Monthly Archives: November 2012

Chuck: Chuck Versus the Hack Off (5×05)

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Nach einem durchwachsenen Staffelstart nimmt die NBC-Serie Fahrt auf und liefert eine sehr amüsante Episode ab, die sich um… Casey (Adam Baldwin) dreht. Eigentlich kann es ja gar nicht anders sein, wenn er im Mittelpunkt steht. Aber dieses Mal geschieht es indirekt. Alles dreht sich zwar um ihn, aber als Objekt der… Begierde! Ja, Gertrude Verbanski darf wieder die Bühne betreten und sogar über Gefühle reden. Bevor wir aber zu dem Teil mit dem „Entblößen“ kommen, müssen wir über die Buy-More-Situation sprechen.

Da Lester im Gefängnis sitzt, können Morgan und Jeff den faden Beigeschmack loswerden und versuchen ihn zu bekehren. Das heißt: Lester soll versprechen, nie wieder einen Anschlag auf Jeffs Leben zu verüben. Aber Lester bleibt standhaft – und dadurch in Caseys Gesellschaft. Richtig gehört: Die beiden sitzen im selben Gefängnis, aber wie sich herausstellt, sind ihre Rollen spiegelverkehrt. Während Casey große Probleme mit den arischen Brüdern hat und in Lebensgefahr schwebt, ist Lester unantastbar und kann ihn unter seiner Fittiche nehmen. Denn schließlich will keiner im Gefängnis auf Internetzugang und Kabelfernsehen verzichten! In einer Sache sind sich aber Casey und Lester einig, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: Sie wollen nicht fliehen bzw. befreit werden.

Casey zu Chuck (Zachary Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski): I don’t run from the law. I AM the law. Damit die beiden also in ihr „normales“ Leben zurückgeholt werden können, müssen ein Better-Casey und ein Better-Lester her. Morgan: Imagine David Beckham. Lester is a shorter, more feminine version of his wife. Morgan und Jeff bezahlen (mit dem neuen iPad) ein indisches Model namens Abed (gespielt von Communitys Danny Pudi), um Lester eifersüchtig zu machen und weich zu klopfen, was letztendlich funktioniert. Genauso gut funktioniert der kurze Auftritt von Communitys Yvette Nicole Brown, die eine auf Abed scharfe Buy-More-Mitarbeiterin spielt. Caseys Befreiung läuft nicht so einfach, und für Chuck und Sarah ist sie mit einem kleinen existenziellen Fragezeichen verbunden: To be (Spy) or not to be?

Nachdem Decker gegen einen Gefallen Caseys Freiheit anbietet, sehen sie sich gezwungen, den Auftrag anzunehmen. Sie müssen ein Computervirus sicherstellen und Decker übergeben. Schwer, wenn ein Teammitglied fehlt. Obwohl: Casey erlebt im Gefängnis einen Besuch der angenehmen Art. Nach einem kleinen Intermezzo mit Gertrud in der Abstellkammer kann er sie überzeugen, seinen Freunden zu helfen, sozusagen seinen Platz einzunehmen. Sarah und Gertrude (Carrie-Anne Moss) zusammen im Kick-Ass-Einsatz, dabei über Gefühle sprechend – awesome! Das „neue“ Team begibt sich jedoch auf gefährliches Territorium. Eigentlich gefährlicher für NBC als für die Chuck-Protagonisten. Denn der Hacker, der das Virus besitzt, versteckt sich in einem streng bewachten FKK-Camp. Also runter mit den Klamotten – und eine Menge Arbeit für die Bildbearbeiter.

Damit sie überhaupt an Colin Davis (Eric Lange), den Virusbesitzer, herankommen, muss Chuck zu Hacker-Chuck aus College-Zeiten zurückkehren, was ihm eine Menge Spaß bereitet. Angeblich – laut Morgan – basiert die Geschichte der Hauptfigur aus Swordfish auf Chucks Leben. Diese kleine Odyssee in die Vergangenheit wirft die Frage auf, ob Chuck und Sarah vielleicht doch nicht aus dem Spionagegeschäft aussteigen – was bei Sarah definitiv nicht auf fruchtbaren Boden fällt! Aber für solche Abweichungen ist keine Zeit, denn Decker lässt die beiden in die nächste Falle laufen. Nicht gerechnet hat er allerdings mit Gertrudes Gefühlen für Casey. Sie jagt einfach Decker in die Luft und befreit Casey mit Morgans Hilfe aus dem Gefängnis. Das bedeutet für alle, dass sie nun auf der Flucht vor der Regierung sind… und vor allem vor Deckers Boss, wer auch immer das sein sollte. Ob wir die- oder denjenige/n kennen? Denn es klingt nach einer persönlichen Geschichte…

Chuck: Chuck Versus The Hack Off (5×04)

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Haben wir wirklich lange Zeit keine solche Chuck-Episode mehr gesehen, wo so viel passiert und so gut wie alle Figuren am Geschehen teilnehmen – oder bilde ich mir das nur ein? Gut, Verbanski bekommen wir nicht zu sehen, aber dafür darf eine andere Gastdarstellerin die Bühne betreten: Catherine Dent, die man aus The Shield kennt. Bevor ich euch spoilere, in welcher Rolle sie auftritt, wollen wir uns damit auseinandersetzen, welcher Star-Wars-Film der beste war.

