Castle: 3XK (3×06)

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3XK ist zur Abwechslung eine sehr düstere Castle-Episode. Sie widmet sich einem Serienmörder, bekannt als The Triple Killer. Er tötet immer drei Frauen in einer Woche, dann folgt eine Woche “Pause”, bevor er wieder zuschlägt. Wir erfahren, dass der Mörder vor vier Jahren, nach sechs Opfern, plötzlich verschwand. Jetzt ist er zurückgekehrt, wie Castle (Nathan Fillion) als erster am Tatort feststellt.
Beckett (Stana Katic) will zuerst nicht daran glauben, aber die Beweise überzeugen sie. Alle machen sich auf die Suche, da der Mörder zum zweiten Mal zuschlägt. Alexis (Molly Quinn) wiederum macht sich auf die Suche nach einem heimlichen Verehrer, der ihr Gedichte und dann eine rote Rose hinterlässt.

Der Nebenplot um Castles Familie bildet einen Teil der dramaturgischen Serienstruktur und vervollständigt den Hauptplot. In dieser Episode allerdings funktioniert das Zusammenspiel nicht so gut. Vielleicht liegt es einfach daran, dass die Geschichte um den Triple Killer sehr dunkle Züge annimmt.

Castle rät Alexis davon ab, die Identität des Verehrers herausfinden zu wollen: The joy comes from the journey… like reading a mystery. You wouldn’t just jump to the last page. An diese Worte erinnert man sich am Ende der Episode wie an einen ironischen Widerhall.
Die Untersuchung des Serienmörderfalls gleicht einer dunklen Reise, aber Castle & Co. halten sich daran, den Reisebericht Seite für Seite zu lesen und nicht vorschnell zum letzten Kapitel zu springen. Die charmanten Seitenhiebe zwischen Castle und Kate fehlen auch in dieser Episode nicht: Als der Chief vor versammelter Mannschaft den Mörder beschreibt, Male 25-45. Had a dysfunctional relationship with his mother, fügt Castle flüsternd jeder Beschreibung Richtung Beckett hinzu: Could be me. Oder: Still me. Als das has an unimportant job kommt, flüstert Beckett: Definitely you! Aber wie schon im Fall Alexis kommt die Leichtigkeit – und das ist keine Kritik – diesmal nicht zustande. Denn der Fall führt zu schweren Konsequenzen für Castle.

Der tatverdächtige Marcus Gates, der schließlich die Morde zugibt, um seinen Freund McCartie zu retten, erweist sich als Copycat-Killer; die Fäden zieht der wahre Mörder: Marcus’ Zellennachbar Jerry, der gerade einen Deal erhalten hat für Informationen über… Marcus.
Als Ryan und Castle am Ende zu Jerry ins Motel gehen, knockt dieser Ryan aus und fesselt Castle. How close to death do you want to get?, fragt er ihn. Als Beckett eintrifft, ist Jerry weg und Castle noch am Leben. Aber nur, um mit dem Wissen weiterzuleben, dass er ihn nicht stoppen konnte und dass Jerry wieder töten wird: To punish me.

Am Ende hält Beckett Castles Hand, als die beiden auf einer Bank sitzen, das Blau des Pooles auf ihre Gesichter ein schmerzvolles Schimmern wirft und die Kamera sich entfernt, um sie im Dunkeln allein zu lassen. Die letzte Seite ist noch nicht geschrieben worden.

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