Castle: Linchpin (4×16)

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Castle setzt genau dort wieder an, wo die Serie uns letzte Woche zurückließ: mit Beckett und Castle im Fluss. O.k., die ersten (ziemlich langen) Szenen ihres überlebenskampfs sollen bestimmt die Herzen der Caskett-Fans einen Schlag aussetzen lassen. Und das wird nicht das letzte Mal in dieser Episode sein, denn Castle und Beckett glauben zwar bei dem illusorischen Schachspiel mitzuspielen, aber im Grunde werden sie gespielt. Nicht jede Schachfigur verhält sich ihrer Bezeichnung gemäß.

Aber die gefährlichste bleibt die Königin. Castle (Nathan Fillion) und Kate (Stana Katic) bekommen den Zorn der “CIA-Königin” Sophia zu spüren und werden aus dem Spiel ausgeschlossen. Als wenig später Sophia (Jennifer Beals) Castle überraschend zu Hause besucht, erfährt er in einer Szene voll gefährlichen romantischen Prickelns, dass das Spielverbot zum Spiel gehört. Diese Tatsache ist nicht wirklich nach dem Geschmack der eifersüchtigen Kate, da sie nun weiterhin für Sophia arbeiten muss. Castle hingegen muss zugeben, wie eng die Beziehung zu Sophia eben doch war… und das in Alexis’ unvermuteter Anwesenheit!

Beckett: Sleep with whomever you want, the more the merrier! Gelungen fand ich die Szene in der CIA-Zentrale: Castle steht zwischen den zwei bewaffneten und einander ähnelnden Frauen, die einander mit Blicken abtasten, und entscheidet sich, für beide Kaffee zu holen. Das Gespräch der beiden darüber, was damals zwischen Sophia und Castle geschah, kann man als eine Art Augenzwinkern seitens der Autoren sehen, die Sophia sagen lassen: Als die Beziehung einmal sozusagen konsumiert bzw. offiziell wurde, war der große Spaß des Vorspiels verschwunden, und es blieb nicht genug übrig. Ist es das, was ihr fürchtet, liebe Autoren? Auf jeden Fall verrät uns Kates Blick, dass sie sich mit solchen Gedanken beschäftigt. Aber dafür bleibt nicht viel Zeit, denn Pandora steht über persönlichen Gefühlen.

Castle ist zwar nicht Rubicon oder Homeland, aber jedes Mal, wenn in einer Serie Bilder von Verschwörungsnetzen, von kompliziert miteinander verflochtenen Ursachen und Wirkungen auftauchen, überkommt mich Begeisterung. Aus diesem Grund wirkte das geheime Zimmer des getöteten Wissenschaftlers Timothy Carhart auf mich als gelungene Inszenierung, die Castle und Beckett verrät, was Pandora wirklich meint: den Dritten Weltkrieg.

Und der erste Dominostein ist ein kleines chinesisches Mädchen. Mag sein, dass diese Enthüllung manchen zu unspektakulär erscheint, aber sie ist insoweit perfekt, als sie Kate und Castle den Auftrag gibt, ganz einfach in erster Linie dieses Mädchen zu retten. Nur: Was keiner wusste – und auch für mich eine überraschung war -, ist die Tatsache, dass Gage Pandora stoppen und nicht starten will. Von diesem Punkt an beginnen die Maulwurf-Steine zu fallen, bis logischerweise am Ende der Episode Castle und Beckett auf ihre Knie gezwungen werden und hinter ihnen, schussbereit, Sophia steht.

Nicht nur erweist sie sich als Russin, sondern sie erwähnt Castle gegenüber, bevor sie von ihrem Nicht-Maulwurf-Kollegen erschossen wird, dass Castles Vater etwas mit der CIA zu tun hatte. Aber was? Letzten Endes kann man sagen, dass Jennifer Beals Gastauftritt in diesem Zweiteiler eine Menge gebracht und womöglich den nächsten handlungsübergreifenden Erzählstrang angestoßen hat: Wer war Castles Vater, und was geschah mit ihm? Wird es eine Verbindung zu der Geschichte um Becketts Mutter geben? Hat sich Kate Sophias Worte zu Herzen genommen? Was denkt ihr?

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