Als Chuck (Zachari Levi) Morgan (Joshua Gomez) am Anfang der Episode vor einer Autobombe gerettet und General Beckman eine Anti-Intersect-Brille vorbeigebracht hat und Morgans Kopf wieder frei ist, scheint alles vorbei zu sein. Denkt man. Aber Decker hat mit dem Anschlag auf The Bearded Bandit einen Profi namens The Viper beauftragt, der vor allem durch seine Hartnäckigkeit beim Erfüllen von Aufträgen berüchtigt ist. Übrigens: Morgans kurze Sternefang-Einlagen, noch mit dem Intersect im Kopf, waren schön orchestrierte Sequenzen, die besonders mit Caseys und Beckmans Grimassen an der Seitenlinie glänzten.

Da Morgan sich im Castle-Lockdown befindet, muss Chuck undercover als Morgan auftreten. Begleitet von Sarah, geht er zum alljährlichen, landesweiten Treffen der Buy Morons. Nur die Crème de la crème der Buy-More-Läden ist eingeladen: die besten Verkäufer – das Ganze läuft ja unter dem Motto Buy More National Salesperson of the Year! Dieser „berufliche“ Ausflug gibt Sarah (Yvonne Strahovski) und Chuck die Möglichkeit – das glauben die beiden zumindest -, ihren eigenen Griff nach den Sternen zu üben, nach dem kleinen Haus mit dem weißen Zaun. So setzt die Serie ihre Beschäftigung mit dem „What if“-Thema um Chuck und Sarah fort: Wie wäre es, wenn die beiden ein normales Pärchen wären, das normale Freunde hat und ein normales Leben führt? Sarah lernt Jane (Catherine Dent) kennen, und alles deutet auf den Beginn einer Freundschaft hin, bis…

Das Spielchen mit der Suche nach The Viper funktioniert für mich dadurch, dass sich Sarah tatsächlich eine Freundin außerhalb ihres „Jobs“ wünscht. Nicht weil die wahre Identität des Auftragsmörders uns extrem überrascht, sondern weil Sarah die Möglichkeit bekommt, eine andere Seite ihrer Persönlichkeit auszuleben – wenn auch nur für kurze Zeit und im Rahmen eines Auftrags. Im Castle lebt Casey (Adam Baldwin) seine Wut auf Morgan aus, indem er ihn… spoilert. Da Chuck Morgan eine Star-Wars-Filmsession verordnet, um ihn wiederherzustellen nutzt Casey die Gelegenheit, um die ultimative Nerd-Rache auszuüben.

Währenddessen versetzt der „neue“ Jeff, der Tee trinkt und Bücher liest, alle Mitarbeiter in Erstaunen – und Lester in einen unzurechnungsfähigen Zustand. Lester versucht, den „alten“ Jeff mit Hilfe von Autoabgasen zurückzubringen, aber er endet in Handschellen und mit einer Anklage wegen versuchten Mordes am Hals. Damit ist Jeffs Veränderung ein „game changer“ fürs Buy More, oder? Er liest ja nicht nur Bücher, sondern auch andere Menschen und kann Awesome den Gefallen zurückzahlen, indem er ihn darauf aufmerksam macht, was mit Ellie nicht stimmt. Ich frage mich aber, was unser Darth Vader Decker im Schilde führt. Warum gab er The Viper den Befehl, alle bis auf Chuck und Sarah zu töten? Hat Casey jemals so viele Leute auf einen Schlag erschossen? Während Sarah vor versammelter Mannschaft einen Toast auf die Freundschaft ausbringt, taucht Decker höchstpersönlich mit seinen Leuten auf, um Casey wegen Mordes zu verhaften. Diese Episode steckt nicht nur voller amüsanter Momente, sondern sie hinterlässt uns mit mehreren Fragezeichen der positiven Art. Gut so!

Chuck: Chuck vs. the Frosted Tips (5×03)

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Chuck hat immer gute Episoden abgeliefert, wenn die Action und die Slapstick-Situationen ihre Kraft aus der Spannung zwischen den Missionen und dem Privatleben der Protagonisten schöpften: aus ihrem romantischen Leben oder aber einer Freundschaft. In Episoden wie Chuck vs. the Frosted Tips ist es eigentlich egal, welches handlungsübergreifende Schema die Autoren verfolgen, denn solche Episoden sind an sich unterhaltend genug. So sollte die NBC-Serie ihren Schwanengesang gestalten: indem sie sich auf ihre „alten“ Stärken besinnt, anstatt sich in allzu „ernsthafte“ Stories zu verstricken. Und wie wir schon in den Reviews zu den vorherigen zwei Episoden besprachen, gehört zu diesen Stärken Caseys „emotionale“ Verwicklung ins Geschehen!

