Twin Peaks: Dispute Between Brothers (2×10)

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Auch wenn es erstaunlich klingt: über diese Episode gibt es wenig zu sagen. An diesem Punkt geht es der Serie genauso wie Agent Cooper (Kyle Maclachlan): Ratlosigkeit hat sich breit gemacht bezüglich des weiteren Vorgehens. Aus diesem Grund gleicht  Dispute Between Brothers  einem Haufen von Puzzleteilen, die zu unterschiedlichen Bildern gehören: Es gibt ein bisschen Hank-und-Norma-Story; Renault ist wieder da; Bobby versucht vergeblich, Ben zu erpressen; Josie taucht wieder auf; Leo bewegt sich; und Nadine darf zur High School. Aber all diese Geschichten sind nicht mehr als eine kümmerliche Ablenkung von der tiefen Schlucht, die die Auflösung von Lauras Mord hinterlassen hat und in die alle zu stürzen drohen. Ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen?

Der Weg dorthin führt… durch die Wälder. Die allererste Aufnahme steht sinnbildlich für die Serie: ein Standbild. Wie ein Gemälde präsentiert es sich den Zuschauern: von enormer Tiefe, mit einem Fluchtpunkt aus weiflem Licht. Dorthin führt eine Strafle – diese jedoch ist von dunklen Bäumen umgeben, die nicht nur Geheimnis und Bedrohung suggerieren, sondern auch die Fluchtlinien des Bildes verkörpern. Der Weg ins Licht führt nur durch die Wälder. Und diese Wälder werden Cooper nicht nach Hause gehen lassen.

Nach einigen humorvollen, aber auch nachdenklichen Szenen des Abschieds von den Twin Peaks-Bewohnern trifft plötzlich ein FBI-Agent ein und teilt Cooper mit, dass er nicht allein suspendiert, sondern auch zum Gegenstand einer Untersuchung geworden ist: Es geht um seinen Einsatz auf der anderen Seite der Grenze und um verschwundene Drogen, die das FBI bei einer Undercover-Operation zur Verfügung gestellt hatte.

Am Ende der Episode machen Major Briggs und Cooper einen Ausflug in die Wälder. Als die beiden am Lagerfeuer sitzen, fängt Briggs an, von der  White Lodge  zu erzählen. Cooper aber muss dringend mal… und als er zurückkommt, sieht er Briggs im weiflen Licht verschwinden. Kurz zuvor ist die Eule wieder erschienen: Ihre Stimme durchbricht die Stille der Wälder, genauso wie hektische, subjektive Handkamera-Aufnahmen den ruhigen Fluss der Erzählung unterbrechen. Wohin ist Briggs verschwunden? War es wieder Bob?

Eine zweite wichtige Szene stellt offenbar die Weichen für den neuen handlungsübergreifenden Erzählstrang. Sie präsentiert Coopers Erzählung für Audrey (Sherilyn Fenn): Ihr und uns Zuschauern teilt er mit, dass er sich einmal in eine Zeugin verliebte, die dann unter seiner Aufsicht getötet wurde; Cooper selbst wurde schwer verletzt, sein Partner Windham Earl verlor den Verstand. Cooper will nicht, dass sich das Ganze wiederholt – aber kann er eine solche Wiederholung verhindern?

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