The Chicago Code: Hog Butcher (1×02)

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Während Jarek und Caleb dabei sind, Antonios Mörder zu fassen, sieht sich Teresa gezwungen, den Stadtrat um Hilfe zu bitten.

Jarek: But there is corruption, and then there is just the way things get done, and you have to know the difference!

Obwohl The Chicago Code keinen schlechten Start hingelegt hat – wenn auch mit mäßig guten Quoten -, kann man nach nur zwei Episoden weder The Wire- noch The Shield-Vergleiche aufs Tapet bringen oder gar die neue FOX-Serie mit jenen beiden in einen Topf werfen. Dafür bedürfte es bei The Chicago Code noch erheblicher Steigerung. Man versucht zwar, der Serie von Produzentenseite schnellstmöglich den Stempel der Antihelden-Erzählung aufzudrücken, aber dafür gibt es noch keinerlei Beweise. Und die spielen schließlich in Krimi-Erzählungen eine wichtige Rolle…

Außerdem ist das Antihelden-Labeling mit Blick auf den Anfang von TCC irreführend. Ausgerechnet eine Shawn Ryan-Serie hat ja bewiesen, wie alles enden kann, wenn die Werbeargumente den Inhalt verfehlen. Allerdings wollen wir das Scheitern von Terriers nicht hier und jetzt besprechen – und schon gar nicht an einem einzigen Faktor festmachen. Auch sollten wir nicht vergessen, dass sich The Chicago Code bezüglich seiner Figuren – die durchaus interessant sind – extreme Abschweifungen in tiefe visuell-narrative Abgründe nicht leisten kann: es handelt sich um eine Network-Produktion!

Diese Einführung darf keinesfalls TCCs Leistung schmälern, sondern dient einzig und allein dazu, der Euphorie ein bisschen auf die Bremse zu treten. Eines jedenfalls zeigt uns diese Euphorie: wie sehr nämlich eine „harte“ serialisierte Cop-Erzählung von Kritikern und Publikum herbeigesehnt wird. Bevor man sich überhaupt Gedanken zum Stellenwert macht, gilt es aber zu schauen, wie Hog Butcher, die zweite Episode die Erzählung fortführt.

Zweite Episoden sind immer problematisch. Einerseits müssen sie Nachzüglern unter den Zuschauern einen Einstieg bieten, ohne allzu repetitiv zu wirken. Andererseits wird hier erst das Tempo bestimmt, mit der sich der handlungsübergreifende Strang voranbewegt. TCC wählt – typisch für Shawn Ryan aus The Shield-Zeiten – kluger Weise den Weg der Verzögerung. Viele Zuschauer haben sich über den ständigen Voice-Over-Gebrauch beschwert, aber in Hog Butcher kommt er weniger exzessiv zum Einsatz, und die Voice-Over-Erzählungen sind geschickt platziert. Sie informieren uns nicht nur über die tiefe Freundschaft zwischen Teresa und dem toten Antonio, sondern zeigen uns auch Jarek in Calebs Sicht.

Man kann die Episode eigentlich in zwei unterteilen: In der ersten Hälfte führen Jarek (Jason Clarke) und Caleb (Matt Lauria) mehrere Razzien durch; wir sehen zahlreiche Außenaufnahmen und temporeiche Ortswechsel. In der zweiten Hälfte reihen sich dialoglastige Kammerspiele mit jeweils zwei Beteiligten an einander.

 

 

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