Alcatraz: Guy Hastings (1×05)

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Der nächste Rückkehrer ist einer der besonderen Art: Diesmal kommt ein Wächter, und die Enthüllung, die mit ihm einher geht, betrifft Rebecca direkt.

Alcatraz mag (noch) nicht rund laufen, aber eines scheint die Serie richtig zu machen: nämlich die Auswahl der Gastdarsteller, die als Rückkehrer auftreten. Guy Hastings wird von True Bloods Jim Parrack verkörpert; als erster der verschwundenen Wächter taucht er in der Gegenwart auf und sucht nach einem gewissen Tommy Madsen (David Hoflin). Alle Rückkehrer scheinen ihre Erinnerungen bewahrt zu haben, aber mit dem Risiko, mich zu wiederholen, frage ich: Warum kehren manche Figuren, für die uns die Serie teilweise Sympathie empfinden lässt – etwa Sylvaine oder jetzt Guy Hastings -, verändert wieder, und warum gehen sie so gewalttätig vor?

Wenn man von den Flashbacks ausgeht, entspricht dieses Verhalten nicht wirklich ihrer Persönlichkeit. Aber Alcatraz hält alles im Bereich des Möglichen, so lange wir nichts Konkretes über Ziel und Zweck der „Übung“ wissen. Immerhin erfahren wir dank Hastings’ Auftritt, was damals mit den Wächtern geschah: Sie wurden dahingehend angelogen, dass ihre Familie beim Giftgas-Unfall gestorben sei und dass die Wärter selbst angesteckt seien und nirgendwohin dürften… bis sie sich plötzlich nicht mehr im Jahre 1963 befanden. Viel wichtiger jedoch: Durch Hastings kommt endlich auch Rebeccas Onkel wieder ins Spiel.

Ja, er ist tatsächlich ihr echter Onkel – Tommy Madsens Bruder, der sich damals als Wächter einstellen ließ, um an Madsens Seite zu bleiben. Auch wenn es bedeutete, den eigenen Bruder fast tot prügeln zu müssen, um den Verdacht der Gefängnischefs von sich abzulenken. Robert Forster als Ray Archer kann Alcatraz nur gut tun – vor allem angesichts der blassen Erscheinung von Hauser und Rebecca, die im Grunde nur das wiederholen, was wir schon wissen. Forsters eindringliches und emotional geladenes Zusammenspiel mit Parrack, als Hastings Ray aufsucht, trägt dieser Episode ein großzügiges Sternchen mehr ein.

Dazu kommt der erneute Auftritt Madsens in der Gegenwart, als er am Ende Ray in seiner Bar besucht. Offenbar stehen die beiden auf keinem guten Fuß miteinander, was natürlich Fragen aufwirft. Denn die Flashbacks zeigen große Bruderliebe! Was also hat diese Beziehung verändert, und welche Rolle spielt Madsen? Wie Hauser Rebecca gegenüber zugeben muss, ist Tommy der Schlüssel zum Ganzen. Es steht zu vermuten, dass Alcatraz umso besser funktionieren könnte, je stärker der persönliche Bereich betont und mit den Mystery-Elementen verknüpft wird.

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