Chuck: Chuck vs. the Gobbler (4×12)

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Die großen Bösewichter in Chucks Erzählung waren bisher Fulcrum und The Ring. Diese mehr oder weniger gesichtslosen Organisationen müssen nun Volkoffs Verbrecher-Konglomerat weichen: ein Pluspunkt, was die Gegenspieler-Entwicklung betrifft. Während sich zur Mitte dieser Staffel Timothy Daltons Volkoff-Verkörperung zum Zugewinn mausert, bröckelt es in der US-Serie Chuck an anderen Stellen.

Was in Chuck vs. the Gobbler auffällt, ist eine gewisse Hektik, eine Eile – als ob man alles täte, um den Boden für die nächste Episode vorzubereiten. Nein, ich werde diese übertriebene Eile nicht kritisieren. Denn laut Produzententeam war diese Episode tatsächlich als Vorbereitung aufs Finale gedacht – bis Chuck die volle Bestellung bekam. Schnelle Entwicklungen wie Sarahs (Yvonne Strahovski) Involvierung bei Volkoff lassen sich damit entschuldigen. Wir müssen dennoch die Frage stellen dürfen, welchen emotionalen Zugewinn Chuck vs. the Gobbler dem Zuschauer bringt.

An sich ja keine schlechte Idee, Sarah mit Identitätsverlustängsten spielen zu lassen. Aber wie weit können die Autoren gehen? Chuck ist immer schon mehr Comedy als Drama gewesen bzw. wusste sehr gut zwischen beiden Polen zu manövrieren. Im Moment jedoch gerät diese Balance etwas ins Wanken. Kann Chuck – nach allem, was zwischen ihm und Sarah passiert ist – tatsächlich glauben, sie würde die Seiten wechseln? Und wir als Zuschauer wissen, dass Sarah die Seiten nicht wechseln wird. Nichtsdestotrotz verspreche ich mir für die Zukunft viel von der Interaktion Sarah-Mary.

Genauso wie man wieder einmal von dem Paar Casey-Morgan nicht enttäuscht zurückgelassen wird: beginnend mit der Organisation einer spontanen Geburtstagsparty für den Gefängniswächter als Ablenkungsmanöver – und endend mit der Unterhaltung über Liebe. Dank Chuck-Fu überlebt Chuck (Zachary Levi) undercover im Gefängnis, während er und das Team Sarah helfen, ihren Auftrag zu erledigen. Volkoff will Yuri „The Gobbler“ wieder in Freiheit wissen. Denn Yuri ist der Schlüssel zum Kern von Volkoffs Organisation: Hydra, hinter der auch Mary seit Jahren her zu sein scheint…

Nun, Yuri ist tatsächlich der Schlüssel. Ganz materiell. Ein Teil von ihm, genauer gesagt: Sein Auge, das Volkoff auf unappetitliche Art und Weise zu sich nimmt, ist Hydra, die Information über die komplette Organisation. Wo wir bei Namen sind, können wir kurz den Burbank-Plot erwähnen, der irgendwie abseits vom Ganzen abläuft und letztlich dazu dient, Awesome und Ellie kurz mal wieder ins Bild kommen zu lassen. Die beiden können sich nicht auf einen Namen für das Baby einigen. Plötzlich aber scheint Ellie einen gefunden zu haben: Grünka. Natürlich versucht Awesome sie mit Hilfe der Buy More-Crew davon abzubringen – nur um zu erfahren, dass Ellie den Namen auf einer IKEA-Löffel-Verpackung gelesen hat und Awesome qua Schock dazu bewegen will, sich endlich zu entscheiden… Also entscheidet er sich für Clara: und alles ist wieder gut.

Sorgen müssen wir uns wohl eher um Casey: Um nämlich Volkoffs Vertrauen zu gewinnen, soll Sarah als letzten Auftrag Casey töten. Sie wirft ihn prompt aus dem Fenster eines Wolkenkratzers – direkt vor Chucks, Volkoffs und Marys Augen. Zwar haben Casey und Sarah den Stunt geplant, aber er geht dennoch schief… Zum Schluss kann man Casey (Adam Baldwin) nur gute und schnelle Besserung wünschen. Und Chuck an sich auch.

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