Chuck: Chuck Versus the Zoom (5×01)

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Eigentlich spiegelt die Geschichte der NBC-Serie den Verlauf einer jeden Chuck-Episode wider. Es geht um Rettung in letzter Sekunde, um Pläne, die nicht unbedingt ausgeklügelt sind, aber letztendlich doch funktionieren… und um viel Herz und Emotionen: auch seitens der Fans, die für Chucks Überleben sorgten. Das Herz und die Emotionen sind es auch, die uns bei Chuck so oft über Logik-Löcher und andere Ungereimtheiten hinwegsehen ließen. Auch in der fünften Staffel wird es nicht anders sein.

Manche haben sich gefragt, was sich in der Serie ändern würde, nachdem Decker Chuck mitteilte, dass alles Teil eines großen Plans sei; außerdem hat ja Chuck das Intersect verloren und Morgan unabsichtlich seine Position eingenommen. Morgan Grimes und Kung Fu? Das könnte funktionieren… obwohl ich mir auch nach dieser ersten Episode nicht so sicher bin, ob die Entscheidung, ausgerechnet Morgan zum Intersect zu machen, richtig war. Bislang sehe ich keinen Zugewinn dadurch! Obwohl: Manche seiner Szenen waren zweifellos amüsant.

Wichtiger ist aber, unabhängig von Morgans Auswahl, der neue Blickwinkel auf Chuck als Hauptfigur: und da ist es nun durchaus der richtige Schritt, Mr. Bartowski im finalen Chuck-Kapitel ohne Intersect-Hilfe agieren zu lassen. Das beantwortet auch die Frage danach, was sich nun verändert hat: Auf der einen Seite nichts, auf der anderen Vieles. Wie Ellie in einer kleinen, aber feinen Szene mit ihrem Bruder anmerkt, hat ihn das Intersect nicht wirklich grundlegend verändert, sondern ihm die Möglichkeit gegeben, eine Tür zu öffnen – zu sich selbst, um der Mann zu werden, der er (auch ohne das Intersect) sein kann.

Mit solchen kleinen Verschiebungen, in diesen kleinen Differenzen, die das Immergleiche ein bisschen anders erscheinen lassen, kann man die Gesamtentwicklung der Serie beschreiben. Chuck Versus the Zoom demonstriert nicht nur die neue Teamdynamik wegen Morgans Intersect-Fähigkeiten, unter der Chuck anfangs zu leiden hat. Sie zeigt auch eben jene Entwicklung auf, die Chuck zu dem gemacht hat, den sowohl Sarah (Yvonne Strahovski) als auch Casey (Adam Baldwin) als ihren Leader akzeptieren. Carmichael Industries tut sich schwer, mit seinen Aufträgen Geld zu verdienen.

Als Decker wie aus dem Nichts auftaucht und die vorhandenen Ressourcen einfriert, sieht die Zukunft gar nicht rosig aus. Chuck hat das Gefühl, das er aus dem Zentrum der Ereignisse an den Rand geschoben wird – Do you actually play any non-video game sports? -, da Morgan seine Rolle übernommen hat. Die gleichen Bedenken hörte man aus vielen Fan-Aussagen heraus. Aber keine Angst: Chuck Versus the Zoom schafft es, Chuck auch ohne Intersect zum Herzen des Teams zu machen. Es erfordert tatsächlich viel Herz, sich zunächst als Undercover-Masseur die Hände glitschig zu machen und dann durch ein ziemlich hoch gelegenes Gebäudefenster zu springen!

Ich bin gespannt, wie sich die angekündigten Gaststars in die Serie einfügen werden und was die Autoren für Casey und Sarah an Nebenhandlungen parat haben. Wird Morgan das Intersect bis zum bitteren Ende behalten? Welchen Plan verfolgt eigentlich Decker? Wie man sieht, gibt es der Fragen genug, um die letzten dreizehn Episoden der NBC-Serie interessant zu machen. Aber die vermutlich wichtigste rundet alle anderen ab: Werden Chuck und Sarah am Ende in das weiße Häuschen mit der roten Tür einziehen?

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