Castle: The Dead Pool (3×21)

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Ein blaues Schimmern breitete sich wie Wolkenfetzen auf ihren Gesichter aus, als sie da standen, in der Kälte des eigenen Schweigens. Sie schienen in Wortlosigkeit zu ertrinken, mit Blicken nach diesem einen Rettungsring zu haschen, der sich in der Wasseroberfläche spiegelte. Von dort unten, vom Grund. Schwimmen, sinken, tauchen, den Weg dahin suchen. Die Worte finden.

So könnte sich ein Auszug aus der Gefühlswelt der Caskett-Fans anhören. Die nämlich hat die ABC-Produktion, was die Beziehung zwischen Richard Castle (Nathan Fillion) und Kate Beckett (Stana Katic) betrifft, mit den letzten Episoden etwas auf dem Trockenen sitzen lassen. Die Serie floss dahin und ließ sich vom eigenen Erfolg treiben. Aber gegen Ende der Staffel ist die Zeit gekommen, das Tempo anzuziehen und zu versuchen, den eigenen Rekord zu brechen.

Ums Rekordebrechen geht es in der neuen Episode The Dead Pool, Castle. Castle und Beckett werden mit der Bereitschaft eines Menschen konfrontiert, alles zu tun, um den Kopf über Wasser zu halten und am Ende als Sieger da zu stehen. Der Mord an einem beliebten jungen Schwimmer führt die beiden in die ergebnisorientierte Welt des Sports, wo gegen die Strömung zu schwimmen oft den Tod bedeuten kann, sowohl im übertragenen als auch im buchstäblichen Sinne. Aber der mehr oder minder entscheidende Schritt, um den Fall zu lösen, wird von… nein: nicht Richard Castle eingeleitet, sondern von Castle Junior, seinem Lehrling Alex Conrad, gespielt vom Gaststar Brendan Hines (Lie to Me).

Da auch Erik Palladino mit von der Partie ist, kann man im Nachhinein ruhig sagen, dass beide Erzählstränge in The Dead Pool, Castle sich um die Gaststars drehen. Trotzdem ist es nicht der Fall der Woche, der die Fan-Herzen im Rhythmus eines Leistungsschwimmers schlagen lässt, sondern Conrads gescheiterter Versuch, dem Mentor die Muse auszuspannen. Der Stolz, in Conrad einen erfolgreichen Protege zu haben, schlägt bei Castle schnell in Eifersucht um, als Alex Beckett hofiert.

Das Gegenmittel? Eine Runde “Swim with the sharks”! Das heißt für Alex: mit den berühmtesten Krimiautoren (Gastauftritte von Michael Connelly und Dennis Lehane) Poker spielen. Verständlicherweise schafft er es nicht, dieser Strömung standzuhalten, als Castle ä Co. ihm klar machen, wie lang der Weg an die Spitze noch sein wird. Alex’ Auftritt aber sorgt dafür, dass Castle bereit ist, tiefer ins Becken seiner Gefühle zu tauchen: I want you all to myself, gesteht er Beckett gegenüber seine Eifersucht. Und sie verspricht, ein only one writer girl zu sein.

Dieses Versprechen enthält ein Mehr an… Versprechen, wie die Kamera mit den Close-Ups von den Gesichtern der beiden… verspricht. War das leichte Dahinplätschern der letzten Episoden nur der lange, gerade Weg vor dem Wasserfall?

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