Diese Episode lässt auf jeden Fall Kritiker der Morgan-Erzählung wie mich so richtig blöd dastehen, denn mit einem Schwung wird mit den Dark-Side-Spielereien aufgeräumt – und dafür eine für Chucks Verhältnisse durchaus nachvollziehbare Erklärung nachgereicht. Das Intersect wurde absichtlich mit einer Fehlfunktion „geliefert“, auf dass Chuck auf die dunkle Seite wechseln bzw. nach und nach seine Persönlichkeit zerstört würde. Es war Morgans Pech und Chucks Glück, dass Morgan die Brille aufsetzte. Das heißt aber nicht, dass sich die Probleme verringern, vor welchen das Team am Anfang der Episode steht.

Durch Morgans Einstellung bei Verbanski kreiert man amüsante Dynamik, da der „Kampf“ mit dem Gegner sowohl Casey (Adam Baldwin) als auch Chuck (Zachary Levi) nicht nur beruflich, sondern auch privat betrifft: Casey wegen der romantischen Spannung zwischen ihm und Gertrude, Chuck wegen der freundschaftlichen solchen zwischen ihm und Morgan (Joshua Gomez). Sarah (Yvonne Strahovski) gerät in die Rolle der Vermittlerin, die aufpasst, dass nicht alles komplett aus den Fugen gerät: Schließlich weiß sie am besten, was passieren kann, wenn man Privates und Arbeit durcheinander bringt.

Solche Vermischungen führen meistens zu einer Explosion. Und die erleben wir auch hier – buchstäblich, am Ende der Episode. Aber bevor wir dort anlangen, kommt das Vorspiel… das man, wie uns die Flirt-Kampf-Szene zwischen Gertrud (Carrie-Anne Moss) und John zeigt, durchaus genießen darf! Gut, man kann natürlich die ganze Dramatik um den Freundschaftsbruch zwischen Chuck und Morgan nicht wirklich ernst nehmen, aber sie ist auch nicht ernst gemeint; und Morgans „bad ass“-Witze mit passender Musikuntermalung – vor allem der Buy More-Auftritt – sind diese Woche durchaus amüsant.

Nicht nur Morgan erfährt ein Makeover: Die Buy More-Nebenerzählungen sind zwar nicht mehr das, was sie mal waren, aber die Serie schafft es nach wie vor, die nötigen kleinen Verbindungen zum Hauptplot aufzubauen. Ausgerechnet mit Jeff (Scott Krinsky) geschieht etwas Schicksalsträchtiges. Captain Awesome überzeugt ihn, sein Leben zu ändern – und damit auch seine Arbeitshaltung. Ganz egal, wie ihm dieses Kunststück gelungen sein mag – er ist eben Awesome -, wir sehen einen „neu geborenen“ Jeff. Morgans Wiedererlangung seines Selbst mit Hilfe einer alten Schulgeschichte, die Chuck erzählt, kann man hingegen nicht als Wiedergeburt bezeichnen.

Aber trotzdem war es am Ende schön, Morgan mit seinem Star-Wars-Kissen an Chucks und Sarahs Tür klopfen zu sehen, nachdem Casey ihn rausgeschmissen hatte. Denn Casey kann ja nicht so schnell verzeihen, was Morgan Alex antat, als er früher in der Episode mit ihr Schluss machte! Übrigens: Zusätzlich zur schon erwarteten Matrix-Referenz in der Szene, als Morgan den Betäubungspfeilen ausweicht, bekommen wir zu sehen, was Verbanski (The Matrix Lady Carrie-Anne Moss) und Casey gemeinsam haben: das eingerahmte Reagan-Bild. Unter Anderem. Bleibt abzuwarten, wie das erste Date verläuft… und welche Rolle Verbanski im Kampf gegen Decker oder weitere mysteriöse Drahtzieher spielen wird!

Chuck: Chuck vs. the Bearded Bandit (5×02)

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Willkommen beim Zerfall des Bartowski-Teams und bei reichlich emotionalem Hin und Her zwischen zwei Freunden, aber leider nicht im positiven Sinne. Die Ratings der NBC-Serie zeigen eindeutig, dass sogar die Chuck-Fans die Morgan-Intersect-Sache nicht wirklich sehen wollen. Ironischerweise ist es die letzte Staffel der Serie; ansonsten ließe sich hier eine gute Parallele ziehen zwischen der verzweifelten Suche der Serie nach Zuschauern und der verzweifelten Suche von Carmichael Industries nach Kunden.

Damit nämlich setzt die neue Episode ein – und mit der Vorstellung der Konkurrenz. Die teilt mit manchen Mitgliedern aus Chucks Team eine gewisse Vergangenheit. Ist es eigentlich noch Chucks Team? Diese Frage und Morgans Umgang mit dem Intersect stellt die Serie ins Zentrum der Episode. Doch wie es schon einmal in Chucks Geschichte geschah, bieten Caseys vergangene Liebesaffären guten Stoff. Diesmal sehen wir keine Geringere als Matrix’ Trinity, Carrie-Anne Moss, in der Rolle von Gertrude Verbinski: der Frau, mit der Casey im Jahre 1995 in Minsk eine handgreifliche Auseinandersetzung in jedem Sinne hatte, die – auch das in jedem Sinne – Spuren hinterlassen hat.

