suche nach seinem Sohn – weiß jedoch nicht, dass sein zweites Kind unterwegs ist. Wie wir aus einer kurzen Szene zwischen Tara und Gemma erfahren, ist Tara schwanger. Wer der Vater von Maureens Tochter ist, bleibt vorerst im Dunkeln. Ist sie Jax’ Schwester? Kann Jax mit so viel “Familie” fertig werden?

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