NCIS: Enemy on the Hill (9×04)

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Es scheint, als hätten sich die NCIS-Autoren fest vorgenommen, die Familiengeschichten des Teams eine nach der anderen abzuarbeiten, bevor man sich dem handlungsübergreifenden Fall der Staffel widmet. Über den nämlich hören wir wieder einmal kein Wort. Nachdem letzte Woche Timothy McGee dran war, ist die Reihe diesmal an Abby (Pauley Perrette): Am Anfang der Episode verkündet sie fröhlich dem Rest des Teams, dass sie demnächst eine ihrer Nieren zu spenden beabsichtigt. Kurze Zeit später ist ihre Fröhlichkeit verflogen: Sie erzählt Ducky, dass ein anderer Spender ausgewählt wurde, dessen DNA-Ergebnis ihn als Abbys Bruder ausweist. Ihr eigentlicher Bruder aber scheint nichts damit zu tun zu haben! Haben ihre Eltern einen zweiten Bruder heimlich zur Adoption frei gegeben? Aber wenn – warum?

Pailey Perrette nutzt die Möglichkeit, die ihr die Autoren hier geben, und stellt sehr glaubwürdig Abbys Zerrissenheit, ihre Unsicherheit dar, die zuerst in der Szene mit Ducky zum Tragen kommt – und am Ende der Episode in einer Vater-Tochter-Szene zwischen ihr und Gibbs (Mark Harmon). Aber bevor es dazu kommt, trifft sie ihren unbekannten Bruder Kyle, der von Daniel Louis Rivas gespielt wird. Man kann wirklich sagen, dass er für die Rolle perfekt ausgewählt wurde: Die beiden könnten einander nicht ähnlicher sehen! Übrigens: Wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, ist Rivas Perrettes Ex-Freund, und sie selbst hat ihn für die Rolle empfohlen.

Abby behält die Wahrheit zunächst für sich und sagt Kyle nichts von ihrer Verwandtschaft. Denn diese Wahrheit ist komplizierter und verwirrender, als man zunächst dachte: Nicht Kyle wurde von Abbys und seinen Eltern weggeben, sondern Abbys biologische Eltern gaben sie zur Adoption frei, wie sie Gibbs mitteilt. Er versichert ihr in dieser innigen Szene, dass sie immer ihre NCIS-Familie haben würde, die ihr über alles hinweg helfen könne… Klingt zwar pathetisch, aber in der Szene funktioniert es! Genauso wie die Episode als Ganze funktioniert.

Tony DiNozzo (Michael Weatherly) ist nach dem Selbstfindungstrip zum Anfang dieser Staffel wieder auf der Höhe: sowohl mit seinem Tony-Humor als auch mit seinen Ermittlerfähigkeiten und im Zusammenspiel mit Ziva und McGee. Ich sage nur: Telefonduell! Ziva bekommt ihre eigene Aufgabe. Sie soll Bodyguard von Lt. Commander Geoffrey Brett werden, auf den ein Auftragskiller angesetzt wurde, der dann aber bei einem Verkehrsunfall starb. Det. Sportelli überbringt Gibbs’ Team die News. Im Laufe der Untersuchungen stellt sich heraus, dass ein mysteriöser George Kaplan die Fäden zu ziehen scheint – bis schließlich Tony (nach einem ziemlich harten Gibbs-Klaps, Nr. 2 der Staffel) den Mann präsentieren darf, der nie existiert hat – in Anspielung auf Hitchcocks North by Northwest. Insgesamt eine solide NCIS-Episode, die Lust auf mehr macht!

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