Es stellt sich heraus, dass Verbinski Carmichael Industries Konkurrenz macht und deutlich mehr vom Geschäft versteht als Chuck & Co. Das, was sie will, ist aber Casey (Adam Baldwin) – und wie wir sehen, ist er nicht abgeneigt. Eigentlich stellen die Anfänge eines Nebenplots um Casey und Verbinski das einzig Interessante der Episode dar. Den Rest bestreitet Morgans Unzufriedenheit, trotz Intersect nicht genug als Spy geschätzt zu werden: Nach wie vor schickt man ihn an die Seitenlinie, was ihn zu etlichen Hals-über-Kopf-Aktionen verleitet. Chuck versucht, sein Guide in schweren Intersect-Zeiten zu sein, aber was soll er tun mit einem Morgan, der nicht einmal Die-Hard-,Star-Wars- und Raiders-of-the-Lost-Ark-Referenzen erkennt?

Wie man jedoch Morgan den Intersect-Superman oder den Bearded Bandit nicht abnehmen kann, so funktioniert auch Morgan-on-the-dark-side nicht. Ebenso wenig übrigens wie Vivian Volkoffs Story in der letzten Staffel. Aber es scheint so, als würden den Autoren die Geschichten ausgehen: Die Serie ähnelt dem leeren Buy More, das man immerhin mit ein paar amüsanten Auszügen aus der Vergangenheit aufzufrischen  versucht – mit Big Mikes altem Werbevideo und mit Captain Awesome und der Windmaschine (Musik: Boogie Fever von The Sylvers).

Was aber bringt das? Ein kleines Lächeln und einen Seufzer, ein Sehnen nach guten alten Zeiten, die lange vorbei sind… Vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung in dieser Staffel, die wir jetzt noch nicht kommen sehen, denn die Matrix ist nicht immer überschaubar. Go, go, Casey!

Chuck: Chuck Versus the Zoom (5×01)

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Eigentlich spiegelt die Geschichte der NBC-Serie den Verlauf einer jeden Chuck-Episode wider. Es geht um Rettung in letzter Sekunde, um Pläne, die nicht unbedingt ausgeklügelt sind, aber letztendlich doch funktionieren… und um viel Herz und Emotionen: auch seitens der Fans, die für Chucks Überleben sorgten. Das Herz und die Emotionen sind es auch, die uns bei Chuck so oft über Logik-Löcher und andere Ungereimtheiten hinwegsehen ließen. Auch in der fünften Staffel wird es nicht anders sein.

Manche haben sich gefragt, was sich in der Serie ändern würde, nachdem Decker Chuck mitteilte, dass alles Teil eines großen Plans sei; außerdem hat ja Chuck das Intersect verloren und Morgan unabsichtlich seine Position eingenommen. Morgan Grimes und Kung Fu? Das könnte funktionieren… obwohl ich mir auch nach dieser ersten Episode nicht so sicher bin, ob die Entscheidung, ausgerechnet Morgan zum Intersect zu machen, richtig war. Bislang sehe ich keinen Zugewinn dadurch! Obwohl: Manche seiner Szenen waren zweifellos amüsant.

Wichtiger ist aber, unabhängig von Morgans Auswahl, der neue Blickwinkel auf Chuck als Hauptfigur: und da ist es nun durchaus der richtige Schritt, Mr. Bartowski im finalen Chuck-Kapitel ohne Intersect-Hilfe agieren zu lassen. Das beantwortet auch die Frage danach, was sich nun verändert hat: Auf der einen Seite nichts, auf der anderen Vieles. Wie Ellie in einer kleinen, aber feinen Szene mit ihrem Bruder anmerkt, hat ihn das Intersect nicht wirklich grundlegend verändert, sondern ihm die Möglichkeit gegeben, eine Tür zu öffnen – zu sich selbst, um der Mann zu werden, der er (auch ohne das Intersect) sein kann.

Mit solchen kleinen Verschiebungen, in diesen kleinen Differenzen, die das Immergleiche ein bisschen anders erscheinen lassen, kann man die Gesamtentwicklung der Serie beschreiben. Chuck Versus the Zoom demonstriert nicht nur die neue Teamdynamik wegen Morgans Intersect-Fähigkeiten, unter der Chuck anfangs zu leiden hat. Sie zeigt auch eben jene Entwicklung auf, die Chuck zu dem gemacht hat, den sowohl Sarah (Yvonne Strahovski) als auch Casey (Adam Baldwin) als ihren Leader akzeptieren. Carmichael Industries tut sich schwer, mit seinen Aufträgen Geld zu verdienen.

