NCIS: Defiance (8×15)

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Die Rückblenden aus letzter Woche und die Geständnisse der Teammitglieder bezüglich ihrer Traumata und Probleme – vor allem sich selbst gegenüber – werden in Defiance aufgenommen. Zumindest, was Tim McGee (Sean Murray) betrifft. Man könnte sogar sagen, dass NCIS ihn nicht gerade mit weichen Handschuhen anfasst. Als Zuschauer lässt man sich in Defiance fast in die Irre führen, denn eine attraktive Frau scheint sich tatsächlich für Agent McGee zu interessieren…

Das „Böse“ daran ist, dass die NCIS-Produzenten dieses Spiel mit der Figur schon einmal gespielt haben. Es ist wie beim Poker: Der Gegner blufft einmal – und wenn man denkt, es kann gar nicht sein, dass das Gegenüber schon zum zweiten Mal in Folge dasselbe versucht, geschieht es doch. Diese Vergleiche beziehen sich natürlich auf McGees Beziehungsproblematik.

In Defiance bekommt das Team den Auftrag, die Tochter des Verteidigungsministers eines fiktionalen russischsprachigen Landes (Belgravia) zu beschützen. Ein Anschlag wurde dort direkt vor der US-Botschaft verübt, bei dem ein amerikanischer Marine-Soldat sein Leben verlor. Das Ziel war Verteidigungsminister Gordova, da dieser kurz davor steht, ein wichtiges Abkommen mit der US-Regierung zu unterzeichnen. Beide Regierungen befürchten weitere Attentate.
Aus diesem Grund befiehlt Leon (Rocky Carroll) Gibbs’ (Mark Harmon) Team, Adriana Gorgova nicht aus den Augen zu verlieren. Aber man weiß, dass es schief gehen wird. Warum?

Wegen der ersten Minuten (in medias res) der Episode: Wir sehen, wie Leon von Gibbs Tims und Tonys (Michael Weatherly) Kündigungen fordert, falls in 48 Stunden keine Auflösung vorliegt. Wovon?

Geschickt führt uns dann die Erzählung in die Irre, indem die attraktive und selbstbewusste Adriana (Elena Satine) es schafft, nicht nur zu Ziva (Cote de Pablo) eine Verbindung aufzubauen (Stichwort: Vaterfiguren), sondern auch McGee um den Finger zu wickeln. Ein Kuss ist es, der McGee für einen Moment auf andere Gedanken bringt – und im nächsten wird Adriana entführt. McGee reicht zwar seine Kündigung ein, aber Gibbs weigert sich, sie anzunehmen. Es erweist sich, dass alles eine Inszenierung ist, bei der Adriana die Hauptrolle gespielt hat.

Aber es ist auch eine NCIS-Inszenierung. Was uns zuletzt über das Team erzählt wurde, wird jetzt im Laufe der Episode durchgespielt. Es werden die Schwächen der einzelnen Teammitglieder – vor allem von Ziva und McGee – gezeigt und angedeutet, dass sie als Einzelne zwar anfällig sind, aber als Team immer funktionieren.

Einer fällt aber aus diesem Zusammenhalt heraus. Es ist Leon, der die ganze Zeit außen vor steht – nicht zum ersten Mal, aber durch die jüngsten traumatischen Ereignisse scheint sich das Gefühl des Außenseiters verstärkt zu haben. Gibbs rettete ihm zwar das Leben, aber er zeigte ihm damit nicht den Weg hinein ins Team, wo alles nach Gibbs’ Regeln funktioniert und die Arbeit getan wird. Es scheint so, als hätte Leon die Suche nach diesem Weg aufgegeben… dem Blickwechsel zwischen ihm und Gibbs am Ende der Episode nach zu urteilen.

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