NCIS: Housekeeping (9×12)

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Man hat sich schon gefragt, wie lange die NCIS-Autoren die Geschichte um Cole und die Morde an NCIS-Agenten wohl noch hinausschieben wollen. Denn seien wir mal ehrlich: NCIS braucht dringend einen handlungsübergreifenden Fall, der alle auf die eine oder andere Weise involviert. Natürlich genießt man als Langzeitzuschauer, wie ich schon in einem ausführlichen Artikel geschrieben habe, NCIS vor allem wegen der familiären Beziehungen zwischen den Figuren und den damit verbundenen Emotionen. Aber wenn die aufs Spiel gesetzt werden, ist NCIS am besten!

Mit Housekeeping kommt nun eine Episode, die genau so konstruiert ist: Nicht nur greift sie frühere Handlungsstränge auf, sondern zeitgleich auch „alte“ Gefühle, die nie vergessen wurden. Eigentlich finde ich es schade, dass der  Phantom-Eight-Plot hier so schnell zu einem Ende findet – wenn es denn so ist. Andererseits bewegt sich NCIS sehr nah am Procedural-Format und ist aus diesem Grund so aufgebaut, dass für den Zuschauer Plots regelmäßig abgeschlossen werden. Außerdem sieht es danach aus, als wollten die Autoren diesen Abschluss – vor allem zwischen Tony (Michael Weatherly) und E.J. (Sarah Jane Morris) – als Mittel zum Zweck benutzen, wozu wir gleich kommen werden. E.J.?

Wer gedacht hat, dass sie tot ist, liegt falsch – und die Geister der Vergangenheit drohen Tony und das Team zu holen. Der Navy-Commander James Barnsway wird erschossen aufgefunden, und alles deutet auf einen Auftragsmord hin. Aber galt der tatsächlich Barnsway? Es stellt sich heraus, dass er eine Begleiterin hatte. Eine blonde Frau, das Wort „Neapel“… und für Tony ist die Verbindung hergestellt, denn er hat sich anscheinend nie wirklich von E.J. Barrett verabschiedet. Warum aber hat sie, falls sie denn wirklich noch lebt, nie mit Tony Kontakt aufgenommen?

Die Antwort ist simpler, als man denkt: Weil sie auf der Flucht ist – vor einem gewissen Cole aka Stratton (ziemlich gut in der Rolle: Scott Wolf), der nach wie vor reinen Tisch zu machen versucht. Ich hätte mir gewünscht, dass NCIS etwas länger in einer verzwickten Geschichte aus Spionage, Politik und Verrat stecken bleiben möge; aber die Serie bleibt der eigenen Erzählung treu: nämlich der Erzählung davon, wie sehr die Teammitglieder aufeinander angewiesen sind und wie aus bestimmten Gefühlen mehr oder aber weniger werden kann. Außerdem gelingt ein versöhnlicher Abschied von einer Figur, indem Tony und E.J. im Safehouse allein gelassen werden, getrennt vom Rest des Teams.

Seit ihrem ersten Auftritt hinterließ E.J. gemischte Gefühle, sowohl on- als auch offscreen. Die letzten Minuten der Episode deuten nun aber an, dass der endgültige Abschied von E.J. (wenn es wirklich dabei bleibt) Tony und Ziva (Cote de Pablo) einander näher bringen wird… oder? Um Einiges unklarer erscheint in meinen Augen das Gespräch zwischen Gibbs und Cole, als Letzterer auf einen gewissen Ausflug anspielt, den Gibbs vor langer Zeit nach Mexiko unternahm. Steht dahinter nur Coles Art, Gibbs mit diesem Insiderwissen zu parodieren? Oder wird jenes vergangene Ereignis wieder aufgerollt?

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