Fringe: Transilience Thought Unifier Model-11 (5×01)

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Ich möchte mich für das Verspäten des Reviews entschuldigen und werde mein Bestes geben, um alle Fringe-Reviews möglichst schnell nachzuholen.
Mit jeder neuen Staffel bekommt man als Fringe-Zuschauer den Eindruck in eine weitere neue Welt eingeführt zu werden. Aber diese Welten sind nur Vorwand. Sie sind mögliche Szenarien, dank welcher man alles immer und immer wieder auf die Probe stellt. Und mit “alles” ist die Liebe gemeint. Denn so sehr sich Fringe mit Sci-Fi-Themen beschäftigt und einen Kampf der Universen inszeniert, ist es letztendlich ein Kampf um die Liebe. Ohne Liebe stirbt jedes Universum einzeln und mit ihm sterben die anderen. Denn Leibe heißt  Verbindung. Ohne Liebe wird es kein blondes Mädchen geben, dass zwischen den Pusteblumen spielt.

Was den persönlichen Geschmack betrifft, gefällt mir die neue Observer-Welt und die Rolle der mysteriösen Männer aus der Zukunft nicht so sehr, aber es ist Mittel zum Zweck. Dasselbe kann man auch über das Benutzen von Walter Bishops Gehirn, um eine Plot-Landkarte zu schaffen. Es fehlen wichtige Informationen, an die er sich nicht mehr erinnert und aus diesem Grund muss man sie erneut sammeln. Die Figuren sind wie Hänsel und Gretel, die den Weg nach Hause suchen – Stein für Stein oder soll man besser sagen: Pusteblümchen für Pusteblümchen.

Als “Transilience Thought Unifier Model-11” beginnt, befinden wir uns mittendrin in der von Observern kontrollierten neuen Welt. Es sind eine Handvoll Widerstandskämpfer, die gegen die neue Macht etwas zu unternehmen versuchen. Die Doppelagenten-Rolle hat aber Henrietta Bishop, das kleine Mädchen aus Peters Traum, seine Tochter. Übrigens wir haben in dieser Episode zwei Mal die geträumte oder besser gesagt erinnerte Situation, wie die Observer-Invasion anfing. Die Welt, wie sie existierte und in der die Bishops endlich eine glückliche Familie waren, wurde plötzlich weggepustet, wie die schon erwähnte Blume, die wir in den Flashbacks in Ettas Hand sehen.

Was die Episode macht, ist die einzelnen Teile im Verlauf von Walters und Olivias Rettung zusammen zu bringen. Als Etta bei der Invasion verloren ging, ging auch etwas zwischen Peter und Olivia verloren. Während Olivia und Walter sich der Widerstandsbewegung anschlossen, machte sich Peter auf der Suche nach Etta. Interessanterweise ist sie jetzt diejenige, die  ihre Eltern findet und möglicherweise zusammenbringt. Olivia musst für kurze Zeit die Rolle von Schneewittchen übernehmen, als sie der Bibliothekar Edward Markham von den “amber gypsies” kaufte und in seinem Wohnzimmer hinlegte, um sich selbst in der Rolle des Prinzen zu imaginieren. Aber in der Fringe-Erzählung kann es für Olivia nur einen Prinzen geben, nämlich Peter. Nur für Wiedererwachen der Liebe bleibt im Moment keine Zeit.

Olivia: “We didn’t save the world?”
Peter: “Not even by half.”

Auch der “thought unifier” von September erweist sich als nutzlos nachdem die Observer Walter einer “Gedanken-Folter” unterziehen. Walter verliert die Gedanken, die zu einem Plan gegen die Observer zusammen gepuzzelt werden mussten. Diese erste Episode der neuen und letzten Fringe-Staffel endet wie sie anfing: Mit einer Pusteblume! Der verzweifelte Walter wandert zwischen den Ruinen dieser Welt und die Spiegelung des Sonnenscheins durch eine Skulptur aus alten und kaputten CDs führt ihn zu einem Auto, in dessen Musikanlage er eine der CDs reinlegt. Es ist Yazoo’s “Only You” und wer ganz genau das Bild betrachtet wird auch eins der Fringe-Symbole darin entdecken. Betäubt von dem Musikgenuss wandert Walters Blick (und damit auch unser) zu einem Löwenzahn, das allein inmitten von dem Bruchgestein wächst. Das Ende ist der Anfang.

Dazwischen befindet sich die Liebe, die gleichzeitig auch Sinn ist: Zwischen dem kleinen Mädchen, für das eine Pusteblume zum Pusten da ist, und dem alten Mann, für den sie Hoffnung (in Gestalt eines kleinen Mädchens) bedeutet…

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2 responses »

  1. Fringe ist zurück!!
    Und dein Review beinhaltet alles, was ich darüber sagen könnte und deshalb möchte ich nur noch sagen, dass diese letzte Szene, die emotionalste in der gesamten Fringe-Geschichte für mich war.

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