Als Decker wie aus dem Nichts auftaucht und die vorhandenen Ressourcen einfriert, sieht die Zukunft gar nicht rosig aus. Chuck hat das Gefühl, das er aus dem Zentrum der Ereignisse an den Rand geschoben wird – Do you actually play any non-video game sports? -, da Morgan seine Rolle übernommen hat. Die gleichen Bedenken hörte man aus vielen Fan-Aussagen heraus. Aber keine Angst: Chuck Versus the Zoom schafft es, Chuck auch ohne Intersect zum Herzen des Teams zu machen. Es erfordert tatsächlich viel Herz, sich zunächst als Undercover-Masseur die Hände glitschig zu machen und dann durch ein ziemlich hoch gelegenes Gebäudefenster zu springen!

Ich bin gespannt, wie sich die angekündigten Gaststars in die Serie einfügen werden und was die Autoren für Casey und Sarah an Nebenhandlungen parat haben. Wird Morgan das Intersect bis zum bitteren Ende behalten? Welchen Plan verfolgt eigentlich Decker? Wie man sieht, gibt es der Fragen genug, um die letzten dreizehn Episoden der NBC-Serie interessant zu machen. Aber die vermutlich wichtigste rundet alle anderen ab: Werden Chuck und Sarah am Ende in das weiße Häuschen mit der roten Tür einziehen?

Chuck: Chuck Versus the Cliffhanger (4×24)

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An allererster Stelle gratuliere ich ganz herzlich allen Chuck-Fans zur Verlängerung. Wer hätte gedacht, dass Chuck es auf fünf Staffeln bringen würde? Dabei verlief die vierte Staffel als Ganze in meinen Augen deutlich schwächer als die vorherigen drei. Nichtsdestotrotz ging im Finale noch einmal die Post ab. Chuck Versus the Cliffhanger ist für mich eine sehr zufrieden stellende Episode, die alles zu bieten hatte: Action, Comedy, Romanze und ein paar Wendungen, die man so nicht erwartete.

Eins nach dem anderen: Im Vergleich zu etlichen anderen Episoden dieser Staffel stimmt hier der Aufbau der Spannungskurve, und das Tempo wird perfekt ausbalanciert. Man fühlt sich als Zuschauer nicht nur durch die romantische Geschichte von Chuck (Zachary Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski) liebevoll an die Hand genommen, sondern auch durch die komplette Chuck-Geschichte. Dem Finale gelingt es, die Volkoff-Story zu beenden und sie zugleich in den Kontext eines Chucks Geschichte übergreifenden Schemas zu stellen.

CIA-Agent Clyde Decker, eine Figur, der wir vor dem Finale nie begegnet waren, macht sozusagen den Pitch für die kommende finale Staffel – Chuck und gleichzeitig uns gegenüber. Die Aussage, dass alle Ereignisse so geplant waren und zu einem Masterplan gehören, scheint erst einmal ziemlich aus dem Hut gezaubert. Was alles bedeutet und wie die Autoren es erklären wollen, ist sehr interessante Frage – die wir uns hier aber gar nicht stellen müssen:  lieber den finalen Kampf von Chuck um Sarah genießen!

Ohne Rücksicht auf Verluste versuchen Charles Bartowski & Co. Sarah zu retten. Sehr gelungen fand ich die Entscheidung der Autoren, ausgerechnet Chuck und Hartley Winterbottom (Timothy Dalton) den letzten und verzweifelten Schritt machen zu lassen – als sie selbst, nicht als Intersect und Alexei Volkoff. Wie es dazu kam, dass ihre Alternativ-Identitäten „entwaffnet“ wurden, ist sekundär. Wichtig ist eins: den Mann zu zeigen, in den sich Sarah verliebte – denn der war und ist kein James Bond, wie uns die Flashbacks zeigen, sondern einfach Chuck.

Die Handlung dieser Episode ist sehr schön um die kleinen Flashback-Einschübe strukturiert, die uns immer wieder Chucks und Sarahs Beziehung vor Augen führen, so dass Chucks bessere Hälfte öfter zu sehen ist, obwohl sie nur in einem Krankenhausbett liegt. Apropos bessere Hälfte: You’re Chuck Bartowski. You’re the second best spy I’ve ever worked with. Now you’re gonna go save the best one, sagt Casey (Adam Baldwin) zu Chuck. Wie es sich für ein Finale gehört, ist das ganze Team an Bord, sogar Sarahs Spy-Freundinnen. Aber und vor allem: The Magnet aka Morgan Grimes (Joshua Gomez), der für die größte Überraschung in diesem Finale sorgt.

Man kann sagen, dass in dieser vierten Staffel Casey und hauptsächlich Morgan ihrem Job als Chucks Geheimwaffe definitiv gerecht wurden. Es macht Spaß zuzusehen, wie die Autoren es immer schaffen, den beiden nicht nur die passenden Sätze in den Mund zu legen, sondern sie auch im Laufe der Handlung ironisch wieder aufzunehmen, so wie Caseys „That’s smart. Real smart. Reagan smart.“ Etwas später bedarf es ausgerechnet der Hilfe der Russen, um Sarah zu helfen. Die Bilder mit den Fallschirmspringern könnten für ein musikalisches Remake namens „It’s raining Russians“ verwendet werden. Casey mit sichtlich gemischten Gefühlen: „Russians. So many Russians.”

