Chuck: Chuck vs. the Bearded Bandit (5×02)

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Willkommen beim Zerfall des Bartowski-Teams und bei reichlich emotionalem Hin und Her zwischen zwei Freunden, aber leider nicht im positiven Sinne. Die Ratings der NBC-Serie zeigen eindeutig, dass sogar die Chuck-Fans die Morgan-Intersect-Sache nicht wirklich sehen wollen. Ironischerweise ist es die letzte Staffel der Serie; ansonsten ließe sich hier eine gute Parallele ziehen zwischen der verzweifelten Suche der Serie nach Zuschauern und der verzweifelten Suche von Carmichael Industries nach Kunden.

Damit nämlich setzt die neue Episode ein – und mit der Vorstellung der Konkurrenz. Die teilt mit manchen Mitgliedern aus Chucks Team eine gewisse Vergangenheit. Ist es eigentlich noch Chucks Team? Diese Frage und Morgans Umgang mit dem Intersect stellt die Serie ins Zentrum der Episode. Doch wie es schon einmal in Chucks Geschichte geschah, bieten Caseys vergangene Liebesaffären guten Stoff. Diesmal sehen wir keine Geringere als Matrix’ Trinity, Carrie-Anne Moss, in der Rolle von Gertrude Verbinski: der Frau, mit der Casey im Jahre 1995 in Minsk eine handgreifliche Auseinandersetzung in jedem Sinne hatte, die – auch das in jedem Sinne – Spuren hinterlassen hat.

Es stellt sich heraus, dass Verbinski Carmichael Industries Konkurrenz macht und deutlich mehr vom Geschäft versteht als Chuck & Co. Das, was sie will, ist aber Casey (Adam Baldwin) – und wie wir sehen, ist er nicht abgeneigt. Eigentlich stellen die Anfänge eines Nebenplots um Casey und Verbinski das einzig Interessante der Episode dar. Den Rest bestreitet Morgans Unzufriedenheit, trotz Intersect nicht genug als Spy geschätzt zu werden: Nach wie vor schickt man ihn an die Seitenlinie, was ihn zu etlichen Hals-über-Kopf-Aktionen verleitet. Chuck versucht, sein Guide in schweren Intersect-Zeiten zu sein, aber was soll er tun mit einem Morgan, der nicht einmal Die-Hard-,Star-Wars- und Raiders-of-the-Lost-Ark-Referenzen erkennt?

Wie man jedoch Morgan den Intersect-Superman oder den Bearded Bandit nicht abnehmen kann, so funktioniert auch Morgan-on-the-dark-side nicht. Ebenso wenig übrigens wie Vivian Volkoffs Story in der letzten Staffel. Aber es scheint so, als würden den Autoren die Geschichten ausgehen: Die Serie ähnelt dem leeren Buy More, das man immerhin mit ein paar amüsanten Auszügen aus der Vergangenheit aufzufrischen  versucht – mit Big Mikes altem Werbevideo und mit Captain Awesome und der Windmaschine (Musik: Boogie Fever von The Sylvers).

Was aber bringt das? Ein kleines Lächeln und einen Seufzer, ein Sehnen nach guten alten Zeiten, die lange vorbei sind… Vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung in dieser Staffel, die wir jetzt noch nicht kommen sehen, denn die Matrix ist nicht immer überschaubar. Go, go, Casey!

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