White Collar: Need To Know (2×02)

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Neal muss für eine politische Kampagne arbeiten, während Dianas Undercoverjob erheblich mehr Körperkontakt erfordert als nur Händeschütteln.

How come you always end up with the hot girl in the hotel room and I end up with the sweaty bald guy in a warehouse in Queens? fragt Peter. Man kann nur sagen: Das ist die Eine-Million-Dollar-Frage! Nun ja: in diesem Fall eher eine Zehntausend-Dollar-Frage… aber eins nach dem anderen. Ich muss gestehen, Need to Know gefiel mir deutlich besser als die Premiere der zweiten Staffel. White Collar handelt nach wie vor weniger vom Happy End und der Auflösung eines Falls, sondern vom Weg dorthin. Dieser ist in Need to Know mit Reflexionen über Politik und  Medien gepflastert – und mit Champagner freigespült. Bereit für das Spiel „Bad Cop, Good Criminal“? Peter: I can do bad cop. Neal: I’ve seen you do mildly irritating cop.

Peter (Tim DeKay) gibt vor, wegen eines alten Falls eine Untersuchung an einem korrupten Politiker (aber sind das nicht alle… ?) durchzuführen, damit dieser auf Hilfe angewiesen ist, um seine neuen Geldwäsche-Maschen zu verbergen. Auf Neals (Matthew Bomer) Hilfe! Neals Manipulation der öffentlichen Meinung gelingt so erschreckend gut, dass nicht nur sein Auftraggeber Jennings (David Alan Basche), sondern auch sein Freund Mozzie (Willie Garson) in die Irre geführt werden. So schlägt Neal mehrere Fliegen mit einer Klappe: Er überführt Jennings, rettet den Kinderpark (der prinzipiell nicht in Gefahr war) und lässt indirekt die ganze Nachbarschaft eine Kundgebung abhalten im Namen eines Jungen, der nie existiert hat. Wirklich gelogen hat er dabei zu keinem Zeitpunkt. Nun gut: Lie to Me führt bereits über zwei Staffeln eine Diskussion darüber, wie man Lügen definiert.
Diese Problematik wird nicht nur verbal von Neal thematisiert, als er zu Peter sagt, er hätte ihn nie wirklich belogen, sondern auch visuell sehr schön inszeniert. Wenn Neal mit Peter oder auch anderen Kollegen, Freunden und Feinden spricht, werden immer wieder Spiegelungen von ihm eingesetzt. Beispielsweise zeigt die Kamera Neal und sein Spiegelbild zugleich in derselben Einstellung: Was hilft Durchsichtigkeit, wenn sie hinter einem Spiegelbild her ist? … Aber während wir hier Platz mit Herumphilosophieren verschwenden, erreicht Neal mit seinen Nicht-Lügen noch etwas: nämlich, den Abend mit einem zehntausend Dollar teuren Callgirl zu verbringen – Diana (Marsha Thomason)!

White Collar hat in dieser zweiten Staffel die Paarungen entdeckt – um beim erotischen Vokabular zu bleiben: Peter muss zusammen mit Mozzie im Burn Notice-Style zehntausend Dollar besorgen, damit Neal mit Diana (als Undercover Call Girl) in Champagner baden kann und wir Zuschauer – in einer sehr schönen Szene zwischen Thomason und Bomer – mehr über Dianas Vergangenheit erfahren. Sie war die Tochter eines Diplomaten, aber eigentich hat ihr Bodyguard r sie groß gezogen… und wurde ihretwegen getötet. Kleine Parallele zu der Neal-Kate-Geschichte!

Diese wiederum versuchen Peter und Diana heimlich weiter aufzudröseln. Am Anfang der Episode versagen die beiden jedoch: Es gelingt ihnen nicht, den Unbekannten zu erwischen, der vermutlich den Schlüssel zu der Musik-Box-Story in Händen hält. Übrigens: Der Schlüssel dazu, keine weiteren peinlichen Green-Screen-Elizabeth-Szenen zu zeigen, läge ganz einfach darin zu sagen, sie sei in San Francisco, ohne sie vor dem Golden Gate Bridge-Bild zu platzieren. Nächste Woche kehrt Tiffany Thiessen überdies zum Set zurück und wird dem White Collar-Team die Green Screen-Arbeit ersparen.
Mit Lob soll bezüglich Need to Know nicht gespart werden. Beschreiben wir das Ganze zum Abschluss mit Mozzies Best: That’ll do pig, that’ll do!

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