Zurück zu Morgan und dem Gamechanger der letzten Minuten. Als Sarah und Chuck in die Flitterwochen fahren wollen, sitzt Morgan hinterm Steuer: I’ve always been the driver, Chuck. Die Ironie darin: Etwas später, durch Zufall, landet eine Intersect-Version in Morgans Kopf… und die NBC-Serie beendet ihre vierte Staffel wieder mit den Worten: Guys, I know Kung Fu.
Kurz zuvor hatte das Team beschlossen, als Freelancer zu operieren: unabhängig von Regierungen und finanziert durch Volkoffs Millionen, die Winterbottom und seine Tochter Vivian Chuck und Sarah als Hochzeitsgeschenk schicken.

Als erstes erwirbt das frisch verheiratete Paar das Buy More und Castle. Und sie haben The Magnet aka The Intersect aka Morgan! Ich bin gespannt, was ihr Leser und Fans zu sagen habt: Wird der Gamechanger die Dynamik im Team verändern? Was erwartet ihr von der fünften Staffel? Wer ist von Anfang an der große Böse gewesen?

Chuck: Chuck Versus the Last Details (4×23)

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Eine Episode vor dem Staffel- oder aber Serienfinale fahren die Autoren den großen Cliffhanger auf, aber die Spannung hält sich trotzdem in Grenzen. Chuck Versus the Last Details leidet – genauso wie die ganze zweite Staffelhälfte nach dem vorläufigen Finale – unter dem emotionslosen Vivian-Chuck-Dilemma. Vivians Figur wurde in das Ganze hineingeworfen wie ein Rettungsring, um die Handlung vor dem Ertrinken zu retten, dem Ganzen irgendeine Richtung zu geben. Die Autoren gaben an, eine Spiegelbild-Beziehung zwischen Vivian und Chuck (Zachary Levi) aufbauen zu wollen, aber die kam durch Vivians sporadische Auftritte nie wirklich zum Tragen. Für mich blieb die Figur eine Anregung, die nie Gestalt gewann.

In der letzten Episode hatte man immerhin die Sache mit der Enthüllung bezüglich Volkoff und der engen Beziehung zwischen den Volkoffs und Bartowskis auf den richtigen Weg gebracht. Nichtsdestotrotz hinterlässt Vivians Auftritt hier einen faden Beigeschmack.  Das Hin-und-her-gerissen-Sein Frau Volkoffs sollte uns an Chuck erinnern, aber es wirkt einfach nur aufgesetzt und hektisch. Ich will nicht weiter herumhacken, aber die Sache vermittelt den Eindruck einer verpassten Möglichkeit, mehr herauszuholen aus der Problematik der zwei Kinder, die für die Fehler ihrer Eltern bezahlen.

Abgesehen vom Chuck-Vivian-Lass-uns-reden ist der Rest der Episode sehr unterhaltsam. Ray Wise, immer „on top“, muss als Anwalt Riley das Zeitliche segnen. Zum wiederholten Mal in dieser Staffel liefert der Nebenplot um Casey und Morgan neben den kulturellen Referenzen den besten Part. Endlich kann Morgan wieder undercover arbeiten, nämlich als italienischer Crime-Lord namens Mario: It’s-a me, Mario! What? No, you heard me the first time. Shoot the puppy!” Casey (Adam Baldwin) wird unwillkürlich zu Chewy aus Star Wars, als er Chucks Gefangenen spielt und von ihm mit dieser für Sarah unverständlichen Referenz bedacht wird. Star Wars hört hier noch nicht auf. Vor Morgans (Joshua Gomez) Undercover-Einsatz geben er und Chuck The Imperial March zum Besten.

Adam Baldwin kann wieder einmal überzeugen, sowohl in ernsten als auch in Comedy-Situationen: von „As soon as I get his pants off“ zu der leichten Panik in seiner Stimme, als Morgan nach der Schießerei nicht gleich antwortet. Und die Referenzen enden nicht mit Star Wars. Morgan: Oh God, they have acid just like in the really disgusting scene from Breaking Bad! Casey kennt leider Breaking Bad nicht, aber Terminator 2 müsste er kennen: denn wenn Mary (Linda Hamilton) in ihrer Zelle am hoch geklappten Bett Pull-Ups macht, ist das absolut Sarah-Connor-Style.

Auf die andere Sarah (Yvonne Strahovski) spricht Mary Bartowski am Ende einen liebevollen Toast aus; danach dürfen alle die überraschend romantische Videozusammenfassung aus Jeffs Privatarchiv schöner Chuck-Sarah-Momente genießen. Alles fühlt sich nach einem Abschied an. Marys Schlussworte: May you have many more adventures together, and may you always keep each other safe.

