Castle: Pandora (4×15)

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Die berüchtigte Büchse der Pandora: allgegenwärtige Metapher dafür, dass manche Türen, einmal geöffnet, das dahinter Verborgene unwiderruflich frei setzen. Obwohl der erste Teil der Castle-Doppelepisode für Richard Castle (Nathan Fillion) in gewissem Sinne ein Zurück bedeutet – eine Rückkehr zu seiner ehemaligen Flamme Sophia Turner (Jennifer Beals), ihres Zeichens CIA-Agentin.

Diese Rückkehr jedoch erfolgt nicht freiwillig. Genauso unfreiwillig fliegt in den ersten Minuten der Episode ein Mann aus dem Fenster, der etwas später von Lanie als Opfer eines tödlichen und großflächigen Angriffs erklärt wird, wobei ein Kugelschreiber, ein Messer, eine Pistole und harte Fäuste zum Einsatz kamen. Aber nicht nur deswegen zieht Castle am Tatort die Augenbrauen hoch: Dort nämlich taucht auch Alexis (Molly Quinn) auf – als Lanies Praktikantin!

Beckett nimmt es gelassen; sie wusste anscheinend davon, ebenso wie Martha. Nun, Frauen sagen Castle oft nur das, was er hören will – entweder um ihn zu schonen oder um ihn zu betören, auch wenn er fest daran glaubt, dass es andersherum geschieht. Was aber sowohl Castle als auch Beckett verblüfft, ist der fehlende Versuch des Mörders, unterzutauchen. Es sieht so aus, als würde er auf seine Verhaftung warten! So zeigt uns die Kamera – höchst ungewöhnlich – schon in der ersten Szene das Gesicht des Täters (großartig in der Rolle: David Chisum), der seelenruhig auf sein Opfer blickt.

Auf dieselbe Art und Weise reagiert er (bzw. reagiert eben nicht), als Beckett ä Co. seine Wohnung stürmen. Sein Gesichtsausdruck gleicht höchstens dem eines Mannes, dessen Mahlzeit unterbrochen wird, was in diesem Fall sogar zutrifft. Ob das Essen beenden oder ein menschliches Leben – für Thomas Gage läuft das auf dasselbe hinaus. Ein Mann, der nicht existiert, braucht sich auch keine Sorgen zu machen, dass die Polizei ihn überführt: Wie er Beckett verkündet, wird sich bald alles, was sie haben, in Nichts auflösen.

Nun lehren uns unsere Sehgewohnheiten: Wenn ein Verdächtiger und eine Leiche verschwinden, dann ist entweder übernatürliches im Spiel oder die CIA. Hier ist Letzteres der Fall. Und damit wird es sehr unangenehm für Kate Beckett… Oftmals haben die Fans den Castle-Autoren bestätigt, wie gut Stana Katic die eifersüchtige Kate spielen kann. Wenn nun zudem die Gegenspielerin ihr großzügige Angriffsflächen bietet, dann sieht es für den Mann in der Mitte nicht gut aus!

Zunächst kommen aber sowohl Beckett als auch Castle ins Schwitzen, als die beiden am nächsten von Gage hinterlassenen Tatort entführt werden – mit Stoffbeuteln über dem Kopf. Die CIA wünscht mit ihnen zusammenzuarbeiten, um die Operation Pandora zu verhindern, die der Ex-CIA-Agent Gage in Gang setzen will. Und die CIA-Verantwortliche für den Fall ist eben Castles “Erste”. Nicht etwa seine erste Frau – nein, viel schlimmer (für Kate): Agent Sophia Turner war Castles erste Muse, die ihm bei seinen Recherchen half. Kurzzeitig, wie er beteuert. Was in Castles Zeitverständnis ein Jahr bedeutet…

Ich muss gestehen, dass mich das ganze CIA-High-Tech-Zeug weitaus weniger begeistert hat als der Dreiecksaustausch Kate / Rick / Sophia: He wanted an up close and personal look at the life of a female CIA agent, so I gave him one. Beckett: How many other women have you semi-stalked in the name of research? Wir beobachten mehrere Augenblicke, in denen Castles Gesicht den Wunsch verrät, den Stoffbeutel für eine Weile über dem Kopf behalten zu dürfen.

Die gemeinsamen Ermittlungen, in die weder Gates noch Esposito und Ryan einbezogen werden dürfen, führen zu einem ehemaligen CIA-Analytiker: einem tot geglaubten Mathematik-Professor (Timothy Carhart), der herausfinden kann, welchen Dominostein man in einem Land zu Fall bringen muss, damit das ganze Land fällt. Aber um Castle und Beckett mitzuteilen, welcher der Pandora-Dominostein ist, fehlt ihm die Zeit, denn eine Kugel beendet sein Leben – und unsere Ermittler werden samt Auto in den Fluss gedrängt. To be continued… Ich bin gespannt, wie es weiter geht! Was ist mit euch?

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