NCIS: Pyramid (8×24)

Standard

Nach zwei brillanten Episoden könnte man vom Finale absolute Kracher-Qualitäten erwarten. Nun, es kracht zwar – aber nur Blech und so manches Nasenbein. Man hat ein bisschen das Gefühl, das NCIS in den letzten zwei Wochen sein Pulver verschossen hat und das Finale irgendwie als eine Episode zuviel hinterherkleckert. Zwar wird die Sache um Cobb endgültig aufgelöst, aber die Auflösung bringt vorerst nicht recht Bewegung ins Spiel. Oder vielleicht doch? Pyramid scheint einfach die neunte Staffel vorzubereiten, anstatt die achte abzuschließen. Im Grunde ist es der Cliffhanger, der die Episode rettet.

Dabei fängt sie ziemlich vielversprechend an. Die Sache um die Operation Frankenstein lässt Leon Vance den SecNav Davenport holen, um mit ihm über all die Geheimnisse zu sprechen, in welche die beiden involviert sind. Aber sowohl die Gespräche als auch die Enthüllungen werden nichts Halbes und nichts Ganzes. Wir erfahren, dass Vance als Inspirationsquelle hinter dem Programm stand, an dem NCIS und CIA gemeinsam arbeiteten. Auch Zivas Freund Ray ist in die Sache verwickelt.

Cobb wiederum lockt Ziva (Cote de Pablo) in Rays Hotelzimmer und nimmt sie gefangen, nur um sich später dem Team zu stellen. Interessanterweise lässt er Barrett am Leben (der Cliffhanger der vorherigen Episode), entführt dann Ziva als Ablenkung für das Team und stellt sich dem NCIS – nur um wieder an Kort und Ziva heranzukommen? Man vermutet zunächst, dass er einfach Davenport will, den Mann, der die Operation damals genehmigte. Den kriegt er auch, als Davenport bei Cobb und den von ihm gefangen gehaltenen Barrett, Kort und Palmer (durch Zufall mit entführt) auftaucht. Aber stattdessen lässt sich Cobb von Gibbs & Co. erschießen, als er droht, Barrett eine Kugel zu verpassen.

Irgendwie hinterlassen die Handlung um Cobb und der Abschluss einen faden Beigeschmack. Wir erfahren aber, warum Gibbs Barrett gegenüber so missgünstig war: Sie ist Davenports Nichte und bekam anscheinend deswegen den Vorzug bei dem PtP-Fall. Oder steckt noch mehr dahinter? Wie ist die Szene zu erklären, in der sich Barrett in der Autopsie angeblich vom gefallenen Agent Gayne verabschiedet und dabei einen Metallzylinder aus seinem Arm herausschneidet? Was steckt hinter Rays Auftrag, der ihn außer Landes schickt – vielleicht nach Tel Aviv? Während Ray Abschied von Ziva nimmt, bekommt er eine SMS, dass Kort in Tel Aviv sei und Ray dringend hin müsse. Die Episode lässt uns mehr oder weniger stehen wie Ziva mit der leeren Verlobungsring-Schachtel, die Ray ihr gibt. Es ist ein Versprechen.

Das Ende der Episode zeigt uns Mikes Begräbnis; der Sarg wurde mit den von Gibbs geschnitzten Holzblumen dekoriert… Oder ist es eigentlich der Sarg, an dem Gibbs damals in  seinem Keller arbeitete?

Der neue SecNav hat einen Auftrag für Tony, von dem nur Vance wissen darf: Er soll den Maulwurf bei NCIS finden. Wie lange wird es dauern, bis Gibbs davon erfährt? Was hat Tony dazu bewegt, nach dem Blick in die geheimen Infos „große Augen“ zu machen? Wessen Name stand dort?

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s