Vielleicht aber ist das ein Abschied nur für Sarah? Denn Vivian aktiviert ihre DNA-Waffe – und ausgerechnet Sarah ist das Ziel. Sie bricht in Chucks Armen zusammen. Kann Chuck sie noch retten?

Chuck: Chuck vs. the Wedding Planer (4×21)

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Die neue Chuck-Episode erzählt von Menschen, die sich sehr nahe standen, aber aus dem einen oder anderen Grund für lange Zeit voneinander getrennt wurden. Die Serie gönnt ihren Zuschauern eine erfrischende Pause von den ständigen Beziehungsquerelen zwischen Chuck (Zachari Levi) und Sarah (Yvonne Strahovski), die in den letzten Episoden nur noch Ablenkung und Zeitverlust brachten. Guten Gebrauch von genau diesem Wort – Zeit – macht Chuck vs. the Wedding Planer.

Die Episode versetzt uns ins Jahr 1988. Wir sehen, wie Sarah als kleines Mädchen zusammen mit ihrem Vater Hausfrauen in McCall, Idaho, ihres Geldes enthebt – dank Trickbetrügereien mit Keksen. Gary Cole als Sarahs Vater Jack Burton bekam nicht so viel zu tun, wie die Promos versprachen, aber sein Auftritt war wichtig: Jacks Anwesenheit und die Rückblenden aus Sarahs Vergangenheit verraten uns zwar nichts Neues über sie, aber verdeutlichen erstmalig ganz explizit die Motivationen, die Gefühle und die Reaktionen der Figur auf dem langen Weg zu dem Punkt, an dem sie Chuck Bartowski heiratet. “Once you know all the cons, you can never be a sucker.” Das Leben voller Abenteuer, das sie sich als Kind mit ihrem Vater versprach, kam letztendlich zustande, aber nie konnte Sarah ihre Enttäuschung überwinden; ihr Springen von einem CIA-Abenteuer ins nächste entwickelte sich zu einer Flucht vor dieser Enttäuschung.

Diese Episode sagt etwas wie: Bühne frei für Yvonne Strahovski, die wieder einmal sowohl den Slapstick (Stichwort: Intersect-Flash-Nachahmung) als auch die ernsten Momente souverän meistert. Sogar Szenen wie die letzte der Episode – die mit dem Sparschweinchen – kann sie vor dem Fall ins Melodramatische retten. Adam Baldwin in der Rolle des John Casey bekommt zwar nicht so viel Screentime, aber im B-Vaterplot der Woche macht er eine durchaus gute Figur, als Casey doch noch von Kathleen entlarvt wird. Ich schätze, diese Enthüllung wird nicht die letzte Szene zwischen den beiden sein.

Was den Wedding Planer-Spyplot der Woche um Daphne Peralta betrifft – nun, dieser glänzt lediglich mit zwei Sätzen: Do our wedding colors remind you of socialism? Und: Oh my God, he just exposed himself! Der Rest ist, wie so oft in letzter Zeit, nicht der Rede wert. Oder seid ihr anderer Meinung? Wird Sarahs Vater doch zur Hochzeit kommen? Werden wir demnächst auch andere Verwandte erleben dürfen?

Chuck: Chuck vs. the Family Volkoff (4×20)

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Chuck kehrt nach langer Pause zurück, und zwar mit einer soliden Episode. In den letzten Monaten hagelte Kritik auf die NBC-Serie herab, die zum größten Teil berechtigt war. Ist der Chuck-Zauber vergangener Staffeln komplett verloren gegangen? Wie dem auch sei: in Episoden wie Chuck vs. the Family Volkoff kommt er wieder zum Vorschein, obwohl auch hier Teile der Geschichte nicht wirklich überzeugen können.

Die Rede ist von der plötzlichen Verwandlung Vivian Volkoffs in eine… Volkoff. Vermutlich kann entweder Lauren Cohan die Verwandlung nicht gut verkaufen, oder aber die Autoren haben ihr kaum die Zeit und den Hintergrund dafür gegeben. Die Parallelen, die die Serie zwischen Chuck und Vivian ziehen möchte, liegen zwar auf der Hand, aber für Chuck bestand nie wirklich Gefahr, zu Darth Vader zu mutieren – und für ein empathisches Hin und Her zwischen Chuck und Vivian wiederum bleibt keine Zeit.

Aber: Vivians Mutation zu einem kriminellen Mastermind verhilft der Episode zu ihrem besten Teil, nämlich dem Auftritt Alexei Volkoffs – der zu Chuck-zentralen Themen führt: Familie und Freundschaft. Timothy Daltons Performance stellt in dieser Episode alles in den Schatten. Es gelingt ihm, von einer Rolle und einer Stimmung in die nächste zu schlüpfen und dabei alle Beteiligten mitzunehmen. Unberechenbarkeit lautet das Zauberwort, das Alexeis Auftritt in die Mischung bringt und sie schmackhaft macht.
Genauso wie der Orangensaft, den Menschen in Synchron trinken. Ja, die Rede ist von den beiden WG-Bewohnern Morgan (Joshua Gomez) und Casey (Alan Baldwin). Das Duo bekommt einen kleinen, aber feinen Nebenplot, der anscheinend gegen Ende dieser Staffel seinen Höhepunkt in einer Enthüllung finden wird. Alex und Casey beschließen, Alex’ Mutter mitzuteilen, dass Alex’ Vater noch am Leben ist. Für Vivian Volkoff wiederum ist ihr Vater „tot“ – bzw. sie versucht, für die physische Korrektheit dieser Tatsache zu sorgen.

