White Collar: Review der Pilotenepisode (1×01)

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Über White Collar gibt es nicht viel zu schreiben. Und nein, das ist nicht negativ gemeint. Die neue TV-Serie des amerikanischen Kabelsenders USA-Network ist ein absoluter Treffer für das Programm des Senders. Für die Zuschauer? Unterhaltung pur.

Wenn man keine Erklärung bzw. keine Worte dafür findet, warum eine Serie funktioniert oder einem gefällt, dann sagt man: Die Chemie stimmt! Und hier ist es so. White Collar ist ein amüsanter, clever konstruierter und einwandfrei inszenierter Neuzugang  der US-Serienlandschaft. Zugegeben, die Hälfte der Inszenierung dreht sich um Matthew Bomers unglaublich blaue Augen. Sie hatte man als Zuschauer schon bei Chuck entdeckt (vermutlich war die blaue Präsenz der Grund, warum man sich schwer tat seine Figur Bruce Larkin gehen zu lassen). In White Collar nutzt die Kamera jede Gelegenheit Bomers Augen ins Visier zu nehmen. Und nicht nur das: Das Bild ist voll vom kalten Blau, Weiß und Schwarz, um den stechend-charmanten Blick der im Stil von Catch Me If You Can agierenden Figur Neal Caffrey hervorzuheben.

Die Grundsituation ist schnell erzählt: Tim DeKay (Tell Me You Love Me, Carnivale und Entourage)spielt den FBI-Agenten Peter Burke, der darauf spezialisiert ist, Fälle von Betrug etc. aufzudecken und der Caffrey ins Gefängnis steckte. Caffrey flieht vier Monate vor seiner Entlassung und das führt zu der Frage, warum ein so kluger Mann so etwas tun sollte? Antwort: Wegen einer Frau.

White Collar schafft es in dem einstündigen Piloten schnell die Figuren einzuführen, ihren Hintergrund aufzubauen, ein paar ernsthafte existenzielle und dadurch vielleicht ernst gemeinte Fragen aufzuwerfen und den ersten Fall der Woche abzuschließen. Ja, die Chemie stimmt. Vor allem die zwischen den beiden Hauptdarstellern, die nicht nur mit Reflexionen über Goya, Pushkin, Ginsberg und Devore aufwarten können, sondern ihre Beziehung sehr glaubhaft und mit Vorsicht angehen. Immerhin, sie basiert auf einem Kompromiss und wo Kompromisse sind, sind auch Probleme. White Collar ist keine Innovation im Bereich der leichten Unterhaltung, aber die Serie macht ihre Variation auf ein Thema sehr gut und hat die nötige Energie um mehr als 13 Episoden zu überstehen.

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