White Collar: Copycat Caffrey (2×03)

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“And yet you have three MBAs and two Doctorates.” Peter (Tim DeKay) braucht sich nicht wundern, wie so etwas geht, ohne die Universität zu besuchen. Peter, mit der richtigen Herangehensweise und den richtigen Verbindungen sind auch zwei Professuren kein Problem. Warum die Hochschuldiskussion? Weil Neal (Matthew Bomer) in Copycat Caffrey einen kurzen Vortrag in einem Uni-Seminar abhalten muss, um ein paar jungen Verbrechern auf die Spur zu kommen. Es handelt sich aber nicht um irgendwelche Verbrecher, sondern um Nachahmungstäter.

Ihr Vorbild: Neal Caffrey. Ja, zu Peters Entsetzen und Neals Stolz wird ein Gemälde entwendet, und die Abwicklung des Ganzen trägt eindeutig Neals Handschrift. Ich muss gestehen, dass mir White Collar mit dieser zweiten Staffel extrem viel Vergnügen bereitet. Das Zusammenspiel der Figuren ist brillant und die schon sowieso gute Cinematographie der Serie ist noch besser geworden. Vor allem bei Außenaufnahmen ist eine Gesetzmäßigkeit festzustellen: Es wird oft aus der leichten Untersicht gefilmt, so dass neben den Figuren im Bild die komplette Stadt-Skyline zu sehen ist.

Durch den oft strahlend blauen Himmel hat man das Gefühl, dass sich das Bild öffnet, nach allen Seiten, und damit mit der Unvorhersehbarkeit der Handlung kokettiert wird. Der Haken dabei ist, sich von White Collar an der Nase herumführen zu lassen, zurückzulehnen und in den Himmel zu schauen, während plötzlich nicht nur die eigene Brieftasche weg ist, sondern auch die Autoschlüssel. Es ist wie bei dem Trick mit dem Hut und dem Schnapsglas (den ich übrigens mit Erfolg ausprobiert habe): Er funktioniert sobald alle Beteiligten mitmachen und eher neugierig als nachdenklich sind.

Aber Neals Trick hinter dem Trick wird wieder einmal getoppt und die Falle, die er und Peter der Copycat-Studenten stellen, schnappt in die Leere zu. Zum Glück hat man oder besser gesagt frau etwas in der Hinterhand. Ja, ihr habt richtig gehört, Alex (Gloria Votsis) ist wieder da und hilft Neal letztendlich die Sache und die Studenten in trockene und schwarz-weiß gestreifte Tücher zu bringen. Aber der Weg dorthin läuft nur über Mozzie und über Peters und Neals gemeinsames Verschweigen der ganzen Wahrheit einander gegenüber.

Neal wollte mit Alex’ Teilnahme an dem Fall auch ihr helfen, denn jemand versucht sie, nach dem Mord an Kate, in die Finger zu bekommen. Am Ende lässt sie Neal mit einem von ihr selbst organisierten Geschenk Richtung Italien fliegen. Ob wir sie wieder sehen werden? Alex hat für Neal auch ein Abschiedsgeschenk. Es handelt sich um ein Stückchen aus der Musik-Box, das, wie wir in einer Parallelszene mit Peter und Diana sehen, anscheinend dafür benötigt wird sie in Betrieb zu setzen.

Damit das passiert müssen Neal und Peter endlich den letzten Schritt zueinander machen und nicht durchgehend jeweils die Loyalität des anderen ständig anzweifeln. Niemand wagt aber Mozzies (Willie Garson) Qualitäten in Frage zu stellen, denn Peter braucht ihn und sein Insiderwissen, um den Kopf der Copycat-Studenten, ihren Professor, davon zu überzeugen, dass er “The Peacemaker”, ein Entsandter der Detroit-Mafia ist und ihn so in eine Falle zu treiben.

Übrigens ich mag sehr die entspannte Art der White Collar-Autoren Erzählungen über die Vergangenheit einer Figur in ein ganz beiläufiges, verspieltes Dialog mitzuteilen. Daraus wird keine große Sache zu machen, wie zum Beispiel wir in Copycat Caffrey aus einem Gespräch zwischen Neal und Peter unter anderem erfahren, dass Peters Vater Bauarbeiter war und Peter Mathe und Buchhaltung studierte, bevor er zu dem FBI ging. Hut ab, White Collar!

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