White Collar: Pulling Strings (3×14)

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Neben dem strahlend blauen Himmel und der unverbindlichen Leichtigkeit der Erzählung war White Collar immer eine Geschichte über das Suchen und Finden von Vertrauen, über dessen Verlust und den Versuch, es wiederherzustellen. Dabei steht natürlich die Beziehung zwischen Peter und Neal im Vordergrund, aber durch die Ereignisse um den Nazi-Schatz zieht sich die Thematik im Laufe dieser Staffel durch die Beziehungen zwischen allen Beteiligten.

Neal scheint das Vertrauen in sich selbst gefunden zu haben, aber haben es andere? Lasst uns, mit Derrida gesprochen, den Spuren der Spuren dieser Gefühlsverwicklungen folgen. Wie schon in den Previews angekündigt, kehrt die Versicherungsermittlerin Sara (Hillary Burton) zurück, Neals – gegenwärtige – Ex. Die Figur scheint die Fan-Lager zu spalten: Manche sehnten sich nach ihrer Rückkehr, andere hätten sie gern für immer verabschiedet. Ohne Partei ergreifen zu wollen, kann ich nur sagen, dass Sara – beliebt oder nicht – für die angesprochene Vertrauensthematik eine wichtige Rolle spielt, hat doch Neal (Matt Bomer) nicht nur Peters (Tim DeKay) Vertrauen missbraucht, sondern auch Saras. Obwohl die Beziehungsgeschichte zwischen den beiden immer kompliziert war…

Aber da sich die Handlung in den derzeitigen Episoden auf Neals Anhörung und mögliche endgültige Freilassung zubewegt, gilt es für ihn, Vertrauen wiederherzustellen. Wie wir nun mitbekommen, kämpft nicht nur Neal darum, in den Augen Anderer anerkannt zu werden, sondern auch Peter selbst: Wegen Elizabeths Geburtstag steht der Besuch ihrer Eltern bevor. Währenddessen muss Diana, die einen Heiratsantrag von ihrer Freundin bekommen hat, sich mit der doch neuen Situation anfreunden, und Jones möchte Peter nicht enttäuschen, der ihm die Führung der Ermittlungen übergibt.

Der Fall betrifft eine verschwundene Stradivari. Saras direkter Vorgesetzter und Ex-Liebhaber McKenzie ist involviert; Neal und Sara müssen also zusammenarbeiten, was zu etlichen verbalen Auseinandersetzungen führt – aber auch zu der (unausgesprochenen) Erkenntnis auf beiden Seiten, dass ihre Beziehung noch lange nicht vorbei ist. Dank Mozzie, der wieder für die Highlights der Episode sorgt, kann sich Peter bei seinen Schwiegereltern in durchaus gutem Licht darstellen, auch wenn es viel Wein, Derrida und die Dekonstruktion von Elizabeths angeblicher Lieblingspuppe aus Kinderzeiten erfordert…

Als einziger Schatten am blauen Himmel erweist sich Agent Kramer (Beau Bridges), der nicht nur Neal, sondern auch den Rest des Teams vor der anstehenden Anhörung unter die Lupe nimmt und Bedenken hegt. Werden alle zusammenhalten – auch wenn es darum geht, nicht die ganze Wahrheit zu sagen?

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