Chuck: Chuck Versus the Last Details (4×23)

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Eine Episode vor dem Staffel- oder aber Serienfinale fahren die Autoren den großen Cliffhanger auf, aber die Spannung hält sich trotzdem in Grenzen. Chuck Versus the Last Details leidet – genauso wie die ganze zweite Staffelhälfte nach dem vorläufigen Finale – unter dem emotionslosen Vivian-Chuck-Dilemma. Vivians Figur wurde in das Ganze hineingeworfen wie ein Rettungsring, um die Handlung vor dem Ertrinken zu retten, dem Ganzen irgendeine Richtung zu geben. Die Autoren gaben an, eine Spiegelbild-Beziehung zwischen Vivian und Chuck (Zachary Levi) aufbauen zu wollen, aber die kam durch Vivians sporadische Auftritte nie wirklich zum Tragen. Für mich blieb die Figur eine Anregung, die nie Gestalt gewann.

In der letzten Episode hatte man immerhin die Sache mit der Enthüllung bezüglich Volkoff und der engen Beziehung zwischen den Volkoffs und Bartowskis auf den richtigen Weg gebracht. Nichtsdestotrotz hinterlässt Vivians Auftritt hier einen faden Beigeschmack.  Das Hin-und-her-gerissen-Sein Frau Volkoffs sollte uns an Chuck erinnern, aber es wirkt einfach nur aufgesetzt und hektisch. Ich will nicht weiter herumhacken, aber die Sache vermittelt den Eindruck einer verpassten Möglichkeit, mehr herauszuholen aus der Problematik der zwei Kinder, die für die Fehler ihrer Eltern bezahlen.

Abgesehen vom Chuck-Vivian-Lass-uns-reden ist der Rest der Episode sehr unterhaltsam. Ray Wise, immer „on top“, muss als Anwalt Riley das Zeitliche segnen. Zum wiederholten Mal in dieser Staffel liefert der Nebenplot um Casey und Morgan neben den kulturellen Referenzen den besten Part. Endlich kann Morgan wieder undercover arbeiten, nämlich als italienischer Crime-Lord namens Mario: It’s-a me, Mario! What? No, you heard me the first time. Shoot the puppy!” Casey (Adam Baldwin) wird unwillkürlich zu Chewy aus Star Wars, als er Chucks Gefangenen spielt und von ihm mit dieser für Sarah unverständlichen Referenz bedacht wird. Star Wars hört hier noch nicht auf. Vor Morgans (Joshua Gomez) Undercover-Einsatz geben er und Chuck The Imperial March zum Besten.

Adam Baldwin kann wieder einmal überzeugen, sowohl in ernsten als auch in Comedy-Situationen: von „As soon as I get his pants off“ zu der leichten Panik in seiner Stimme, als Morgan nach der Schießerei nicht gleich antwortet. Und die Referenzen enden nicht mit Star Wars. Morgan: Oh God, they have acid just like in the really disgusting scene from Breaking Bad! Casey kennt leider Breaking Bad nicht, aber Terminator 2 müsste er kennen: denn wenn Mary (Linda Hamilton) in ihrer Zelle am hoch geklappten Bett Pull-Ups macht, ist das absolut Sarah-Connor-Style.

Auf die andere Sarah (Yvonne Strahovski) spricht Mary Bartowski am Ende einen liebevollen Toast aus; danach dürfen alle die überraschend romantische Videozusammenfassung aus Jeffs Privatarchiv schöner Chuck-Sarah-Momente genießen. Alles fühlt sich nach einem Abschied an. Marys Schlussworte: May you have many more adventures together, and may you always keep each other safe.

Vielleicht aber ist das ein Abschied nur für Sarah? Denn Vivian aktiviert ihre DNA-Waffe – und ausgerechnet Sarah ist das Ziel. Sie bricht in Chucks Armen zusammen. Kann Chuck sie noch retten?

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