NCIS: Baltimore (8×22)

Standard

Endlich schenkt uns NCIS die Episode, auf die man lange gewartet hat: When Tony met Gibbs… Nicht nur versetzt man die Zuschauer nach Baltimore, in die Vergangenheit von Tony DiNozzo (Michael Weatherly), sondern die Autoren schaffen es gleichzeitig den Port-to-Port-Fall nicht aus den Augen zu verlieren. Die Balance zwischen den gegenwärtigen Ereignissen und diesen aus der Vergangenheit wird geschickt gehalten, genauso wie die zwischen der Erkenntnis, wie die Figuren früher waren und wie sie im Moment sind. Baltimore ist eine durchaus ernste Episode, mit einer Prise Humor gesalzen, die Lust nach mehr erzeugt. Ich gehöre zu den NCIS-Fans, für die eine Tony-Gibbs-Episode nie eine zu viel sein kann.

Die Chemie der beiden ist vom Anfang an zu spüren gewesen, aber wie wir sehen, gab es diese schon lange vor den acht Staffeln und der Zeit, in der wir das NCIS-Team erleben dürfen. Alles fing im Jahre 2001 in Baltimore an, als Tony so etwas wie Star-Detectiv (vorwiegend nach eigener Aussage) dort war und auf gutem Fuß mit seinem Partner Danny stand. Genau Denny ist das Opfer, das wir am Anfang der Episode sterben sehen und das Team später gewickelt in Plastik findet. Der Serienmörder?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht in der Gegenwart zu finden. Damals in Baltimore gingen Tony und Danny einem Fall von Geldwäsche nach, der zu einerm Mord führte. Nach einer ermüdigenden Verfolgungsjagd zu Fuß, während welcher Tony den Fliehenden verbal (Freeze dirtbag! You can’t outrun me, I’m wearing tube socks!) beschießt, bekommt er ihn zu fassen. Es ist ein bekanntes Gesicht, das Tony anlächelt, zwar nicht für Baltimore-Tony, aber für uns Zuschauer: Leroy Jethro Gibbs. Der NCIS-Speical Agent war damals undercover oder wie Tony anmerkte: Very Donnie Brasco.

Die Baltimore-Aufnahmen „glänzen“ mit ausgeblichener Farbpalette, in der die Farben Grün, Beige und Grau dominieren. Sogar Handkamera wurde auf den dreckigen Straßen von Baltimore und in den karg erscheinenden Räumen der Polizei eingesetzt. Das Ganze wird durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu dem Strahlen der NCIS-Räume gebracht, über die der Baltimore-Tony bei seinem ersten Besuch auch damals gemeckert hat. Der Verlauf der Untersuchungen bringt die beiden Zeitabschnitte einander immer näher, bis der Schuldige an Dannys Tod und PtP-Copycat-Killer gefunden ist.

Sehr schön wird das von den Produzenten inszeniert, als wir die exakt gleiche Szene zweimal zu sehen bekommen: Einmal steht Tony in Dannys Wohnung im Jahre 2001 und Gibbs kommt plötzlich herein und dann dasselbe wiederholt sich im Jahre 2011.
Auch damals trotz Tonys guter Arbeit, ist Gibbs immer ein kleiner Schritt voraus gewesen. Er ließ trotzdem Tony auf eigene Faust herausfinden, dass sein Partner dreckiger Cop war, und entscheiden, was er mit diesem Wissen macht. In der Gegenwart machen sich die beiden auf den Weg nach Baltimore zusammen, um Dannys Mörder zu verhaften.

Was auffällt in den Rückblenden bei dem ersten Treffen der beiden und der anschließenden Zusammenarbeit, dass Gibbs (Mark Harmon) mehr lächelt, als in ein paar „normalen“ Episoden zusammen. Vielleicht weil er damals Tony gefunden hat und sich für ihn entschied: You don’t waste good. So lautet eine der Gibbs-Regeln. Also ließ er Tony dem NCIS-Team beitreten.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s