Sons of Anarchy: Authority Vested (5×02)

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Nach der brutalen Eröffnung der neuen Sons of Anrachy-Staffel kann man über die zweite Episode nur sagen: That was fun! Es sind die Worte vom Zuhälter Nero, den wir in der Premiere kennenlernten. Eigentlich war es Gemma, die mit ihm wirklich “aus der Nähe” Bekanntschaft machte. Diese Bekanntschaft führte dazu, dass Jax & Co. in Neros Etablissement sich vor der Polizei verstecken konnten.

Wie wir wissen, hat Pope dafür gesorgt, dass Jax, Tig und Chibbs im Gefängnis landen. Mit dieser Episode demonstrieren Kurt Sutter & Co., dass sie auch sehr schön “leise” erzählen können. Bis auf eine Verfolgungsjagd ist die Atmosphäre durchgehend entspannt und man lässt den Charakteren Luft, um sich entfalten. Und das tun sie! Vor allem bei Jax hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass er tatsächlich seine Führungsposition wahrgenommen hat und damit umgehen kann.

Das bedeutet natürlich nicht, dass alles für die Sons glatt abläuft. Weit davon entfernt! Sutter hat immer schon den Schreibprozess an seiner Serie als das Hineinmanövrieren der Figuren in unmögliche Situationen bezeichnet. Wie man des Öfteren in SOA sehen kann, gibt es sogar einen Plan A und einen Plan B, um die Lage jederzeit verschlimmern zu können. Zu den alten Konflikten kommen immer neue. Nach Popes Racheplan müssen Jax & Co. ins Gefängnis wandern, um dort erledigt zu werden.

Jax’ Problem ist immer noch das Fehlen eines Plans B, während alle anderen einen solchen haben, wie zum Beispiel Romeo. Jax verlangt Schutz im Gefängnis, den ihm Romeo zwar verspricht, aber wie wir hören auf alles vorbereitet ist. Währenddessen wirkt das Bündnis zwischen Nero und Jax im Moment viel ehrlicher. Beide teilen ähnliche Vergangenheit – ihre erstgeborenen Söhne haben gesundheitliche Schäden durch die drogensüchtigen Mütter erlitten. Nero hat sich aber von dem Gangsterleben verabschiedet, während Jax mittendrin steckt. Er will Neros Weg gehen, aber die interessante Frage im Moment ist: Wird Nero Jax herausziehen oder Jax Nero hineinziehen?

Ein anderes Bündnis bietet aber den Höhepunkt der Episode – Jax heiratet Tara auf die Schnelle bevor er ins Gefängnis wandert. Nach dem letzten Bild im Finale der vierten Staffel (Jax und Tara) nimmt es nicht  Wunder, welche Eheringe die beiden bekommen – diejenigen von Gemma und John: There is no one else who understands what you are going through right now better than I do!

Bei Tara hat man nach wie vor das Gefühl, dass sie einerseits weiß worauf sie sich einlässt und gleichzeitig – andererseits –  sie hin und wieder eine Art Panik überfällt: Sie fühlt sich wie Kaninchen in der Schlinge. Ihre Situation ähnelt ein bißchen der von Opie. Damit meine ich nicht, dass Opie die Entscheidungen in seinem Leben nicht freiwillig traf, aber er traf sie meistens für seinen besten Freund, für Jax.

Sowohl Tara als auch Opie – auch am Ende dieser Episode – entscheiden sich für Jax und für die damit verbundenen Konsequenzen. Sehr interessant wird, welche Konsequenzen Clays Aufbau eines Märtyrer-Selbstbildes haben wird und welchen Plan  er verfolgt. Schwarz und Weiß sind komplizierte Kategorien in Sons of Anarchy, es sei denn man nimmt sie buchstäblich…

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