Alexei ist schwer getroffen. Genauso wie die Bartowskis hat auch Volkoff eine, vielleicht einzige, Schwäche – die Familie. Man versucht, eine zu haben oder aber sie (intakt) zu bewahren. Was aber, wenn man einander belügt? So, wie es zu Chucks Entsetzen Ellie tut. Davor sehen wir, wie sie sogar Mary ausspioniert. Das Einander-hinters-Licht-Führen berührt irgendwie auch den wunden Punkt des zweiten Nebenplots der Woche, in welchem Sarah Chuck mit ihrem Wunsch nach einem Ehevertrag unangenehm überrascht. Nun, die Sache erweist sich als harmlos – und die typischen Mitten-in-der-Mission-Beziehungsgespräche in Folge dessen schlichtweg als Zeitverschwendung. Oder, um das Vokabular der Episode zu benutzen: Not cool.

Ob wir Alexei Volkoff zum letzten Mal sahen und wie lange Chuck und Ellie Geheimnisse vor einander bewahren können, sind die Fragen für die kommenden Episoden. Ist Ellie der berüchtigte Agent X? Oder sind damit vielleicht gar Ellie und Chuck zusammen gemeint?

Chuck: Chuck vs. Agent X (4×22)

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Endlich eine Chuck-Episode, die fast ausschließlich Spaß macht. Nicht nur befreien die Autoren endlich Ellie (Sarah Lancaster) von ihrem Status als einziger Person, die Chucks Geheimnis nicht kennt, sondern man schafft es, die beiden losen Staffelhälften miteinander zu verknüpfen. Für Manche sehr, für Andere weniger überraschend: Agent X ist kein Geringerer als Alexei Volkoff (Timothy Dalton) aka Hartley Winterbottom. Diese Enthüllung schlägt eine neue Seite im Buch der Beziehungen zwischen den beiden Familien auf.

Dazu kommen wir gleich, denn zuerst muss man eine Runde Get Outta My Dreams, Get Into My Car hören und sich vom Buy Morons-Slapstick amüsieren lassen. Klar ist der Plot um die von Awesome (Ryan McPartlin) organisierte Junggesellenfahrt nach Las Vegas albern, aber indem sich das Ganze zu einer Mission in Las Vecas entwickelt, funktioniert es für mich. Und zwar dank John Casey (Adam Baldwin), dem im realen Leben einen Tag zuvor der Lieblingsfeind genommen wurde. Ray Wise in der Rolle von Volkoffs Anwalt wiederzusehen, ist schön, aber er bekommt herzlich wenig zu tun.

Der Ausflug nach Las Vecas mutiert zu einer Reise nach England, wo ein altes Haus mit dem Geheimnis um Agent X steht. In diesem Haus wohnt… die Mutter, die Casey nie hatte! Die alte Dame begegnet Chucks Team mit Tee, um später schwerere Geschütze aufzufahren, als Volkoffs Leute eintreffen. Und mit schwer meine ich wirklich schwer, was Johns Bewunderung hervorruft: ein Slow-Motion-Lächeln im Close-Up… Caseys „mother I never had“ ist Lady Winterbottom, deren Sohn selbst Wissenschaftler war und an Stephen Bartowskis Intersect-Experiment teilnahm. Die Sache ging schief – und Winterbottoms Cover-Identität wurde zu seiner echten. Aus diesem Grund war Stephen so bemüht, seinen Fehler auszubügeln. Die Frage ist: Weiß Mary Bartowski, dass Volkoff Winterbottom ist?

Das Team kehrt zurück nach Castle; in einer sehr schönen Szene zwischen den Geschwistern wird Ellie eingeweiht und darf endlich den richtigen Arbeitsplatz ihres Bruders sehen. Damit schafft man den frustrierenden Erzählstrang aus dem Weg, bei dem ständig Gründe erdacht werden mussten, um Ellie weiter im Dunkeln tappen zu lassen.

Nach dieser Episode ist das Team Bartowski in viel größerer Gefahr als je zuvor in dieser Staffel: Es muss sich nicht nur vor Vivian Volkoff in Acht nehmen, sondern auch vor der eigenen Regierung, die vermutlich das Winterbottom-Experiment vertuschen will – denn die CIA hat anscheinend den größten Bösewicht weltweit selbst kreiert. Casey befiehlt allen im Team, Winterbottoms Identität zu vergessen… aber wie lange kann man ganze zwei Bartowskis davon abhalten, einer Sache nachzugehen?