White Collar: Free Fall (1×07)

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Das vorläufige Finale von White Collar bestätigt eins: Für ihre erste Season ist die Serie ein sehr abgerundetes Projekt. Die Chemie zwischen Neal Caffrey und Peter Burke ist faszinierend und bereitet so gut wie 90 Prozent des Sehvergnügens.

Matthew Bomer und Tim DeKay sind hier der Fall der Woche und stellen alles andere in den Schatten. “Free Fall”, ist in meinen Augen die bisher beste Episode, vielleicht zusammen mit All In. All In war wieder mal ein Test für die Partnerschaft zwischen Peter und Neal, und führte uns in die Irre, was Peters mittlerweile ein bisschen in die Länge gezogenes Misstrauen betrifft. Warum in die Länge gezogen? Weil von den letzten Episoden ausgehend, gibt ihm Neal nicht wirklich einen Grund Verdacht zu schöpfen. Wenn Neal fliehen wollte, dann wäre das schon längst passiert. Oder? Und nach dem Cliffhanger in All In bekommt Neal noch weniger Anlass Peters Nähe zu meiden. Nun, der Cliffhanger wird in Free Fall aufgelöst und diese Auflösung ist nicht nur überraschend, sondern sie stellt die komplette Erzählung auf den Kopf. Das Spielchen um Vertrauen und Misstrauen verlief für unsere Augen die ganze Zeit unter verkehrtem Zeichen. Anscheinend ist es Neals Vertrauen, das hier missbraucht wurde. Warum? Das erfahren wir im nächsten Jahr.

Aber kann das wirklich sein? Peter? Oder wird es eine logische Erklärung geben, warum Peter doch nicht der Bösewicht ist? Auf die Erklärung bin ich gespannt. Denn würde man tatsächlich die beiden Hauptfiguren in der zweiten Hälfte der Staffel aufeinander hetzen? Antwort: Vielleicht ja! Aber aus einem Missverständnis heraus und aufgrund einer noch größeren Verschwörung, denke ich. Free Fall war wie auch alle anderen White Collar-Episoden ziemlich gradlinig konstruiert – bis auf den Schluss! Obwohl hatte man als Zuschauer doch nicht den Verdacht, dass es so ausgehen wird? Peter ist ja die einzige Figur, die wichtig ist und die man nie verdächtigen würde. Der Versuch uns und Neal auf den Office of Professional Responsibility -Agenten hinzuweisen, wirkt doch ein bisschen künstlich konstruiert und spielt mit dem TV-Standard: Der Gaststar ist der Bösewicht. Man lässt ihn auch viel zu oft im Close-Up grinsen, so dass der Zuschauer ihm die Bösewichtrolle kaum abgenommen hat.

Trotzdem macht White Collar Spaß und ich finde es sehr gute Entscheidung der Autoren, sich ab Mitte der Staffel dem übergreifenden Handlungsstrang um Kate und die Verschwörung zu widmen und nicht wie sonst normal bei Procedurals erst am Ende der ersten Staffel damit anzufangen. Werde ich auch paranoid oder besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Elizabeth und Kate? Was denkt ihr, weiß Elizabeth über das Doppelleben ihres Mannes, wenn es denn wirklich ein Doppelleben gibt? Free Fall lässt uns tatsächlich im freien Fall der Fragen!

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