Chuck: Chuck vs. the Balcony (4×11)

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Chuck vs. the Balcony beendet die lange Wartezeit der Fans. Doch kann die neue Episode der US-Serie die Zuschauer zufrieden stellen? Nun: perfekt ist sie nicht, aber voll perfekter Momente. Sie erzählt von altem Wein, dessen Magie sich – die Flasche einmal geöffnet – schnell verflüchtigen kann, wenn man nicht im perfekten Moment kostet… Gibt es den perfekten Moment? Casey (Adam Baldwin) würde mit dem Kopf schütteln!

Wir aber werden Zeugen etlicher perfekter Momente innerhalb der Episode. Chuck (Zachary Levi) bekommt mehrere davon, um Sarah (Yvonne Strahovski) den Heiratsantrag zu machen – aber er kann keinen davon nutzen! Immer kommt etwas dazwischen. Dieses Dazwischenkommen ist nicht nur aus dem Grund frustrierend, weil die eigene romantische Seele so gern den Antrag gesehen hätte, sondern weil die Hindernisse sehr plump herbeigezwungen werden. Chucks übliche liebenswerte Unbeholfenheit ist damit nicht gemeint!

Chuck wird zuerst von Sarahs Erzählung über den misslungenen Versuch ihrer Eltern entmutigt, damals den richtigen, ultimativ romantischen Augenblick zu schaffen; er pfeift also Morgan (Joshua Gomez) zurück, der ihm als eine Art Wedding- bzw. Proposal-Planner zur Seite steht. Plan B lautet: „mission with submission“.

Das Team muss nach Frankreich, um einen CIA-Chip sicherzustellen. Abgesehen von dem etwas konfus wirkenden Hauptplot, zu dem wir gleich kommen, bietet der Rest gelungene Szenen und Einlagen: etwa Morgans und Caseys logistische Unterstützung während der Submission oder Chuck-Fu mit einem Weinglas in der Hand. Chucks Stärke lag nie in den Spionage-Verwicklungen, aber derentwegen lässt man sich auf Chuck als Serie ohnehin nicht ein… Trotzdem: die Sache mit dem Chip und Sarahs neuer Doppelagenten-Mission hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ich frage mich: wenn Sarah alles mit Beckmann geplant hat, wieso übernahm sie heimlich die Führung in der Heiratsantrag-Mission und wollte unbedingt Chuck ermöglichen, den Antrag zu machen? Um die Doppelagenten-Sache noch glaubhafter zu gestalten?

Als Chuck den perfekten Moment endlich findet und vor Sarah kniet, wird sie von der CIA verhaftet. So wollen Sarah und Beckmann ein Cover etablieren, damit Sarah in Volkoffs Organisation eingeschleust werden kann. Ob er sie wirklich mit offenen Armen empfangen wird? Auf jeden Fall verspricht sie Chuck, nicht ohne seine Mutter zurück zu kommen. Wenn auch holprig herbeigeführt: diese Wendung könnte die insgesamt holprige vierte Staffel retten! Die Männer (Chuck, Morgan, Casey) bleiben unter sich auf der Außenseite – und auf der Innenseite sind dann die Frauen unter sich (Sarah, Mary Bartowski). Der Austausch zwischen den beiden Seiten dürfte für Humor und Spannung sorgen. Bleibt abzuwarten, wie die Autoren das Ganze managen werden.

Lester wiederum muss in dieser Episode seine Hochzeit bzw. seine zukünftige Frau managen. Ja, wirklich: Lesters Eltern wollen ihn – nach irgendeiner alten Tradition – mit einer bestimmten Frau verheiraten, die prompt im Buy More auftaucht (zu den Klängen von Cornershops “Brimful of Asha”). Ein guter Grund, die Windmaschine einzusetzen! Denn die weist, wie wir wissen, stets auf schöne Frauen hin, die das Buy More betreten. Also ist Lester angenehm überrascht, was ihn dazu veranlasst, mit Jeffs Hilfe an einem traditionellen Selbst zu arbeiten. Lesters zukünftige Frau wird in Lesters Saskatchewan-Hinjew-Zelt im Buy More geführt, wo neben allen traditionellen Speisen… eine kanadische Fahne hängt, Hockey im Fernsehen läuft und, als Krönung, Jeff mit nacktem Oberkörper die Sitar spielt. Awesome!

Da die mögliche Braut aber leider nicht auf Tradition steht, muss ihr Lester sein wahres Ich zeigen: nämlich als Frontmann von Jeffster. Ich glaube, keiner hätte mit Lesters Leder-Auftritt und Whitesnakes “Is This Love” gerechnet! Um auf den Songtitel zu referieren, sagt Lesters Zukünftige: It is not. Dann verschwindet sie mit dem nächsten Windmaschinenstoß. Sie hat den perfekten Moment nicht erkannt…

Chuck vs. the Balcony kreiert nicht den perfekten Moment… aber den gibt es laut Colonel Casey sowieso nicht. Und ihm würde man nicht widersprechen, auch nach dieser Episode nicht.

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