White Collar: Neighborhood Watch (3×13)

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Schon nach der Entführungsepisode sprachen wir über die gelungene Entscheidung der Autoren, Elizabeth aus ihrer passiven Position herauszuholen. Und es scheint so, als bliebe sie weiterhin Teil des Teams und nicht nur die Frau für ein paar Szenen pro Staffel. Vermutlich haben die White Collar-Autoren registriert, wie sehr den Zuschauern die Kombination Mozzie (Willie Grason) – Elizabeth (Tiffani Thiessen) ans Herz wächst. Und Neighborhood Watch ist im Grunde eine Elizabeth-Mozzie-Episode. Natürlich sind Neal (Matt Bomer) und Peter (Tim DeKay) mit von der Partie, aber sie agieren eher im Hintergrund.

Als Peter einen Polizeiscanner aus seinem FBI-Überwachungsequipment in eingeschaltetem Zustand zu Hause vergisst, hört Elizabeth eine verdächtige Konversation ab. Da Neal und Peter zunächst dazu neigen, Elizabeths Hinweise auf ein mögliches Verbrechen als posttraumatische Stressreaktionen einzustufen, bleibt ihr nichts anderes übrig, als den Mann zu kontaktieren, der für Verschwörung und Paranoia immer zu haben ist. Vielleicht fragt sich jemand, wie Elizabeth Mozzies Beteiligung an der Nazischatz-Story so leicht vergessen konnte?

Das passende Wort wäre hier zwar „verzeihen“ – aber: so leicht? Nun – wir Zuschauer dürfen nicht vergessen, dass zwischen den beiden eine besondere Verbindung besteht, die sehr geschickt schon in der zweiten Staffel etabliert wurde. In Neighborhood Watch kommt diese Verbindung definitiv zum Tragen, als sie herausfinden, dass die Stimme am Telefon Elizabeths und Peters Nachbar gehört. Also schreitet man zur Tat, um in Erfahrung zu bringen, was mit den Leuten auf der anderen Straßenseite nicht stimmt. Und tatsächlich: Dort haust ein… Werwolf mit seiner Gattin! Spaß beiseite: White Collar setzt hier auf die Kombination aus True Bloods Joe Manganiello in der Gastrolle und Matt Bomer als Schlüssel zu den (vermutlich vorwiegend) weiblichen Zuschauerherzen.

Hormone hin oder her, seinem Gastrollen-Status entsprechend bekommt Manganiello als Ex-Con Ben Ryan, ebenso wie seine Gattin (gespielt von Lola Glaudini, The Sopranos), wenig zu tun. Sie sind Mittel zum – guten – Zweck: Die Bankraub-Verschwörung, die das Pärchen vorbereitet und dann auch durchzieht, gibt Elizabeth die Möglichkeit, einen White-Collar-Insiderwitz zu platzieren, für den Mozzie verantwortlich zeichnet, indem sie undercover als FBI-Agentin auftritt. They don’t call me Mrs. Suit for nothing.

Ironischerweise muss auch Neal undercover, und zwar als er selbst bzw. als sein früheres Selbst, Nick Holden. (Der Trick mit dem Augen-Make-Up und der Serviette war ein genauso guter Treffer wie Mozzies geheimes Signal!) Als Ben am Ende verhaftet wird, sagt er Richtung Neal: Thought you were one of us. Das hat auch Neal selbst lange Zeit geglaubt. Vielleicht wird er es immer bleiben, – vor allem, wenn er die Cons auf der „richtigen“ Seite des Gesetzes ausführen darf, zusammen mit dem Team von Inspector Gadget? Mit dieser Episode scheinen alle auf dem besten Wege zu sein, das Keller-Trauma zu verarbeiten. Ob das so weitergeht?

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