Alcatraz: The Ames Brothers (1×08)

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Das Alcatraz-Team hat alle Hände voll zu tun, denn dieses Mal handelt es sich nicht nur um einen Rückkehrer. Während die Gewalt eskaliert, erfährt man mehr darüber, was in Alcatraz’ Tunneln verborgen liegt.

Ursprünglich sollte “Clarence Montgomery” die nächste Alcatraz-Episode sein, aber die wurde verschoben – mit der typischen FOX-Einstellung: ist doch ein Procedural, Reihenfolge also egal! Nun, es ist nichts Neues bei FOX, Episoden durcheinander auszustrahlen – und wir können nur hoffen, dass dies die Entwicklung der Alcatraz-Story nicht zu sehr beeinträchtigt. Vorausgesetzt, dass eine solche Entwicklung geplant ist… Die Serie kehrt diese Woche gleich mit zwei Episoden zurück, die uns zwar etwas mehr Einsicht in das Mysterium geben, aber ansonsten tatsächlich ‚normale‘ Fälle der Woche abhandeln.

Im ersten handelt sich um die Ames-Brüder, die im Grunde in Alcatraz geblieben sind. Man könnte The Ames Brothers fast als Bottle-Episode bezeichnen, denn die ganze Zeit über befinden wir uns auf The Rock – ob in Rückblenden oder in der Gegenwart. Mit dem Auftritt der Brüder Pinky und Herman Ames erhebt Alcatraz die Gewalt auf ein ganz neues Level, das aber später in Sonny Burnett fast noch überschritten wird. Ich habe keine Probleme mit Gewaltdarstellungen, wenn sie als Mittel zum Zweck benutzt werden; diesbezüglich hoffe ich also, dass Alcatraz eine Erklärung dafür parat hält, warum die Rückkehrer alle so hyper-aggressiv agieren. Schließlich haben manche von ihnen früher nie einen Mord begangen, nur um in der Gegegenwart ein Massaker nach dem anderen zu fabrizieren… Vielleicht liegt das Geheimnis im Blut – und hinter einer ganz bestimmten Tür in Alcatraz.

Diese bildet die Verbindung zwischen den beiden Episoden. In deren erster erfahren wir dank der damaligen Flucht-Story der beiden Brüder, dass es in Alcatraz mehr als nur eine geheime Tür gibt; die Schlüssel für  alle Türen verwahrte damals der Gefängnisdirektor. Da man in den Tunneln den Goldschatz aus dem Civil War vermutete, versuchten die Brüder, James‘ Schlüssel nachzumachen und die Tür zu öffnen. Aber sie hatten die falschen Schlüssel erwischt. Der Wärter Donovan (Frank Whaley) half den beiden und kehrt nun auch mit ihnen zurück. Für Rebecca (Sarah Jones) bedeutet das noch größere Probleme – aber, wie sie selbst sagt: zu Hause hätte sie sowieso nichts zu tun! Viel mehr haben wir von ihr bisher auch nicht  gesehen.

Aber dass Sotos Leben auf dem Spiel steht, gibt ihr immerhin die Möglichkeit, in Action-Sequenzen zu glänzen, und das tut sie auch. Womit nun diese Episode wirklich glänzt, das sind die Licht-Schatten-Spiele in den Alcatraz-Gängen, die, unterstützt von der Farbpalette, die Gefühle zwischen Isolation und Klaustrophobie schwanken lassen. Ich habe mich sowieso schon gewundert, wann die Autoren von den Gefängnisräumlichkeiten Gebrauch machen werden. Orientierungslosigkeit und lauernde Gefahr hinter jeder Ecke: Diese Atmosphäre spiegelt die großen Fragezeichen, die immer noch über Alcatraz schweben. Immerhin erfahren wir, was sich hinter einer der Türen in Alcatraz‘ unterirdischen Schluchten verbarg: Gold.

James (Jonny Coyne) erinnert in seiner Ausdrucksweise an Gollum, als er das Gold streichelt: Mein Schatzzzzzz!!! Ist auch der Gefängnisdirektor schon in der Gegenwart eingetroffen? Schickt er die Gefangenen auf die Suche nach einem verlorenen Schatz? Auch Hauser hat einige Fragen, die Tommy und Ray betreffen. Und damit wandern wir zur nächsten Episode “Sonny Burnett”.

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