Castle: Lucky Stiff (3×14)

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Geldscheine pflasterten seinen Weg, und der führte… in eine Sackgasse mit dem Schild “Keine Wendemöglichkeit”. Wenn man einen solchen Weg einmal beschritten hat, dann gibt es kein Zurück mehr. Selten ist das Universum zwei Mal gnädig – und ehe man sich umsieht, liegt einer neben den Geldscheinen… Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) müssen den Mord an einem Lottogewinner untersuchen, dem das Schicksal vor nicht allzu langer Zeit 117 Millionen beschert hatte.
Obwohl: war es das Schicksal?

Wie in Castle üblich, führt zwar das Eine zum Anderen, aber über mehrere Umwege. Diese sind nicht nur mit Geldscheinen gepflastert, sondern werden auch von blutroten Ferraris befahren. Die Wegweiser im Mordfall zeigen Richtung Vergangenheit des Opfers – die aber entpuppt sich als Sackgasse, auf deren Boden zwei Möchtegern-Rapper liegen. Mit ihren eigenen und auch Castles Worten: Get on the floor!

Auf diesem Boden der Tatsachen muss Kate Beckett einen heißen Tanz hinlegen, um zum nächsten Verdächtigen zu gelangen. Zunächst darf sie aber in Castles Ferrari durch die Straßen New Yorks rasen, bevor sie mit dem Tanz sein Herz zum Rasen bringt. Undercover stellen Castle (im blutroten Hemd) und Beckett (in sehr engem Kleid) den Drogendealer Oz zur Rede, der die Tochter des Opfers mehr oder weniger zum Rückfall in den Drogenkonsum zwang, nachdem sie schon “clean” gewesen war.

Auch Martha (Susan Sullivan) will “ihre Seele” reinwaschen: denn wie aus heiterem Himmel (wo sich Chet vermutlich aufhält) – oder, das blau gefärbte Gesicht des allerersten Verdächtigen bedenkend: out of the blue – bekommt sie aus Chets Erbe eine Million Dollar…

Das Dilemma: Was ist, wenn man sich der Schicksalsgunst nicht würdig fühlt? Marthas Hadern mit diesem Gedanken bietet gleichzeitig die indirekte Lösung des Mordfalls. Der Lottogewinner gewann nicht wirklich, sondern trat in den Lichtschein des Glücks eines Anderen. Die schwere Bürde dieses Wissens brachte ihn letztendlich zu Boden: direkt neben den Geldscheinen.

Esposito erfährt – out of the blue – von Ryan, dass das Strahlen seines Glücks mit Lainey die ganze Mordkomission beleuchtet hat und eigentlich jeder Bescheid weiß. Castle wiederum möchte von Kate erfahren, was sie mit einem möglichen Lottogewinn tun würde. Martha bringt ihn auf den richtigen Weg, nachdem sie Castle mitgeteilt hat, was sie mit der geerbten Million zu tun gedenkt: Die Martha Rodgers Schauspielschule wird jungen Talenten auf den Weg helfen!

Nach Johanna Beckett soll also ein Stipendium benannt werden, das die Studienkosten angehender JuristInnen übernimmt. Castle teilt Beckett mit, dass sie mit einem möglichen Lottogewinn ihre Mutter ehren würde. Und gewonnen hat sie sowieso schon – denn Castle hat bereits alles in die Wege geleitet. Sehr schön in der Szene: Kates Gesichtsausdruck und der Vorwurf, er mische sich schon wieder in ihr Leben ein. Castles Lächeln gefriert, da er denkt, sie sei enttäuscht – während ihr Gesicht erstrahlt und sie sich für seine außergewöhnliche Geste bedankt. Nun, dieses Lächeln bedeutet nur eins: Kate würde definitiv mit Rick auf den Mond ziehen. Immerhin hat er, wie wir erfahren, dort schon ein Grundstück gekauft.

Für die “Over the Moon”-Zuschauerlaune führt in der gegenwärtigen TV-Landschaft kein Weg an Castle vorbei… “Keine Wendemöglichkeit”!

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