Castle: A Deadly Game (2×24)

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Ich schätze nach der letzten Szene dieser Episode ist ein Aufschrei in mehreren Wohnzimmern zu hören gewesen: Nooooooo! Aber wer hat tatsächlich erwartet, dass Beckett und Castle zusammenkommen? Leinwandliebe muss leiden! TV-Bildschirmliebe muss von der Dauer her noch mehr leiden! Also leiden wir mit und schauen, warum es zu einem wichtigen Geständnis nicht kommt und warum Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) den Sommer allein verbringen werden.

Na ja, nicht wirklich allein, denn Castle will sein Buch Naked Heat zu Ende schreiben, aber das in der Gesellschaft seiner Ex-Frau und Verlegerin, mit der er plötzlich (was Frust nicht alles tut!) wieder gewissermaßen zusammen ist. Castle befolgt eigentlich den Rat seiner Freunde, der anderen Mystery-Schrifsteller James Patterson, Michael Connelly und Stephen J. Cannell, die ihm klar machen, dass Kate, solange die beiden nicht zueinander finden können, für ihn eher eine Ablenkung als eine Muse ist.

Und während er der Vernunft zuhört, hört Kate endlich auf ihre Gefühle, macht Schluss mit Demming und ist anscheinend für eine Art Geständnis bereit. Nachdem Castle ihr mittteilt, dass dieser Fall, zu dem wir gleich kommen, der letzte sein wird, realisiert sie, was das bedeutet: Ein leerer Stuhl neben ihrem und keine Tasse frischen Kaffee jeden Morgen.

Um es noch schmerzvoller zu machen, kommt Castle an dem letzten Morgen tatsächlich und zum ersten Mal überhaupt, nur mit einem Becher in der Hand. Und er hat wieder seine Beige-Klamotten an, die eine Art visuelle Distanz zwischen den beiden schaffen. Davor trägt er noch ein dunkelrotes Hemd, das perfekt zu Kates roter Lederjacke passt. Und er lädt sie ein, Memorial Day mit ihm zu verbringen und illegales Feuerwerk zu genießen, aber da hat sie noch andere Pläne mit Demming. Als Castle das realisiert, ist es, glaube ich, der Moment, wo er es einfach aufgibt und das Kapitel Kate schließt.

Für Kate funktioniert es genau in die entgegengesetzte Richtung: Der Fall der Woche lässt sie ein neues Kapitel öffnen wollen. In dem Fall geht es um den Mord an einem Geheimagenten! Ja, die Castle-Autoren führen uns schön in die Irre und benutzen dafür sogar den richtigen Gaststar, Mitch Pileggi, der bei The X-Files Walter Skinner spielte. Hier spielt er den Agenten Hans: I spent three weeks in Afghanistan with rats crawling in my privates. Somehow, I don’t think your stern routine is gonna get you very far. And The things I’ve seen? Trust me. Ignorance is bliss.

Spielen ist das richtige Wort. Denn es handelt sich um ein Spiel, ein Rollenspiel, für das man bezahlt, um in eine fiktionale Spy-Welt einzutauchen. Anscheinend hat aber jemand alles ernst genommen, denn Roger ist tot. Nach etlichen falschen Fährten stellt es sich heraus, das alles das Ergebnis unterschiedlicher heimlicher Liebschaften ist und die Tat eines eifersüchtigen Ehemanns. Wie Becketts Chef ihr klar macht, werden Menschen verletzt, wenn man die eigenen Gefühle unterdrückt und nichts sagt. Es scheint so, als würden alle Kollegen Kate in Richtung Castle pushen wollen. Esposito sagt ihr sogar, dass Castle lange nicht mehr wegen der Inspiration oder einer Recherche da ist und schon gar nicht, um sie mit einem anderen Mann zu sehen!

Als Kate soweit ist und ansetzt Castle etwas Wichtiges bzw. DAS mitzuteilen, kommt seine Ex und er verabschiedet sich.

See you in the fall? fragt Kate (fast unter Tränen). See you in the fall, sagt er.

Der Rest sind traurige Gesichter auf dem Revier und auch vor den Bildschirmen.

 

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