NCIS: Psych Out (9×16)

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In den letzten Wochen ging NCIS tatsächlich, wenn auch im metaphorischen Sinne, in die Köpfe der Beteiligten hinein – vor allem in Gibbs’ (Mark Harmon) und Tonys (Michael Weatherly). Mit Psych Out setzt sich dieser Trend fort, nur werden Mind Games hier direkt zum Thema. Die moderne Kriegsführung findet in den Köpfen statt, lautet die Prämisse einer Navy-Spezialabteilung, die hier PsyOps heißt. Darin gründet nun der Verdacht einer gewissen Dr. Cranston, als einer ihrer Patienten angeblich Selbstmord begeht.

Ja, Rachel Cranston, Kates Schwester, ist wieder da… und übt Druck auf Gibbs aus: Er soll herausfinden, wer in die Geschichte involviert ist. Man muss sagen, dass Rachels Auftritt für eine Rückkehr arg im Schatten verläuft. Denn Team Gibbs lernt in dieser Episode Dr. Ryan (Jamie Lee Curtis) kennen: und die hat hinter dem breiten Lächeln, mit dem sie allen begegnet, schon ein ausgeklügeltes Spiel begonnen, das Stärken und Schwächen des Gegenübers mit einkalkuliert.

Als eine der besten auf ihrem PsyOps-Arbeitsfeld versucht sie auch bei Gibbs die Fäden zu ziehen, aber das klappt nicht – jedenfalls nicht für lange. Gibbs zitiert Regel Nr. 42: Don’t ever accept an apology from someone who just sucker-punched you! Allerdings geht es nicht um Entschuldigungen, sondern um zwei Menschen, die sich das Anerkennen des jeweils Anderen leisten können und dennoch keinen Schritt zurückweichen. Dazu gehört stets die Aufmerksamkeit für das, was das Gegenüber macht: man muss es lesen. Was Gibbs dazu führt, eine “Only Paper”-Untersuchung zu befehlen, die McGee zur Verzweiflung treibt. Von Papier liest es sich am besten: lautlos.

Obwohl der Fall der Woche sich nicht als die angedeutete große Verschwörung entpuppt, erfüllt er in meinen Augen den Zweck, dessen Mittel er ist. Eine sinnvolle Entscheidung der Autoren, Dr. Ryan genauso job-treu zu präsentieren wie Gibbs selbst – und sie letzten Endes nicht auf die dunkle Seite zu schicken! Nicht nur wegen der großartigen Chemie zwischen Mark Harmon und Jamie Lee Curtis, sondern auch wegen der Entwicklung in den letzten Episoden.

Kein Wunder, dass Gibbs am Ende einwilligt, als ihn Ryan mitten in der Nacht zum Frühstück einlädt – und sogar sein Lieblingsdiner anbietet, das 24 Stunden geöffnet hat: Dort fand auch die  What-if-Episode mit Gibbs’ Lebensrückblick statt, und dort schloss er eine Art Frieden mit sich selbst. So muss die nächste Frau in seinem Leben nicht rothaarig sein. Dr. Ryans Haarfarbe gleicht Gibbs’ eigener…

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