Chuck: Chuck vs. the Family Volkoff (4×20)

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Chuck kehrt nach langer Pause zurück, und zwar mit einer soliden Episode. In den letzten Monaten hagelte Kritik auf die NBC-Serie herab, die zum größten Teil berechtigt war. Ist der Chuck-Zauber vergangener Staffeln komplett verloren gegangen? Wie dem auch sei: in Episoden wie Chuck vs. the Family Volkoff kommt er wieder zum Vorschein, obwohl auch hier Teile der Geschichte nicht wirklich überzeugen können.

Die Rede ist von der plötzlichen Verwandlung Vivian Volkoffs in eine… Volkoff. Vermutlich kann entweder Lauren Cohan die Verwandlung nicht gut verkaufen, oder aber die Autoren haben ihr kaum die Zeit und den Hintergrund dafür gegeben. Die Parallelen, die die Serie zwischen Chuck und Vivian ziehen möchte, liegen zwar auf der Hand, aber für Chuck bestand nie wirklich Gefahr, zu Darth Vader zu mutieren – und für ein empathisches Hin und Her zwischen Chuck und Vivian wiederum bleibt keine Zeit.

Aber: Vivians Mutation zu einem kriminellen Mastermind verhilft der Episode zu ihrem besten Teil, nämlich dem Auftritt Alexei Volkoffs – der zu Chuck-zentralen Themen führt: Familie und Freundschaft. Timothy Daltons Performance stellt in dieser Episode alles in den Schatten. Es gelingt ihm, von einer Rolle und einer Stimmung in die nächste zu schlüpfen und dabei alle Beteiligten mitzunehmen. Unberechenbarkeit lautet das Zauberwort, das Alexeis Auftritt in die Mischung bringt und sie schmackhaft macht.
Genauso wie der Orangensaft, den Menschen in Synchron trinken. Ja, die Rede ist von den beiden WG-Bewohnern Morgan (Joshua Gomez) und Casey (Alan Baldwin). Das Duo bekommt einen kleinen, aber feinen Nebenplot, der anscheinend gegen Ende dieser Staffel seinen Höhepunkt in einer Enthüllung finden wird. Alex und Casey beschließen, Alex’ Mutter mitzuteilen, dass Alex’ Vater noch am Leben ist. Für Vivian Volkoff wiederum ist ihr Vater „tot“ – bzw. sie versucht, für die physische Korrektheit dieser Tatsache zu sorgen.

Alexei ist schwer getroffen. Genauso wie die Bartowskis hat auch Volkoff eine, vielleicht einzige, Schwäche – die Familie. Man versucht, eine zu haben oder aber sie (intakt) zu bewahren. Was aber, wenn man einander belügt? So, wie es zu Chucks Entsetzen Ellie tut. Davor sehen wir, wie sie sogar Mary ausspioniert. Das Einander-hinters-Licht-Führen berührt irgendwie auch den wunden Punkt des zweiten Nebenplots der Woche, in welchem Sarah Chuck mit ihrem Wunsch nach einem Ehevertrag unangenehm überrascht. Nun, die Sache erweist sich als harmlos – und die typischen Mitten-in-der-Mission-Beziehungsgespräche in Folge dessen schlichtweg als Zeitverschwendung. Oder, um das Vokabular der Episode zu benutzen: Not cool.

Ob wir Alexei Volkoff zum letzten Mal sahen und wie lange Chuck und Ellie Geheimnisse vor einander bewahren können, sind die Fragen für die kommenden Episoden. Ist Ellie der berüchtigte Agent X? Oder sind damit vielleicht gar Ellie und Chuck zusammen gemeint?

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